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Kurz vorher haben sie sich zum ersten Mal gesehen: Daniel Blum und seine Braut Michelle bei der SAT 1-Hochzeit auf Schloss Teutschenthal.

Schongauer bei SAT 1-Show

Statt Flitterwochen ging’s gleich nach Schongau

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Der Schongauer SPD-Ortsvorsitzende Daniel Blum hat sich bei einer SAT 1-Show verheiraten lassen - ohne seine Braut vorher gesehen zu haben. Im zweiten Teil gab‘s viele Küsse und noch mehr Nervosität.

Schongau – Einen jungen Mann zu beobachten, wie er mit gefalteten Händen vor dem Standesamt hin und hertigert, fast berstend vor Nervosität, während ihn die Hochzeitsgäste von innen durch die Glastür beobachten können – es war eine der skurrilsten Szenen am Sonntagabend bei der SAT 1-Sendung „Hochzeit auf den ersten Blick“, bei der der Schongauer SPD-Ortsvorsitzende Daniel Blum (29) die Frau fürs Leben gesucht hat.

Nach der Vorgeschichte in der Woche zuvor stand jetzt die Hochzeit auf dem Sendeplan, die Berichte setzen vier Stunden vor der Trauung in Schluss Teutschenthal (Sachsen-Anhalt) ein. Das Brautpaar, das sich vorher noch nie gesehen hat, ist völlig durch den Wind: Die 28-jährige Michelle aus Tuttlingen hat Angst, dass ihr Ehemann bei der Frage aller Fragen „Nein“ sagt oder wegläuft und kämpft mit Übelkeit und Magenschmerzen, Blum braucht unbedingt ein Tüchlein gegen seine verschwitzten Hände: „Ich hoffe, ich bringe ein Wort raus vor Nervosität.“

Unterdessen treffen sich vor dem Schloss die Familien der beiden das erste Mal. Sogar Blums Vater Karl-Heinz, der gedacht hat, „das muss zum Scheitern verurteilt sein“, lässt sich vom Ambiente und der festlichen Stimmung mitreißen: „Das kann nur klappen“, ist er sich sicher.

Schließlich traut sich Blum, der nach eigenen Worten „von Gefühlen und Emotionen überschüttet“ ist, doch noch in den Hochzeitssaal und wartet dort auf seine Braut. Als sie in ihrem traumhaften Kleid hereinkommt, entfährt ihm ein „Wow“. Eine Umarmung beim ersten Treffen, dann stehen beide etwas verloren da – sie einen guten Kopf kleiner als der auch nicht riesige Blum. „Ein toller Mann“, wird Michelle später in die Kamera sagen, „er hat mir das Gefühl gegeben, dass ich mich bei ihm wohlfühlen kann.“

Die Standesbeamtin macht einen kleinen Scherz („normalerweise erzähle ich immer, wie sich das Brautpaar kennengelernt hat“), während beide Händchen halten, danach küsst sich das Paar – wobei sie erst vorsichtig fragt und er zuvor noch gesagt hat, dass ihm eine Umarmung auch reichen würde. „Es hat alle Erwartungen übertroffen“, sagen beide überwältigt, ehe es in der Pferdekutsche zur Hochzeitsfeier geht. Das Paar turtelt vor der Kamera wie Frischverliebte, küsst sich immer wieder, Blums Oma wird kurz eingeblendet („so ein nettes Mädel“) – der Start in die Ehe ist gelungen. „Es ist, als ob ich ihn schon Jahre kenne“, sagt Michelle – auch wenn Blum ihre Kuschelversuche in der Hochzeitsnacht nicht erwidert, weil er „wie eine Mumie“ im Bett lag. Die SAT 1-Psychologen haben ein gutes Gefühl, konstatieren aber auch: „Sie sucht körperliche Nähe, er hat noch Hemmungen.“

Um die abzubauen, wären normalerweise die Flitterwochen da. Die müssen allerdings ausfallen, denn Blum hat nicht freibekommen. Dafür überreicht er Michelle seinen Wohnungsschlüssel und nimmt sie gleich mit nach Schongau, wo sie über die ordentliche Wohnung des Junggesellen staunt, während Blum überrascht ist, dass Michelle einige paar Schuhe dabei hat. „Man muss schauen, wie es sich entwickelt und daran arbeiten“, sagt Blum gegen Ende der Folge – und die kurze Vorschau auf die letzte Folge am kommenden Sonntag um 17.30 Uhr verheißt nichts Gutes. 

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