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Mit „Arnold“ in Dingolfing: Regina Schmid (l.) aus Peiting und Louisa Holderried aus Burggen wollen nach dem Regional- auch den Landesentscheid gewinnen.

Schüler experimentieren 

Schongauer Gymnasiasten ab heute im Finale

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Regina Schmid aus Peiting und Louisa Holderried aus Burggen wollen es wissen: Mit ihrem selbst entwickelten Gedächtnisspiel „Arnold“ treten sie heute und morgen beim Landesentscheid Schüler experimentieren in Dingolfing an. Sie rechnen sich gute Chancen aus.

Schongau– Regina kann sich noch gut an die Anfänge erinnern: Zu Beginn des Schuljahres hatten sich die Achtklässlerin und ihre Freundin Louisa aus der Neunten als einzige Mädchen für den Technik-Workshop am Welfen-Gymnasium in Schongau angemeldet. Dort wetteiferten sie dann mit zwölf Buben um die Wette und setzten sich prompt durch.

Inspirieren ließen sich die Peitingerin und die Burggenerin von dem klassischen Kaugummiautomaten, der kugelrunde Süßigkeiten auswirft. „Wir haben den Süßigkeitsständer gesehen und dann gesagt, cool, das machen wir“, erinnert sich die Achtklässlerin. „Arnold“ funktioniert ähnlich wie der Automat, doch mit deutlich mehr Finessen: Wer von ihm einen Kaugummi haben möchte, muss zunächst eine Melodie nachspielen. „Wir haben sechs Schwierigkeitsstufen programmiert“, erläutert Regina das Experiment. Im Level 1 müsse man sich sechs, im Level 2 acht und im Level 3 dann zehn Töne merken. Einmal pro Woche tüftelten die beiden in dem Workshop an dem Innenleben des Gedächtnisspiels und programmierten es mit einem sogenannten Arduino-Rechner. Beim Kasten drum herum hat dann Louisas Vater geholfen. „Darin sind wir Deppen“, gibt Regina mit Blick auf die Schreinerarbeiten zu. Dennoch haben es die beiden geschafft, die benötigten Löcher in die Box zu sägen.

Bei dem von Hoerbiger veranstalteten Regionalwettbewerb Voralpenland in Peiting im Februar räumte „Arnold, das Gedächtnisspiel“ gleich, den ersten Platz ab; die Mädchen hatten sich fürs Landesfinale in Dingolfing qualifiziert. Das wird schon seit 23 Jahren vom Autohersteller BMW ausgerichtet. Und Organisator Alexander Bachner gibt unumwunden zu, dass der Weltkonzern dabei auch nach möglichen Talenten für die Zukunft Ausschau hält: „Der Wettbewerbspate ist unser Personalleiter“, sagt er und lacht.

Aus sieben Projektbereichen, zu denen unter anderen Biologie, Chemie, Physik und Mathematik/Informatik zählen, wählt die Jury am Donnerstag und Freitag die Sieger aus. Regina und Louisa sind in der Sparte Technik am Start. Ihren „Arnold“ haben sie dafür noch mal tüchtig aufgepeppt: „Wir haben eine Plexiglasscheibe eingebaut, damit man das Innenleben besser sehen kann“, erläutert Regina. So können die Jury-Mitglieder, zu denen unter anderen auch ehemalige Bundessieger von Jugend forscht zählen, beobachten, wie „Arnold“ über zwei Servos einen Kaugummi ausgibt, wenn die Melodie richtig nachgespielt worden ist. Macht man dabei eine Fehler, bleiben die Servos still und es ertönt ein Signal.

84 Mitbewerber haben die Peitingerin und die Burggenerin heute und morgen in Dingolfing; sie rechnen sich gute Chancen aus. Ob sie gewonnen haben, erfahren die Mädchen am Freitag um 17 Uhr bei der Siegerehrung.

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