Ob jung oder alt: Bei dem erweiterten Spendenlauf am 31. Juli darf jeder mitmachen. Pfarrer Jost Herrmann (6. v. l.) hofft auf zahlreiche Teilnehmer.
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Ob jung oder alt: Bei dem erweiterten Spendenlauf am 31. Juli darf jeder mitmachen. Pfarrer Jost Herrmann (6. v. l.) hofft auf zahlreiche Teilnehmer.

Die evangelische Gemeinde veranstaltet eine barrierefreie Kirchenrallye zur Spendensammlung

Sponsorenlauf für alle

Am 31. Juli geht es mit einem erweiterten Spendenlauf der evangelischen Kirche einmal kreuz und quer durch das Gemeindegebiet. Das Besondere an diesem Sponsorenlauf: Die Teilnahme ist nicht davon abhängig, wie sportlich man ist. Jeder ist herzlich zum Mitmachen eingeladen – ob im Kinderwagen oder mit dem Rollator.

Schongau - Um das evangelische Gemeindehaus barrierefrei umzubauen und großzügige Jugendräume gestalten zu können, ist die Kirchengemeinde auf Spendengelder angewiesen. „Eine Finanzierung aus eigenen Mitteln ist leider nicht vollständig möglich“, erklärt Pfarrer Jost Herrmann. Aus diesem Grund stecken er und sein Team, zu dem auch der Kirchenvorsteher Thomas Redmann gehört, seit etwa einem halben Jahr in den Planungen für den Spendenlauf.

Allerdings gehe es bei der Aktion nicht nur darum, möglichst viel Geld zu sammeln. „Fundraising muss immer auch Spaß machen und Gemeinschaft fördern“, findet Herrmann. Zudem sei die Rallye auch eine gute Gelegenheit, das eigene Gemeindegebiet mit den dazugehörigen Kirchen besser kennenzulernen.

Selbst mit dem Rollator kann man mitmachen

Damit sich möglichst viele Gemeindemitglieder auf den Weg durch die Region machen, setzen die Veranstalter auf eine modifizierte Version des klassischen Sponsorenlaufs. So sollen neben sportbegeisterten Läufern auch Kinder mit Inline-Skates, Nordic Walker, Radfahrer oder ältere Menschen mit dem Rollator mitmachen können. Je nachdem, welche Option man wählt, gibt es eigene Karten und Routenplanungen. Die genaue Strecke und den Startzeitpunkt plant jeder Teilnehmer selbst.

Auf der insgesamt 64 Kilometer langen Strecke gilt es, die einzelnen Kirchen und Kapellen des Gemeindegebiets zu besuchen. Wie viele tatsächlich angelaufen werden, ist jedem selbst überlassen. An allen Stationen erhalten die Teilnehmer einen Aufkleber in ihren „Kirchenpass“. Außerdem gibt es jeweils eine Frage, die beantwortet werden soll.

20 Euro pro gesammelten Aufkleber

Damit auch Geld bei der Sache gesammelt wird, gilt folgendes Prinzip: Alle Athleten erhalten einen Sponsor, den sie sich entweder selbst suchen oder der ihnen vorab zugeteilt wird. Pro gesammeltem Aufkleber zahlt der Sponsor 20 Euro, die schließlich dem Umbau des Gemeindehauses zugute kommen. „Wir hoffen auf 25 Sponsoren und 25 Teilnehmer“, erzählen Pfarrer Herrmann und Kirchenvorsteher Redmann. Bestenfalls ergeben sich aus dem Sponsorenlauf 2000 Euro, die direkt in die Sanierung fließen können.

Mögliche Sponsoren sind regionale Sportgeschäfte oder andere Firmen, die einen persönlichen Bezug zur evangelischen Kirchengemeinde haben. Die geldgebenden Unternehmen sollen dabei ebenfalls von der Rallye profitieren: „Die Sponsoren und Teilnehmer werden fotografiert und namentlich im Gemeindebrief und auf der Homepage der Kirche erwähnt“, versichert Herrmann. Das diene den Firmen auch als Werbung.

Der gemeinschaftsstiftende Aspekt des Events steht für die Kirche jedoch im Mittelpunkt. Die Veranstalter freuen sich darauf, nach der langen Corona-Pause wieder in Erscheinung zu treten. „Unser Ziel ist es, die Leute hinter dem Ofen hervorzuholen“, so Redmann.

Abgerundet wird der Tag mit einer Andacht am Gemeindehaus und anschließender Siegerehrung. Es ist auch ein kleines Grillfest geplant, das eine Irish Folk- Band musikalisch begleitet. Die Anmeldung zur Kirchenrallye am 31. Juli erfolgt über die Homepage der evangelischen Gemeinde. Sollte das Wetter nicht mitspielen, sind der 18. und 19. September als Ersatztermine angedacht.

THERESA KUCHLER

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