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Stellen ihr P-Seminar in der Schongauer Sparkasse aus.

Schülerausstellung in Sparkasse

Fronteinsatz, Flucht und Kriegsgefangenschaft

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Schongau - Einige Schüler des Schongauer Welfen-Gymnasiums stellen ihre P-Seminare in der Sparkasse aus. Es handelt sich um Zeitzeugenberichte aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. 

„Das Leben unserer Vorfahren zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges“ war Thema eines P-Seminars im Fach Geschichte, dem sich nun über drei Semester hinweg neun Schüler des Schongauer Welfen-Gymnasiums gewidmet haben. Zum Abschluss gibt es nun eine Ausstellung in der Sparkasse Schongau, die diese Woche eröffnet wurde.

Bei dem Blick zurück ging es nicht vorrangig darum, über politische oder militärische Gesichtspunkte aus jener Zeit zu berichten, sondern vielmehr das Leben der Zeitzeugen in den Mittelpunkt zu stellen. Diese wurden von den Schülern persönlich interviewt, und zwei von ihnen besuchten dann auch die Vernissage und berichteten über ihre Erfahrungen.

Besucher finden in der Ausstellung jeweils ein individuell gestaltetes Plakat mit persönlichen Berichten von Zeitzeugen. „Es war sehr spannend, die verschiedenen Lebensgeschichten zu hören, denn jeder erlebte diese Zeit aus einer anderen Sicht“, erzählt der Schongauer Schüler Chris Antoch. So kamen für das Seminar unter der Leitung des Lehrers Leonhard Speer Flüchtlinge und Vertriebene ebenso zu Wort wie verschiedene Kriegsteilnehmer oder Familienmitglieder, die die Kriegszeit als Kind miterlebt haben.

Insgesamt sei die Arbeit mit den Zeitzeugen sehr interessant gewesen, berichtet auch Manuel Schnitter, Zwölftklässler aus Peiting. Beispielsweise habe sich beim Vergleich der Familiengeschichten die ein oder andere Überraschung ergeben. So waren etwa die Familienmitglieder zweier Schüler des P-Seminars zufällig zur gleichen Zeit in der gleichen Division als Panzerfahrer eingesetzt. Auch besondere Erinnerungsstücke bekamen die Schüler zu sehen, wie ein Kriegstagebuch oder ein selbst gestalteter Kartengruß, der als Feldpost daheim ankam. „Vom Fronteinsatz über die Flucht bis hin zur Kriegsgefangenschaft sind einzigartige Geschichten von einzigartigen Menschen vertreten“, wirbt Antoch für den Besuch der Ausstellung.

Information

Die Ausstellung in den Räumen der Sparkasse in der Schongauer Münzstraße kann bis zum 27. Januar zu den regulären Öffnungszeiten des Geldinstituts besichtigt werden: Montag, Dienstag und Freitag jeweils von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr. Am Mittwoch nur vormittags von 8.30 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 8.30 bis 12 Uhr sowie nachmittags verlängert von 14 bis 18 Uhr.

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