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Frank und Alex entkernen die Blockhaussauna im Außenbereich. Dazu wird auch die Heiztechnik von Strom- auf Gasbetrieb umgestellt.

Revision im Plantsch

Schweißtreibende Sanierung

Seit zwei Wochen gleicht das Erlebnisbad Plantsch einer Großbaustelle. Revisionsarbeiten sind angesagt. Darüber hinaus Modernisierungs-, Umbau- und Attraktivierungsmaßnahmen. An allen Ecken wird gewerkelt, um pünktlich am 14. Oktober die Tore und Becken wieder zu öffnen. Das Saunaland wird den regulären Betrieb aber schon wieder am 3. Oktober anlaufen lassen.

Schongau – Der Schweiß läuft. In diesen Tagen und Wochen jedoch nicht bei den Gästen des Erlebnisbads Plantsch. Die haben Auszeit. Der Schweiß läuft bei den Arbeitern, die während der Revisionszeit den Umbau stemmen. Viel in Eigenregie des Personals, aber auch Firmen aus der Region sind mit eingebunden. Die gute Nachricht von Vorstand Andreas Kosian: Bisher läuft alles nach Zeitplan. „Wenn bei den Firmen nichts schiefläuft, passt die vorgegebene Zeit für den Umbau“, so der staubige Chef.

Pardon, verstaubter Chef muss es heißen. Kosian hockt mitten im Chaos am Boden, wo vor wenigen Tagen noch die Umkleideschränke standen. Kosian entfernt in mühsamer Arbeit die defekten Fliesen. Mit Flex, Hammer und Meisel ist er am Werkeln. Daneben bessert Fliesenleger Thomas Dollinger die schadhaften Stellen aus. Und lässt mit einem Kompliment in Richtung staubigen Kosian aufhorchen: „Seine Vorarbeit hat mir gute eineinhalb Tage Arbeit erspart.“ Wie von Kosian zu erfahren ist, wurden 90 Prozent der bisherigen Umkleide- und Spindanlagen abgebaut und weiterverkauft. Der neue Grundriss wird mit größeren und zweckmäßigeren Familienumkleiden ausgestattet. Die Saunaumkleide wird ebenfalls erweitert und mit zusätzlichen größeren Spindfächern ausgestattet. Der Sitzplatzbereich wird zusätzlich vergrößert.

Was bereits beim Betreten der Baustelle auffällt, ist der chaotisch wirkende Kassen- und Zutrittsbereich. Hier arbeiten die Schreiner zwischen Holzbrettern und Kabelsalat. Der gesamte Bereich im Foyer wird neu aufgebaut. Der Kassentresen wird zentral in die Mitte verlegt, wodurch ein zusätzliches drittes Ein- und Ausgangsdrehkreuz Platz findet. Dazu kommt noch ein zweiter, vollwertiger Kassenplatz, um bei Stoß- und Spitzenzeiten die Wartezeiten am Ein- und Ausgang zu verkürzen. Der Nachzahlautomat wird gegen ein modernes Gerät ersetzt. Auch die Kassensoftware hat nach elf Jahren ausgedient und wird komplett erneuert. „Keine Angst, alte Geldwertkarten, Saison- und Jahreskarten können nach wie vor uneingeschränkt eingesetzt werden“, verspricht Vorstand Kosian.

Im Außenbereich gleicht die Blockhaussauna dem alten Haus von Rocky Docky. Frank und Alex sind dabei, das gute Ding zu zerlegen. „Wir müssen einiges entkernen und teilerneuern, danach wird die Sauna modernisiert“, ist von Alex zu erfahren. „Darüber hinaus wird die Heiztechnik von Strom- auf Gasbetrieb umgestellt.“ Ein Echtfeuer-Kaminofen soll für ein besonders heimeliges Ambiente sorgen. Und um das Algenwachstum in den Sommermonaten zu verringern, bauen die Jungs in den Schwimmteich eine Wärmepumpe ein. Dadurch kann die Schwimmsaison im Herbst und Frühjahr verlängert werden.

Am 14. Oktober soll der Badebetrieb wieder starten, sofern der Zeitplan eingehalten wird. Auf alle Fälle startet das Saunaland den regulären Betrieb wieder am 3. Oktober. Da die Schwimmbereiche in der Badewelt noch nicht benutzbar sind, hat Vorstand Kosian ein Zuckerl für alle Saunagäste. In der Übergangszeit erhält der Besucher einen zeitlich unbefristeten Eintritt zum Preis des Drei-Stunden-Tarifs.

Hans-Helmut Herold

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