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Appelliert an engagierte Bürger: Martina Heim benötigt weitere Schulweghelfer. 

Übergänge in Schongau zeitweise unbesetzt

Schulweghelfer dringend gesucht

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Bereits in der ersten Schulwoche zeichnet sich ein dramatisches Bild ab: In Schongau gibt es so wenig Schulweghelfer, dass bereits am heutigen Freitag und am Montag die Übergänge Fanschuhstraße und Colmarerstraße unbesetzt bleiben müssen. Lediglich für den Lechuferweg gibt es noch genügend Freiwillige. Dringend werden engagierte Bürger gesucht.

Schongau – An drei Übergängen in Schongau stehen die Schulweghelfer, die gerade für die ABC-Schützen in ihrem ersten Schuljahr eine große Hilfe sind: Am Lechuferweg, an der Colmarer Straße und an der Fanschuhstraße. Zwar gab es auch in diesem Jahr einen großen Wechsel, aber immerhin haben sich zehn Helfer gefunden, die sich an der Lechuferstraße abwechseln können. Wie Christian Birke, der die Organisation dort übernommen hat, berichtet, wechseln sich die Freiwilligen ab und sind so eingeteilt, dass sie nur alle zwei Wochen an die Reihe kommen. „Ich mache das wirklich gerne, das ist eine nette Sache auch für Omas und Opas“, erzählt der Schongauer, selbst Vater von schulpflichtigen Kindern und seit viereinhalb Jahren als Helfer aktiv. Der Dienst dauert 20 bis 30 Minuten. Die Einweisung durch die Polizei direkt vor Ort sei kein großer Zeitaufwand und rasch erledigt, wirbt er um weitere Freiwillige, die am Lechuferweg einspringen können.

Leider sieht es in Schongau nicht an allen Übergängen so gut aus, im Gegenteil: An den beiden weiteren in der Fanschuhstraße und der Colmarer Straße muss ein regelrechter Notstand verzeichnet werden, wie Schulweghelfer-Koordinatorin Martina Heim beklagt. Drei bzw. zwei Helfer stehen seit diesem Schuljahr nur noch zur Verfügung, das ist zu wenig, ein Schulweghelfer hat sich sogar angeboten, sich an zwei Tagen pro Woche an die Straße zu stellen. Das bedeutet, dass die Übergänge mit einem hohen Aufwand für die Einzelnen nur an drei Tage pro Woche besetzt werden können – Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. An den Freitagen und Montagen sind die Kinder auf sich alleine gestellt. „Vielleicht müssen wir einen Übergang zumachen“, so Heim, denn diesen nur zeitweise zu besetzen, davon rate die Polizei aus Sicherheitsgründen ab.

Was der Schongauerin auffällt: Viele Eltern würden ihre Kinder im ersten Schuljahr ohnehin zu Fuß bis vor die Schultüre begleiten – der zusätzliche zeitliche Aufwand, sich ab und an als Schulweghelfer zu engagieren, sei dann nicht mehr allzu groß. Auch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, könnten am Köhlerstadel parken und mit einspringen. Gerade wegen der morgendlichen Fahrten bis direkt vor das Schulgebäude würden auch die Schulweghelfer an der Fanschuhstraße benötigt, weiß Heim aus eigener Erfahrung, schließlich fahren um diese Uhrzeit nicht nur Anwohner oder Lehrer.

Heim und Birke richten jetzt einen dringenden Appell an alle Mütter und Väter, Omas und Opas, aber auch andere engagierte Bürger, sich als Schulweghelfer zu melden. Jeder sei willkommen, auch der Hundebesitzer, der seinen morgendlichen Spaziergang mit seinem Vierbeiner für 20 bis 30 Minuten unterbrechen kann. Auch fließend Deutsch müsse niemand sprechen. „Optimal wären zehn Leute pro Übergang“, wünscht sich Heim, mindestens benötigt werden jedoch fünf Helfer für die Colmarer Straße und fünf für die Fanschuhstraße. Auch für den Lechuferweg können sich noch weitere Schulweghelfer melden, dann kann eventuell der Standort getauscht werden.

Info:

Wer in Schongau gerne als Schulweghelfer tätig werden möchte, wendet sich am besten zügig an die Koordinatorin Martina Heim unter der Nummer 08861/2561416 oder an den Paten für den Lechuferweg, Christian Birke, unter Telefon 08861/200225. Zu folgenden Zeiten sollen die Helfer an den einzelnen Übergängen stehen: Colmarer Straße und Lechuferweg 7.10 bis 7.30 Uhr sowie Fanschuhstraße 7.15 bis 7.45 Uhr.

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