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Schongau: Stadt erlässt vorsorglich Böller-Verbot

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Von: Elke Robert

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In der gesamten Schongauer Altstadt darf auch heuer nicht geböllert werden. Das Verbot wurde vorsorglich erlassen, falls noch jemand Feuerwerkskörper hat.
In der gesamten Schongauer Altstadt darf auch heuer nicht geböllert werden. Das Verbot wurde vorsorglich erlassen, falls noch jemand Feuerwerkskörper hat. © Stadt Schongau

Auch in diesem Jahr hat die Stadt wieder ein Böllerverbot erlassen – hauptsächlich für die Altstadt, nördlich bis zur Bücherei sowie auf dem Schloßberg. Es geht um vorbeugenden Brandschutz. Das Abbrennverbot wurde ausgesprochen, falls jemand sich trotz Feuerwerksverkaufs-Verbots eingedeckt hat.

Schongau – Dass es an Silvester auch heuer kein großes Feuerwerk geben kann, lässt sich in den aktuellen Corona-Regelungen nachlesen. Wie schon im Vorjahr, dürfen keine Feuerwerkskörper verkauft werden. Auch ist das Böllern auf öffentlichen Plätzen untersagt. Wer nun aber vielleicht noch einen Vorrat an Feuerwerkskörpern im Keller hat oder sich diese irgendwo in Nachbarländern besorgt, sollte trotzdem darauf achten, wo er diese zündet.

Schutz von Gesundheit und Gebäuden

Vorsorglich hat die Stadt Schongau wieder eine Allgemein-Anordnung veröffentlicht: Am 31. Dezember und 1. Januar dürfen wie sonst auch in verschiedenen Bereichen der Stadt keine Silvesterraketen, Böller oder andere pyrotechnischen Gegenstände entzündet werden – vor allem, damit nicht die Feuerwehr ausrücken muss.

Böllerverbot gilt wie immer für gesamte historische Altstadt

Das Böllerverbot gilt für die gesamte historische Altstadt einschließlich des östlichen und westlichen Stadtgrabens sowie des Sonnengrabens. Mit geschützt ist im Norden der Schwanenweiher inklusive Bücherei am Münztor sowie die Burgwiesen am Schloßberg. Wer sich nicht daran hält, für den kann es teuer werden: Bußgelder bis zu 5000 Euro können verhängt werden.

Komplettes Verbot rechtlich nicht möglich

Im vergangenen Jahr hatte Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman schon bedauert, dass man ein Feuerwerk nicht so einfach im kompletten Stadtgebiet verbieten könne. Auch im Kreisausschuss wurde diskutiert. „Ein gesamtes Böllerverbot ist rechtlich nicht möglich“, erklärt Martin Kessler vom Schongauer Bürgerservice. Weit abseits der Böllerverbotszone auf seinem eigenen Grundstück zu zündeln, bleibe Privatsache. „Aber einige Gemeinden haben appelliert, insgesamt auf Feuerwerk zu verzichten“, so Kessler, auch wegen der Verletzungsgefahr. 2020 hatte das Verwaltungsgericht Augsburg ein von der Stadt Augsburg erlassenes flächendeckendes Feuerwerksverbot gekippt.

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