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Die neue Grundschule ist schon weit vorangeschritten, auch wenn wegen der Insolvenz des Fassadenbauers derzeit wenig passiert. Doch laut Stadt könne man den Zeitverlust auffangen, auch der Koste nrahmen passe. Links die drei neuen Module, hinter die Turnhalle. Rechts hinten der bestehen bleibende Y-Bau.

Stadtrat Schongau

Zwei-Klassen-Gesellschaft? Kuriose Debatte über Schulmöbel

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Eigentlich ging es in der Stadtratssitzung nur um die Information zur Möblierung der neuen Grundschule. Das artete jedoch kurioserweise in eine Debatte über Zwei-Klassen-Gesellschaften bei Schülern aus.

Schongau – Stadtbaumeister Sebastian Dietrich wollte nur mitteilen, dass derzeit die Ausschreibung für die Möbel der neuen Grundschule erfolgt, weil wegen der dann startenden gebundenen Ganztagsbetreuung andere Möbel gefragt sind als jetzt. „Die Möbel erfüllen neueste ergonomische und arbeitsmedizinische Anforderungen“, so Dietrich. So seien die Stühle beispielsweise über Rasterelemente an die Entwicklungsstufe jeden Schülers anpassbar, sie wachsen quasi mit. Die bestehenden Möbel würden weiterhin, soweit möglich, etwa beim Werken und Textilem gestalten sowie der Mittagsbetreuung zum Einsatz kommen.

Gregor Schuppe (ALS) war es schließlich, der die Debatte ins Rollen brachte. Er wollte wissen, wie die Raumaufteilung in der künftigen Schule ist und ob es künftig Klassenzimmer mit zwei Kategorien an Möbeln gibt. „Das ist richtig“, bestätigte Dietrich. In den drei neuen Modulen kommen die neuen Möbel zum Einsatz, im bestehen bleibenden Y-Bau die bisherigen Stühle und Tische. „Das war nicht enthalten, das ist auch mit der Schule so besprochen.“

Da geplant ist, dass vier Jahrgangsstufen in einem Modul unterrichtet werden, gebe es künftig Schüler, die ihre gesamte Grundschulkarriere nur im Altbau mit bestehenden Möbeln unterrichtet werden, folgerte Schuppe. „Richtig. Es war die Entscheidung des Stadtrats, den Y-Bau bestehen zu lassen, das ist die Konsequenz daraus“, so Dietrich. Wobei nicht zwingend die Jahrgangsstufen 1 bis 4 in einem Modul unterrichtet werden müssten. Man könne das auch anders organisieren, etwas alle 4. Klassen in den Altbau schicken. „Es liegt an der Schule, wie das gemacht wird“, so Dietrich.

Ilona Böse (SPD) hätte gerne wenigstens die alten Stühle ersetzt, doch da platzte Michael Eberle (CSU) der Kragen: „Wir jammern auf hohem Niveau. Wir haben dort Möbel, über die wären andere froh und glücklich. Dauernd wird geklagt, dass der erst 20 Jahre alte Y-Bau nicht abgerissen wurde.“ Jetzt sei die Debatte über eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den Grundschülern in der Welt, da werde man von den Eltern noch einiges hören. Dietrich betonte, man habe auch im Bestand Möbel, die modernen Anforderungen gerecht werden. Doch Eberle schwante Böses: „Spätestens in einem Jahr werden wir über die Neu-Möblierung auch des Y-Baus sprechen“, prophezeite er.

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