Sind schon angemeldet: (v.l.) „Stadtradeln“-Koordinator Alexander Erhard, Schongaus Geschäftsleiterin Bettina Schade und Bürgermeister Falk Sluyterman vor der Fahrradgarage des Rathauses.
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Sind schon angemeldet: (v.l.) „Stadtradeln“-Koordinator Alexander Erhard, Schongaus Geschäftsleiterin Bettina Schade und Bürgermeister Falk Sluyterman vor der Fahrradgarage des Rathauses.

Ab in den Sattel

Stadtradeln: Schongau will die 100 knacken

  • Katrin Kleinschmidt
    VonKatrin Kleinschmidt
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Keine Parkplatzsuche, frische Luft um die Nase und Bewegung: Es gibt viele gute Gründe, auf das Fahrrad zu steigen. Beim „Stadtradeln“ kommt ein weiterer dazu: Jeder gefahrene Kilometer zählt, um beim Wettbewerb ein gutes Ergebnis zu erzielen. Die Stadt Schongau nimmt zum zweiten Mal teil.

Schongau – Fahrrad an Fahrrad reiht sich in der kleinen Garage. Sorgfältig entlang der rechten Seite aufgestellt. Fast alle der neun Plätze an den Radständern sind besetzt. Schongaus Rathausmitarbeiter nutzen das Angebot gut, ihre Radl sicher unterstellen zu können – und dafür auf das Auto zu verzichten. „Dem Bürgermeister ist das ein Anliegen“, sagt Alexander Erhard, Mitarbeiter in der Verwaltung. Immerhin ist Fahrradfahren gesund und umweltschonend. Kein Wunder, dass die Stadt Schongau sich auch heuer an der Aktion „Stadtradeln“ beteiligt. Dabei wird vom 19. Juni bis 9. Juli wieder fleißig gestrampelt, um möglichst viele Kilometer zu sammeln.

Im vergangenen Jahr nahm Schongau erstmals an dem deutschlandweiten Wettbewerb teil. Dabei können sich alle Interessierten anmelden und in einem vorgegebenen Zeitraum von 21 Tagen ihre zurückgelegten Kilometer melden. Ziel ist es, dass Teilnehmer ihr Auto stehen lassen und die Vorzüge vom Radfahren kennenlernen. Zudem sollen sich auch explizit Kommunalpolitiker beteiligen, um zu sehen, an welchen Stellen das Radnetz noch verbessert werden kann.

In Schongau waren im vergangenen Jahr 37 Teilnehmer registriert, nun sollen es viel mehr werden

In Schongau registrierten sich bei der Premiere im vergangenen Jahr 37 Teilnehmer, die 7238 Kilometer meldeten. Heuer ist das Ziel höher gesetzt: „Wir wollen die 100-Teilnehmer-Marke knacken“, sagt Erhard, Koordinator des Schongauer Stadtradelns. Die Chancen stehen gut: Bis Sonntag waren bereits 84 Menschen registriert.

Für Schongau kann starten, wer dort wohnt, arbeitet, ehrenamtlich tätig ist, eine Kita oder Schule besucht – die Eltern der Kinder dürfen auch mitmachen – oder einem Verein angehört. Alle Kilometer, die für Schongau gesammelt werden, „zählen zum Landkreis“, erklärt Erhard.

Schongau kann sich mit Peiting oder Peißenberg messen

Schongau bekommt trotzdem seine eigene Auswertung – und kann sich somit mit anderen teilnehmenden Gemeinden wie Peiting oder Peißenberg messen. Innerhalb der Stadt werden weitere Teams gebildet. Das Rathaus zum Beispiel stellt eins, ebenso die Pfaffenwinkel-Realschule. Bei Letzterer deutet sich schon an, dass dort besonders fleißig geradelt wird: Mehr als 30 Teilnehmer, also fast die Hälfte sind derzeit für sie angemeldet. „Sie ist wirklich gut vertreten“, lobt Erhard. Für Kitas und Schulen wird es auch eine eigene Auswertung geben, wer die meisten Kilometer schafft. „Als Ansporn.“.

Wer sich noch keiner bestehendem Gruppe zugehörig fühlt und keinen hat, der mit ihm Kilometer sammeln möchte, für den gibt es ein offenes Team, dem jeder beitreten kann. „Niemand muss allein fahren“, betont der Rathausmitarbeiter. Welches Rad man besitzt, ist obendrein egal. „Es zählt jeder Kilometer, egal ob auf einem Mountainbike oder auf einem E-Bike.“

Anmeldung über das Internet

Die Anmeldung für das Stadtradeln ist über das Internet möglich. Das Melden der Kilometer ebenfalls. Über die entsprechende App kann die Tour sogar aufgezeichnet werden, sodass die Kilometer automatisch erfasst werden. Wer kein Internet hat, kann sich an Erhard wenden. Er schickt dann ein Anmelde-Formular zu und trägt auch die erzielten Kilometer ein. Ob online oder nicht – bis 16. Juli müsse alle Daten vorliegen, sonst können sie nicht mehr berücksichtigt werden.

Aber Ziel ist es natürlich, dass das muntere Radeln auch nach dem Wettbewerb weitergeht. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass das Rad ein super Fortbewegungsmittel ist“, sagt Erhard. Und dazu motivieren, „das Auto so oft es geht stehenzulassen. Egal, ob privat oder beruflich“.

Die Anmeldung

für das „Stadtradeln“ ist online unter www.stadtradeln.de/schongau möglich. Wer kein Internet hat, kann Rathaus-Mitarbeiter Alexander Erhard telefonisch (08861/214139) kontaktieren. Er steht auch per E-Mail (Erhard.Alexander@Schongau.de) zur Verfügung.

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