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Demo-Profi: Irmgard Schreiber-Buhl.

Am Freitag

Strabs-Demo zieht von Schongau nach München um

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Die Strabs-Demos in Schongau hatten großen Bekanntheitsgrad erlangt, jetzt geht es weiter nach München mit einer Freitagsdemo am 28. September.  Die Fäden hat auch diesmal wieder die Schongauerin Irmgard Schreiber-Buhl in der Hand.

Schongau/München– Irmgard Schreiber-Buhl organisiert die Demo nicht nur,  sondern tritt auch offiziell als Demoleiterin auf. „Wir wollten schon immer in München demonstrieren, das war schon immer unser Plan“, freut sich die Schongauerin. Als Redner treten MdL Bernhard Pohl (Kaufbeuren), Bezirksrätin Christine Degenhart (Rosenheim) und Rosmarie Brosig, Allianz gegen Straßenausbaubeiträge in Bayern (Gilching), aufs Podium. Außerdem sind verschiedene Vertreter von bayerischen Bürgerinitiativen angefragt worden, die die jeweilige Situation vor Ort schildern sollen.

„Ich habe die Demo beantragt, jetzt kam der Bescheid“, erzählt Schreiber-Buhl. Demonstriert wird von 12 bis 13 Uhr am Marienplatz. Die Schongauerin hofft natürlich auf möglichst viele Mitstreiter. Allein über 170 Bürgerinitiativen ist der Aufruf zur Demo verbreitet worden. „Wir wollen vor der Wahl ein Zeichen setzen, dass die Rückwirkung, so wie sie die CSU beschlossen hat, für uns nicht in Ordnung ist“, erklärt die Aktivistin.

Die konkrete Forderung der Demonstranten: „Straßenausbaubeiträge rückwirkend zum 1. Januar 2014 abschaffen und Schluss mit Erschließungsbeiträgen für alte Straßen.“ Straßen, die älter als 25 Jahre sind, sollen nicht mehr als Erschließung abgerechnet werden können, und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2018. Über Hunderttausenden von Straßenanliegern in Bayern schwebe das Damoklesschwert der Straßenersterschließungsbeiträge (Strabs). Bis zum 1. April 2021 würden in zahlreichen bayerischen Kommunen viele Anlieger kurz vor Torschluss noch einmal kräftig zur Kasse gebeten. Sie bezahlen 90 Prozent der Straßenausbaubeiträge für Straßen, die schon vor Jahrzehnten ausgebaut, aber nicht nach einer bestimmten DIN-Norm. In Weiden gibt es nach der Information Schreiber-Buhls alleine 90 solcher „Risikostraßen“, in Rosenheim 77, und in Kaufbeuren will die Stadt den Ausbau von 41 Straßen abschließen und die anliegenden Bürger zur Kasse bitten. Schreiber-Buhl: „Auch enthält das CSU-Gesetz noch keine Finanzierung.“

Wer aus dem Raum Schongau mit nach München fahren möchte, kann sich über ein gemeinsames Bayernticket der Demo kostengünstig anschließen. Wer sich aktiv am Demo-Aufbau beteiligt, kann folgende Verbindung nehmen: Schongau ab 9.04, in Weilheim ab 9.49 Uhr. Ab Hauptbahnhof München um 10.37 Uhr S 1 Richtung München Ost. Ankunft Marienplatz um 10.40 Uhr. Wem das zu früh ist, nimmt die gleiche Verbindung genau eine Stunde später. Treffpunkt jeweils zehn Minuten vor der Zugabfahrt. Die Demo-Aufstellungsfläche ist auf dem Münchner Marienplatz links von der Mariensäule.

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