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Übergaben die Unterschriften an Bürgermeister Falk Sluyterman (von links): Magnus Zaja (12), Basti Müller (12) und Paul Bohrer (11).  

Wunsch nach Skatepark

Schüler übergeben 400 Unterschriften

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In Schongau fehlt ein Skatepark! Dieser Meinung sind nicht nur drei Realschüler, sondern mit ihnen auch zwischen 350 und 400 Bürger. So viele Unterschriften haben sie seit November in Schongau gesammelt und die Listen nun an Bürgermeister Falk Sluyterman übergeben.

Schongau – Basti Müller (12), Paul Bohrer (11) und Magnus Zaja (12), alle drei Schüler der Schongauer Realschule, sind absolute Skatefans. Mit ihren Stunt Scootern sind sie gerne unterwegs. Mangels Angebot in Schongau waren die drei vor Wintereinbruch vor allem in Peißenberg. „Wir sind mit dem Zug hingefahren, der Skatepark dort ist optimal“, erzählt Paul. Nicht so weit weg, dafür aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar, ist der Skatepark in Herzogsägmühle. Dieser ist auch nicht ganz so gut ausgestattet, finden die drei Buben.

„Es gab schon mal einen Skatepark in Schongau – wir haben Unterschriften gesammelt, damit wieder einer gebaut wird“, so der 11-Jährige, der beim Besuch im Rathaus dem Bürgermeister ihr Anliegen erklärt. Eine Woche zuvor war das Trio schon einmal da gewesen – aber jetzt eben ganz offiziell. Sie stellen sich mehrere unterschiedliche Rampen vor, sind bei ihren Wünschen aber eher bescheiden. Basti hat daheim mit seiner Mutter recherchiert und brachte die Zahl 13 000 Euro mit. „Das sind natürlich Zahlen für Geräte, die eventuell nicht eine entsprechende TÜV-Zulassung haben“, ist Sluyterman etwas vorsichtig mit einer Bewertung. Ein kurzer Anruf im Bauamt ergibt zwar, dass die Geräte des alten Skaterparks am V-Markt eingelagert wurden. Ob diese wiederverwendet werden könnten, lasse sich spontan nicht sagen.

„Euer Engagement finde ich toll, aber ich muss auch ehrlich sein und kann Euch nicht allzugroße Hoffnungen machen“, so Sluyterman. „Die Schwierigkeit dürfte gar nicht das Geld sein“, erklärt ihnen der Bürgermeister. Im Gegenteil: Für die Finanzierung könne man eventuell auf Gelder zurückgreifen, die beim Verkauf des Bolzplatzes für die Bebauung Meisenhöfe erlöst wurden. Diese rund 100 000 Euro seien gebunden für die freie Jugendarbeit. Ein Teil des Geldes wurde zwar bereits in den Bikepark gesteckt, aber weil dafür auch Zuschüsse geflossen sind, sei noch etwas übrig. Und auch der Etat für die Instandhaltung der Spielplätze könne möglicherweise angezapft werden. Sluyterman befürchtet eher, dass sich keine Fläche findet, wo Geräte für die Skater aufgestellt werden könnten. Schon für einen neuen Bolzplatz war kein Grundstück gefunden worden, geschweige denn damals für einen neuen Skatepark. Ein Skatepark dürfe zwar nicht zu weit außerhalb platziert werden, aber zu nah am Wohnbereich ist auch nichts – auch beim Skatepark am V-Markt, gebaut 2011, hatten Anwohner über Lärm geklagt und es gab Probleme wegen Vandalismus und Müll. Letztlich war die Anlage 2013 aber wegen der Baumaßnahmen am V-Markt, eine neue Waschanlage, eingedampft worden.

Die Unterschriftenlisten für einen neuen Skatepark lagen in Schongau in den Geschäften aus, erzählen die Schüler. Jede Menge Bürger haben unterschrieben, aber nicht nur Schongauer, wie Sluyterman gleich beim ersten Blick feststellt. Viele Peitinger sind darunter, aber auch Altenstadter. „Das wäre doch ein interkommunales Thema und der goldene Weg, einen Skatepark gemeinsam zu realisieren.“ Sluyterman versprach, das Thema und die Unterschriften nicht nur ans Bauamt weiterzugeben und zusätzlich an die Jugendreferenten Monika Maucher und Helmut Hunger, die sich ebenfalls Gedanken machen sollen. „Außerdem werde ich mit meinen Bürgermeisterkollegen in Peiting und Altenstadt sprechen.“

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