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Freuen sich über gute Zahlen auch zur Kundenzufriedenheit: Das Vorstands-Team der Sparkasse Oberland mit (v.l.) Alexander Schmitz, Thomas Orbig, Michael Lautenbacher und Markus Lanz.

Bilanzjahr nach Fusion

Stabiles Jahr für Weilheim-Schongauer Sparkasse Oberland

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Die Sparkasse Oberland hat mit einer leicht um 100 Millionen auf 2,75 Milliarden Euro gestiegenen Bilanzsumme sowie einem gleichbleibenden Jahresgewinn von 3,4 Millionen das erste vollständige Bilanzjahr nach der Fusion der Vereinigten Sparkassen Weilheim mit der Kreissparkasse Schongau abgeschlossen. 

Weilheim-Schongau – „Ich komme mir etwas eingeengt vor“, scherzte Thomas Orbig und nestelte an seiner Krawatte. Zu seiner Bilanz-Pk-Premiere – im Vorjahr war noch Vorgänger Josef Koch an der Reihe – hatten sich alle vier Vorstandsmitglieder extra die neue Sparkasse-Oberland-Krawatte besorgt, um die Gemeinsamkeit zu betonen. Denn die erhofften Synergie-Effekte der Fusion zeichneten sich bereits jetzt ab und damit viel schneller, als vorher erwartet worden war, so Orbig: „Vor allem im Entstehen einer gemeinsamen Unternehmenskultur, dem Wir-Gefühl gab es viele Fortschritte.“ Als letzte Schritte der Vereinigung seien die gemeinsame Logistik bei Bargeld-Versorgung und Postverteilung, das jetzt in Schongau stationierte Archiv für Kreditakten sowie das gemeinsame telefonische Kundencenter mit Sitz in Peißenberg und 27 Mitarbeitern umgesetzt worden.

Über die schwierigen Rahmenbedingungen mit Zinstief ist schon viel gesagt worden, da kommt Orbig sogar ein seltenes Lob für die Europäische Zentralbank über die Lippen: „Man muss anerkennen, dass Europa aufgrund der sehr niedrigen Zinsen die Banken- und Staatsschuldenkrise gut überwinden konnte.“ Doch in der sich möglicherweise anbahnenden Krise könne man jetzt schlecht reagieren.

Kredite wegen niedriger Zinsen weiter stark gefragt

Weil Kredite wegen der niedrigen Zinsen weiterhin stark gefragt sind, stieg die Summe der Ausleihungen um 120 Millionen auf 1,99 Milliarden Euro – „leider müssen wir korrekt auf zwei Stellen hinter dem Komma runden, sonst hätten wir die zwei Milliarden schon geknackt“, sagte Orbig. Aber sein Kollege Markus Lanz betonte, dass dort das Geschäft jedes Jahr immer noch besser laufe

Das Geldvermögen der Kunden – laut Vorstandsmitglied Michael Lautenbacher seien bereits 70 Prozent aller Konten onlinefähig – betrage 2,95 Milliarden Euro. Wenn nicht die Börsenkurse im Vorjahr abgeschmiert wären, hätte man auch dort die drei Milliarden-Marke bereits geknackt. Bausparen ist weiterhin beliebt, 1200 Verträge wurden 2018 neu abgeschlossen.

Externe Mitarbeiter eingestellt

477 Mitarbeiter hat die Sparkasse Oberland noch, davon 200 in Teilzeit, sowie 43 Auszubildende – damit ist die Zahl fusionsbedingt leicht gesunken, im Jahr zuvor waren es noch 497. Doch das führte zu der ungewohnten Situation, dass man im Vorjahr 20 externe Mitarbeiter neu einstellen musste, allein in diesem Jahr waren es schon wieder acht, so Orbig. „Wir kommen gar nicht hinterher, die eigenen Leute zu entwickeln“, so Orbig. Weil auch viele Azubis im Anschluss noch studieren wollen, sucht die Sparkasse mittlerweile nicht nur Lehrlinge für den Beruf des Bankkaufmannes, sondern auch für IT-Kaufmann, Dialogmarketing und Büromanagement.

Während die Vorlage der Zahlen für Orbig eine Premiere waren, war es für Vorstandskollege Alexander Schmitz eine Verabschiedung: Wie berichtet, wurde der Vertrag des letzten Schongauer Kreissparkassen-Chefs nicht verlängert, weil das Vorstandsgremium ebenfalls schrumpfen soll. Wie waren die Reaktionen auf den ungewohnten Schritt? Gemischt, sagte Orbig: „Manche haben es bedauert, andere gesagt, es ist gut, dass auch in der Führungt Personal abgebaut wird.“ Man werde bis zum Schluss Ende März gut zusammenarbeiten, und Schmitz betonte, dass die Fusion auf jeden Fall der richtige Schritt gewesen sei. Harmonie, passend zur Krawatte.

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