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Bisher gibt‘s bei Goldenen Hochzeiten nur Sekt als Geschenk der Stadt: Im Bild vom Dezember Cordula und Falk Sluyterman (rechts) mit dem Jubelpaar Erna und Josef Süß.

Stadt ändert Geschenke-Ordnung

Nicht nur Sekt und Wein als Geschenk

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Nicht jeder Jubilar freut sich über eine Flasche Wein der Stadt Schongau. Deshalb wurde die Möglichkeit für individuelle Präsente geschaffen.

Schongau – Wenn Bürgermeister Falk Sluyterman oder sein Stellvertreter Tobias Kalbitzer bei Geburtstagsjubiläen oder Goldenen Hochzeiten auftauchen, haben sie stets Präsente der Stadt dabei. Was sie verschenken, ist seit einem Stadtratsbeschluss 2002 allerdings streng geregelt. Demnach gibt es bei einem 70. und 75. Geburtstag eine Glückwunschkarte, bei 80. und 85. Geburtstagen kommt zur Karte noch eine Flasche Wein obendrauf, und bei 90., 95. und 100. Geburtstagen kommt noch ein Blumenstrauß hinzu. Bei Jubiläen von Goldener Hochzeit aufwärts ist als Präsent eine Flasche Sekt vorgeschrieben.

Doch diese strikten Vorgaben waren nicht jedermanns Sache, sagte die städtische Geschäftsleiterin Bettina Schade im Stadtrat. „Im Altenheim beispielsweise ist Alkohol unerwünscht“, sagte sie. Vor allem verhindere die Festlegung persönlichere Geschenke an die Jubilare, was sich oft anbieten würde. Deshalb schlug Schade vor, einen festen Maximalbetrag festzulegen, was das städtische Präsent kosten darf. Sie schlug vor, bei 80. und 85. Geburtstagen eine Höchstsumme von zehn Euro auszugeben, ab dem 90. Geburtstag 20 Euro, und bei Goldenen Hochzeiten aufwärts wären es 30 Euro. Allein bei den Geburtstagen seien es rund 40 bis 50 pro Jahr. So habe es im Vorjahr 36 Mal einen 90. Geburtstag gegeben, 9 Mal einen 95. Geburtstag und sogar einen 100.

Der Vorschlag stieß auf breite Zustimmung. „Ich begrüße das sehr, denn statt Alkohol kann man beispielsweise auch unsere Schongauer Schokolade verschenken“, sagte Bettina Buresch (ALS). Auch Michael Eberle (CSU) fand es gut, wenn die Geschenke-Auswahl individueller wird. „Solange man nicht die Flasche Wein ganz kürzt, um den Haushalt zu sanieren“, merkte er an – das hatte er bei der großen städtischen Finanzkrise nach dem Verkauf der Haindl-Papierfabrik auch schon erlebt.

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