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„Sternsinger to go“ in Schongau: Den Segen selbst abholen

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Von: Elke Robert

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Ein Bild aus vergangenen Tagen: Die Sternsinger in der alten Geschäftsstelle der Schongauer Nachrichten an der Münzstraße. Auch heuer gibt es die Spendenaktion wieder nur „to go“, hat die Pfarreiengemeinschaft entschieden.
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Die Sternsinger in der alten Geschäftsstelle der Schongauer Nachrichten an der Münzstraße. Auch heuer gibt es die Spendenaktion wieder nur „to go“, hat die Pfarreiengemeinschaft entschieden. © Herold/Archiv

„Gesund werden, gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit.“ Unter diesem Motto steht in diesem Jahr die Sternsingeraktion. In Schongau hat man entschieden, dass die Kinder auch heuer wieder nicht von Haus zu Haus gehen dürfen. Ab dem 3. Januar liegen aber „Segenspäckchen“ aus.

Schongau – Im ersten Corona-Jahr hatte man sich für die Sternsingeraktion 2021 der Pfarreiengemeinschaft Schongau kurzfristig überlegt, dass die Kinder dennoch Spenden sammeln gehen. „Sternsingen, aber sicher“ hieß es vor einem Jahr, die Sternsinger sollten nicht einfach von Haus zu Haus ziehen, sondern nur mit Voranmeldung gezielt einen Haushalt besuchen. Kurzfristig war dann auch dieses abgesagt worden.

Wieder keine als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder

Und wie wird das für die Sternsingeraktion 2022 gehandhabt in Schongau? „Weil es mit Corona nicht besser geworden ist, sondern eher schlimmer, dürfen die Kinder wieder nicht gehen“, bedauert Elli Turner, Pfarrsekretärin der Pfarreiengemeinschaft. Man habe sich aus Sicherheitsgründen schon vorab dazu entschieden, die Spendenaktion erneut mit einem anderen Konzept zu organisieren, nämlich als „Sternsingeraktion to go“. Die Segenswünsche C+M+B („Christus mansionem benedicat“, Christus segne dieses Haus) bringen demnach nicht als die Heiligen Drei Könige verkleidete Kinder. Ab dem heutigen 3. Januar liegen in den beiden Kirchen Mariae Himmelfahrt und Verklärung Christi kleine Tütchen aus.

„Segenspäckchen“ liegen ab heute in den Kirchen aus

Die „Segenspäckchen“ enthalten Kreide, Weihrauchkegel, einen Segensaufkleber sowie Informationen zur Spendenaktion und ein Haussegensgebet. So können die Gläubigen auch ohne den persönlichen Besuch der Sternsinger selbst den Segen über ihr Haus oder über ihre Wohnung sprechen, heißt es im aktuellen Pfarrbrief. Die Kirchen sind den ganzen Tag geöffnet, man kann sich das Säckchen für den Segen also jederzeit holen. In beiden Kirchen können dann die Spendensäckchen für die Aktion Dreikönigssingen des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ auch wieder in den Opferstock geworfen werden.

Keine einheitliche Regelung im Bistum

„Die Kinder sind natürlich enttäuscht, aber es hat keinen Sinn“, so Turner, „die Kinder wären sicher wieder dabeigewesen“. Traditionell bringen in Schongau rund um den 6. Januar fünf bis sechs Gruppen mit jeweils fünf Kindern den Segen von Haus zu Haus, etwa 60 Kinder insgesamt, wie Turner schätzt. Eine einheitliche Regelung, wie das heuer im Bistum gehandhabt wird, gebe es nicht. Jede einzelne Pfarrei entscheide dies also für sich – auch je nach Corona-Lage vor Ort.

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