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Eine Sternsinger-Gruppe aus Schongau bei ihrer Aussendung durch Stadtpfarrer Norbert Marxer (links). 

Von Haus zu Haus unterwegs

Sternsinger leisten wertvollen Beitrag

In den nächsten Tagen ziehen die Sternsinger wieder von Haus zu Haus, um den Bewohnern den Segen zu Weihnachten zu bringen und Spenden für bedürftige Kinder zu sammeln. An der landesweiten Aktion beteiligen sich auch die Pfarreien im Schongauer Land wieder, darunter auch die Schongauer Pfarreiengemeinschaft.

Schongau– In den Schongauer Pfarrheimen kamen die Kinder, die sich heuer an der Sternsingeraktion beteiligen, schon vor einigen Wochen zusammen. Dort wurden sie rechtzeitig auf ihre wichtige Aufgabe vorbereitet. Dazu gehörte natürlich, dass sie die prächtigen Gewänder anprobierten und, wichtiger noch, dass ihnen vor Augen geführt wurde, warum sie überhaupt von Haus zu Haus ziehen.

Unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ sammeln die Sternsinger am heutigen Donnerstag, 4. Januar, am Freitag, 5. Januar, und am Samstag, 6. Januar, in Schongau Geld für verschiedene Hilfsprojekte. Die Einnahmen aller Sternsinger werden zentral an das Kindermissionswerk gegeben, von wo aus die Spenden dann an spezielle Projekte weiterverteilt werden. Dabei wird vor allem in Bildungschancen für bedürftige Kinder investiert, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

„Es ist wichtig, dass die Kinder wissen, was mit den Spenden passiert“, meint Stadtpfarrer Norbert Marxer. Zur Vorbereitung haben sich die Sternsinger dieses Jahr mit der Kinderarbeit in Indien beschäftigt. Das Thema habe die Kinder sehr bewegt und auch noch einmal zur Motivation beigetragen, weiß Marxer.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Sternsinger ist es, den Segen zu Weihnachten in die Häuser zu bringen. Dazu wird mit Kreide der Spruch „20*C+M+B+18“ auf der Haustüre angebracht. Anders als oft vermutet, steht dieser aber nicht einfach nur für „Caspar, Melchior, Balthasar“, sondern hat eine tiefere Bedeutung. Marxer weist darauf hin, dass „die Buchstaben für den lateinischen Spruch ‚Christus mansionem benedicat’ stehen, was so viel bedeutet wie ,Christus segne dieses Haus’“.

Am Dienstag wurden die Sternsinger in der Kirche Verklärung Christi von Pfarrer Norbert Marxer feierlich ausgesandt. Er freut sich, dass sich „wieder so viele Kinder beteiligen“. Im Sinne des ökumenischen Gedankens, waren auch Kinder der evangelischen Gemeinde eingeladen, bei den Sternsingern mitzumachen. Für ihr Engagement bedankt sich Marxer auch bei den zahlreichen Begleitpersonen, oft selbst ehemalige Sternsinger, Ministranten und Eltern.

Drei Tage lang sind die Sternsinger in Schongau unterwegs. „Zwar ist das auch oft anstrengend, aber die Kinder machen es gerne und freuen sich, Sternsinger sein zu dürfen“, weiß Marxer. Zum Dank für ihr Engagement bekommen die Kinder bei einigen Haushalten auch Süßigkeiten überreicht, die sie behalten dürfen. Außerdem werden die Sternsinger hin und wieder eingeladen, sich kurz im Haus aufzuwärmen oder werden sogar zum Mittagessen aufgenommen. Marxer freut sich über dieses Entgegenkommen der Bevölkerung.

Zum Abschluss werden die Sternsinger am Sonntag, 7. Januar, im Gottesdienst in der Kirche Mariae Himmelfahrt noch einmal empfangen. Danach gibt es eine Brotzeit, mit der sich die Pfarreiengemeinschaft bei ihren Sternsingern bedanken möchte.

Elena Siegl

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