Auch „Schongau belebt“ war am vergangenen Freitag mit einem Stand auf dem Grünen Markt vertreten. Beim Glücksrad gab es Preise von den Fieranten zu gewinnen.
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Auch „Schongau belebt“ war am vergangenen Freitag mit einem Stand auf dem Grünen Markt vertreten. Beim Glücksrad gab es Preise von den Fieranten zu gewinnen.

Bilanz

Schongauer Sommer-Markt: Fieranten sind zufrieden

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Den Grünen Markt in der Schongauer Altstadt wollte Sophia Albrecht, Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau, im Sommer etwas aufpeppen. Ihre Bilanz fällt positiv aus.

Schongau – In den Sommerferien wird es auf dem Grünen Markt in Schongau normalerweise leer. „Die Leute fahren in den Urlaub und kaufen weniger ein, das merkt man schon immer“, sagt einer, der es wissen muss. Als „Eiermann“ ist die Familie Klöck/Hartmann aus Bidingen seit vier Generationen fester Bestandteil des Marktes.

Heuer wollte Sophia Albrecht, Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau im Schongauer Brauhaus, dem „Sommerloch“ etwas entgegensetzen. In Kooperation mit der Stadt Schongau hat sie mehrere Gastfieranten für den Markt in den Ferien gewinnen können. Von Currywurstbude über Marmeladenstand bis zur Hüpfburg für Kinder war etwas mehr als üblich für die Kunden geboten.

Der große Andrang blieb auch heuer aus und war auch gar nicht beabsichtigt. „So konnten wir die Hygiene- und Abstandsregeln gut einhalten“, sagt Daniela Puzzovio, die als zweite Bürgermeisterin Schongaus für die Stadt federführend in das Projekt eingebunden war. Dennoch kamen über den Tag verteilt vergleichsweise viele Menschen auf den Markt. „Es war auf jeden Fall belebter“, heißt es beim Eierstand, der seit kurzem auf Freilandhaltung umgestellt hat. Auch alle anderen Fieranten, mit denen Puzzovio und Albrecht gesprochen hatten, zeigten sich zufrieden. „Gerade die Musik von verschiedenen Künstlern hat eine schöne Atmosphäre geschaffen“, sagt Puzzovio. Auch in den angrenzenden Cafés habe man davon profitiert. Letztendlich könnten alle „ein positives Resümee ziehen“, ist sich Puzzovio sicher, „es war eine schöne Ergänzung“.

Lesen Sie auch: Die Projekte für die Belebung der Stadt Schongau, an denen ein Team um Vizebürgermeisterin Daniela Puzzovio arbeitet, wachsen und gedeihen.

Das sagt die Organisatorin zum Schongauer Sommer-Markt

So sieht das freilich auch Sophia Albrecht: „Für Coronazeiten lief es super. Es ist schön, dass die Menschen das Angebot gut angenommen haben.“ Überhaupt habe man den Zusammenhalt gespürt. Unter anderem möchte sie sich in diesem Zusammenhang bei fünf Pfadfindergruppen bedanken, die abwechselnd eine Hüpfburg für Kinder angeboten hatten. Sie habe außerdem von zwei, drei Fieranten gehört, dass sie auch nach den Ferien gerne ihre Ware auf dem Markt anbieten wollen.

Nur ein Gastspiel hat Gastrokind mit ihren Schongauer Kaffeespezialitäten auf dem Grünen Markt gegeben. Eine willkommene Abwechslung nach längerem Corona-Lockdown, findet Dominik Bliemel. „Es war schön, fröhliche Menschen zu treffen.“ Zusammen mit seiner Freundin und Geschäftspartnerin Dominique Genna ist er sonst eher auf Messen und anderen Events zu finden. Er hofft, dass diese Veranstaltungen nun wieder stattfinden.

Wetter spielte große Rolle bei Zahl der Marktbesucher

Wie viele Menschen auf den Markt kamen, sei auch stark vom Wetter abhängig gewesen, sagt er. Diese Beobachtung haben auch Sophia Albrecht und Daniela Puzzovio gemacht. „An drei Freitagen war es sehr heiß, da zieht es die Leute nicht unbedingt zum Einkaufen.“ Umso schöner sei, dass der letzte Grüne-Sommer-Markttag noch einmal mit schönstem Wetter reichlich Besucher in die Altstadt lockte.

„Man kann auf jeden Fall etwas bewegen“, lautet das Fazit von Sophia Albrecht, die sich durchaus vorstellen kann, die Grüne-Sommer-Markt-Aktion im kommenden Jahr fortzusetzen. Auch seitens der Stadt spricht nichts gegen die Idee. „Dann aber hoffentlich ohne Corona“, hofft die junge Schongauerin.

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