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Baubeginn Herbst 2017: Das ist die zentrale Nachricht des Plakats, das Sarina Kuhn und ihr Sohn Gabriel hochhalten. Die neu zugezogenen Landkreis-Bürger hatten sich dankenswerterweise als Plakat-Halter zur Verfügung gestellt.

Schrimpf-Häuser in der Schongauer Altstadt

Im Herbst soll’s (endlich) losgehen

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Warum passiert nichts mit dem ehemaligen Schrimpf-Anwesen mitten auf dem Marienplatz? Das fragen sich seit Monaten die Schongauer. Jetzt verspricht der Besitzer, die Firma ICB aus Herrenberg (Baden-Württemberg): Bald geht’s los.

Schongau– Genau ein Jahr ist es her, dass im Schongauer Bauausschuss das letzte Mal über die beiden Häuser gesprochen wurde, die der mittelständische Bauträger ICB von Vorbesitzer Richard Merkle gekauft hatte. Im Erdgeschoss Gastronomie und Läden, ansonsten Wohnungen – das waren die Pläne, die ICB-Geschäftsführer Gerd Böckle anstrebte. Doch nachdem die Häuser recht zügig ausgeräumt wurden, geschah erst einmal lange gar nichts.

„Wir machen aber nicht nichts“, betonte Böckle nun auf SN-Anfrage. Im Hintergrund seien viele Arbeiten gelaufen, die für den aufwändigen Umbau wichtig seien, etwa die Statik. „Das ist viel Aufwand, die Ausschreibung für die Gewerke ist beispielsweise 100 Seiten stark“, so Böckle. Auch die Genehmigung für Abbruch und Neubau des Hauses an der Ballenhausstraße, das als künftiger Zugang für die Wohnungen dienen soll, sei da. Auch mit Interessenten seien viele Gespräche geführt worden, für die geplante Gastronomie sei man mit zwei Interessenten schon „sehr weit“. Für den Laden gebe es immerhin lose Anfragen.

Aber, gibt Böckle auch zu, die Verzögerungen liegen auch am allgemeinen Run auf dem Bausektor: „Wir haben so viele andere Projekte am laufen, wir kamen schlicht und einfach noch nicht dazu, in Schongau anzufangen“, sagt Böckle freimütig. Denn Denkmalschutz-Projekte seien wegen möglicher Anlage zur Steuervermeidung ein klassisches Jahresend-Geschäft. „Da wird in den letzten drei Monaten so viel verkauft wie in den ersten neun.“

Doch jetzt soll es bald losgehen. Vor zwei Wochen war Böckle in Schongau, hat auch ein Gespräch mit Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt geführt, die vor allem die tristen Schaufenster gern belebt hätte. „Deshalb hängen wir dort jetzt Poster hinein, dass es im Herbst losgeht“, sagte Böckle. Weil die Gruppe Schongau belebt die selbe Idee hatte, gibt es dort seit einigen Tagen noch mehr zu bestaunen. Als Schongau belebt-Vorsitzende Beatrice Amberg bei der Staufer-Grundschule nachfragte, ob Kinder dort etwas malen wollen, um die Schaufenster hübscher zu gestalten, hatte Lehrerin Carolin Gmelh mit ihrer vierten Klasse zufällig genau das Thema Schaufensterbummel bildlich thematisiert. „Das war wie abgesprochen“, freute sich Amberg, die die Werke der Kinder Ende vergangener Woche in die Schaufenster des ehemaligen Enzian-Reisen-Ladens gehängt hat.

Böckle hat seine Plakate auch geschickt, die kommen in den ehemaligen NKD. Dann haben die Bürger blau auf weiß, dass in den beiden Häusern drei Läden und 15 Wohnungen vorgesehen sind und – für die Schongauer fast noch wichtiger – dass im Herbst Baubeginn ist.

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