Coronavirus - Selbsttests an Schule
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Ein Schüler führt einen Corona-Schnelltest durch.

Teilweise Unterstützung durch Krankenhaus und Malteser

Selbsttests in Schulen im Landkreis Weilheim-Schongau: „Völlig problemlos“

  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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  • Elena Siegl
    Elena Siegl
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Nur Abschlussklassen und Viertklässler werden seit Montag in den Schulen unterrichtet. Erstmals mussten sie sich am Montag selbst auf Corona testen.

Landkreis – Ein positives Fazit zieht Jochen Böhm, Leiter der Mittelschule Peiting, am Montag, nachdem sich Schüler und Lehrer erstmals selbst in der Schule auf Corona testen mussten. Alles habe gut geklappt, obwohl im Vorfeld einiges doch sehr chaotisch ablief, so Böhm. Schließlich hatte sich die Schule auf Wechselunterricht eingestellt und musste mit dem neuen Amtsblatt des Landratsamtes Weilheim-Schongau kurzerhand alle Pläne umschmeißen, das Personal neu organisieren.

Bekanntlich ist nun wieder Distanzunterricht angesagt, mit wenigen Ausnahmen: Abschlussklassen und Viertklässler dürfen in die Schule kommen, auch Notbetreuungen werden angeboten. Alle Kinder sowie das Personal muss sich zweimal in der Woche auf Corona testen.

Corona-Selbsttests: Mittelschule Peiting ist auf alle Eventualitäten vorbereitet

Und das lief ziemlich entspannt ab, schildert Böhm. Man sei auf alle Eventualitäten vorbereitet gewesen. „Falls ein Test positiv ausfällt, ist das natürlich keine schöne Situation“, so Böhm. Für Betroffene hätte Personal bereitgestanden, das sich bei Bedarf um die jeweilige Person gekümmert hätte. Das war am Montag aber nicht nötig. „Es gab keinen positiven Fall“, so Böhm.

Im übrigen hätten sich alle Schüler der Abschlussklassen getestet. „Es waren alle da, außer ein paar normalen Krankheitsfällen“, erklärt Böhm. Es habe weder seitens der Schüler, noch seitens der Eltern Proteste gegeben.

Die gab es auch an der Heinrich-Campendonk-Realschule in Penzberg nicht. Alle Zehntklässler, die freilich „sicherer im Nachmachen sind als jüngere Schüler“, hätten sich bei entspannter Atmosphäre getestet, das sei „völlig problemlos“ verlaufen, so Schulleiter Severin Hammel. Keiner der Tests zeigte ein positives Ergebnis an.

Corona-Selbsttest: Keine positiven Fälle

Ganz unaufgeregt verlief der erste „Testtag“ auch im Welfen-Gymnasium Schongau, schildert Schulleiter Bernhard O’Connor. „Es war natürlich nur die Oberstufe da. Die älteren Schüler können besser damit umgehen, falls ein Test ein positives Ergebnis anzeigt, und verfallen nicht gleich in Panik.“

Bei ihm seien keine Vorfälle gemeldet worden, das sei immer ein gutes Zeichen, sagt O’Connor. In zwei Fällen hätten die Tests nicht funktioniert, weshalb jeweils ein weiterer Test gemacht werden musste. Letztendlich gab es aber keinen positiven Fall.

Corona-Selbsttests: Krankenhaus unterstützt Schulen

Große Unterstützung durch die Krankenhaus GmbH hat die Wilhelm-Conrad-Röntgen-Mittelschule Weilheim am Montag bekommen. „Zwei Mitarbeiterinnen haben den Schülern genau erklärt und gezeigt, was sie machen müssen – perfekt“, so Rolf Schleich. Auch am heutigen Dienstag werden sie noch einmal in der Schule sein, damit jedes Kind einmal gesehen hat, wie der Test funktioniert. Niemand hätte sich geweigert, einen Test zu machen. „Alles lief überraschend gut. Das lag vielleicht auch an der professionellen Unterstützung“, so Schleich.

Die Lehrer der Bürgermeister-Prandl-Grundschule in Penzberg wurden über das Krankenhaus fortgebildet. Das Testen verlief problemlos und ausschließlich mit negativem Ergebnis, sagt Schulleiter Lars Schumann. Sowohl bei den Viertklässlern als auch bei Schülern anderer Klassen, die die Notbetreuung nutzten. „Ein paar Kinder sind nicht in die Schule gekommen, weil Eltern nicht wollten, dass sie sich selbst testen“, so Schumann.

Corona-Selbsttest: Positive Rückmeldung der Lehrer

Ist guter Dinge: Claudia von Lospichl, Schulleiterin der Grundschule Rott.

Von befürchteten Chaos am ersten Schultag nach den Osterferien war in der Grundschule Rott ebenfalls nichts zu sehen. Die vorgeschriebenen Schnelltests wurden „gut und ohne Stress durchgeführt“ , berichtet Schulleiterin Claudia von Lospichl. Die Grundschule hatte im Vorfeld die Eltern ausführlich über die Abläufe informiert. Dazu holten sie sich bei der Durchführung der Tests Verstärkung durch Helfer vom Malteser Hilfsdienst und vom Team der Offenen Ganztagsschule. „Dadurch hatten wir in jeder Klasse drei bis vier Personen, die bei den Tests unterstützten“, erklärte die Schulleiterin. „Die Kinder haben sehr gut mitgemacht und das ein bisschen wie einen ,HSU-Versuch’ gesehen“, sovon Lospichl, die zudem positiv angetan war, dass nur wenige Schüler zuhause blieben. „Von 109 Kindern waren heute 86 da“, erklärte die Schulleiterin. Sie ist guter Dinge, dass sich das Testprozedere in nächster Zeit einspielen wird. Auch von der Lehrerschaft kam positive Rückmeldung: „Man hat nach den Tests, die alle negativ waren, ein besseres Gefühl.“  

Im Vorfeld waren einige Schüler für Schnelltests in der Marienapotheke Schongau angemeldet. Diese hat vor wenigen Tagen eine Teststation in der Altstadt eröffnet.

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