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Das Eisstadion Schongau: Wie geht es damit weiter? 

Diskussion um Zukunft

Stadt: Eisstadion soll beim TSV Schongau bleiben

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Die Stadt Schongau will den Erbpachtvertrag mit dem TSV Schongau um zehn Jahre verlängern, Schongaus größter Sportverein soll also weiterhin für den Betrieb des sanierungsbedürftigen Eisstadions verantwortlich sein. Dieser Wunsch der Stadt wird dem TSV mit einem höheren jährlichen Zuschuss und Versprechen für die Zukunft schmackhaft gemacht.

Schongau – Es ist selten, dass im Stadtrat vor der öffentlichen Sitzung noch ein nichtöffentlicher Tagesordnungspunkt besprochen wird, die Besucher also erst einmal vor verschlossener Tür stehen. Doch am Dienstagabend war das der Fall, und das Thema war auch heikel: Es ging um den Erbpachtvertrag für das Eisstadion mit dem örtlichen TSV. Zuerst diskutierten die Stadträte intern mit dem TSV-Vorsitzenden Ralf Konstantin und seiner Stellvertreterin Angie Haberstock, nach einer halben Stunde war dann die Öffentlichkeit zugelassen.

Die hörte zunächst von Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD), dass das Stadion sich im Eigentum des TSV befinde, allerdings wegen des auslaufenden Erbpachtvertrags an die Stadt zurückfallen könnte. „Das wollen wir verhindern“, sagte Sluyterman deutlich. Denn die Eislaufabteilung, die das Stadion betreibe, mache das vorbildlich, außerdem gebe es bei städtischem Besitz keinerlei Zuschüsse – würde der TSV den Antrag für die dringend nötige Sanierung des maroden Kabinentrakts stellen, wären 30 Prozent Zuschuss drin. Die Entscheidung fällt am 26. Juni bei der Delegiertenversammlung des TSV Schongau, und Sluyterman lockte die Verantwortlichen schon einmal vorab mit dem Angebot, den jährlichen Zuschuss von 65 000 auf 85 000 Euro zu erhöhen.

Ob das dem TSV ausreicht? Konstantin schilderte, dass der komplette Betrieb des Eisstadions ehrenamtlich geleistet werde, kein Helfer bekomme eine Entschädigung. „5000 Stunden werden dafür pro Jahr aufgewendet, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.“ Ohne diesen Einsatz wäre es viel teurer – das weiß natürlich auch die Stadt. Wegen des komplizierten Beihilferechts darf das jährliche Betriebskostendefizit von 20 000 Euro auch nicht vom Hauptverein ausgeglichen werden, „das würde unsere Gemeinnützigkeit gefährden. Aber aus diesem Grund können wir im Stadion auch nicht investieren“, so Konstantin. Dazu komme, dass der Vorstand persönlich wegen Fahrlässigkeit hafte. Deshalb stellte er Forderungen, was kurz- und mittelfristig passieren müsse, nämlich neben der Sanierung auch zahlreiche andere Reparaturen sowie die Erstellung und Umsetzung eines Energie-Effizienzkonzepts.

„Das Eisstadion ist enorm wichtig, und wir sind froh über den ehrenamtlichen Betrieb“, lobte Friedrich Zeller (SPD). Die Arbeistetilung „Betrieb durch die EAS und die Stadt springt bei Not am Mann finanziell ein“ habe sich bewährt, man habe den TSV da nie im Stich gelassen. Auch das Stadiondach sei seinerzeit zu 100 Prozent von der Stadt bezahlt worden. Er fände es gut, wenn es so weiterläuft, so Zeller.

Auch Michael Eberle (CSU) war dieser Meinung, doch ihm war wichtig: „Es muss klar sein, dass die notwendigen Investitionen getätigt werden, das muss bindend sein. Und zwar nicht wie bei anderen Anträgen mit einem Investitionszuschuss von zehn oder 20 Prozent.“

Auch die UWV stand hinter der Erbpacht-Verlängerung, doch Stephan Hild machte klar, dass für die Sanierung ein deutlicher siebenstelliger Betrag notwendig werde; das müsse allen klar sein. Sluytermans Vorschlag, im Beschluss festzuhalten, dass die Stadt Zuschüsse für die notwendigen Maßnahmen gewähre und auch den laufenden Zuschuss im Gegenzug zur Einsicht in Ein- und Ausgaben erhöhe, wurde einstimmig angenommen. Jetzt liegt es in der Hand der TSV-Delegierten.

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