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Tolle Stimmung am Marienplatz Schongau.

Street-Food-Festival in Schongau

Feinschmecker trotzen jedem Wetter

Mehrere tausend Besucher lockte am Wochenende das vierte Street-Food Festival auf den Marienplatz. Dabei wurden nicht nur Musik und Leckereien angeboten, auch das Wetter hielt in den drei Tagen gleich mehrere Variationen bereit.

Schongau Los ging es am Freitag. Waren es am Nachmittag zunächst nur Vereinzelte, die schon mal von den gebotenen Schmankerl kosten wollten, strömten gegen 18 Uhr, nach Feierabend, die Besucher in die Innenstadt. Denn milde Temperaturen machten die „Winteredition“ des Festivals, präsentiert von der Autohaus Heuberger GmbH in Bernbeuren und Füssen, fast schon zum vorfrühlingshaften Ereignis im Spätherbst. Das ermöglichte den Fans der Veranstaltung, die laut Veranstalter aus einem Umkreis von bis zu 50 Kilometern angereist waren, sowohl den Genuss von Glühwein oder heißen Cocktails, als auch den ungetrübten Genuss ohne kalte Hände von Icebananas. DJ Roberto legte zudem den ganzen Abend über Dance und Elektronic auf und sorgte so für gute Stimmung.

Die Besucher ließen sich die Leckereien schmecken.

„Alle Anbieter waren am Freitag absolut zufrieden“, sagte Phillip Sebastian, Organisator des Street-Food Festivals. Da könne man auch einen etwas schlechteren Tag verkraften, so der 35-Jährige Peißenberger. Und meinte damit den Samstag, der sich mit Regen und Wind einfand und sich nasskalt und durchaus herbstlich präsentierte. Die dicken Jacken hoch geschlossen und mit Mützen und Kapuzen geschützt, dauerte es dann am Samstagabend doch wesentlich länger, bis die ersten Gäste eintrafen. Auch am Nachmittag hatten sich viele nur schnell mal etwas von den Foodtrucks und -ständen geholt, wie beispielsweise einen Burger, Mexikanisches Essen oder Raclette. Unter dem aufblasbaren Zelt fand man vor dem Regen doch einigermaßen Schutz und Platz auf den bereitstehenden Bierbänken und Tischen. Ungeachtet der durchkriechenden Kälte spielte die Party- und Coverband „Sound Cocktail“ auf der Bühne: Barbara Maurer, Alex Pfanner, Jürgen Prochaska, Tom Fuchs und Markus Fuchs spielten Hits querbeet und sorgten so dafür, dass die Besucher zumindest keine kalten Füße bekamen. Flammkuchen und Patata Loca wärmten von Innen.

Sprichwörtlich „stad“ zeigte sich die Natur am Morgen des Totensonntags. Über Nacht war Schnee gefallen und ließ den Schongauer Marienplatz jetzt tief winterlich im Sonnenlicht strahlen. Das hieß für das Street-Festival auch, dass für diesen gesetzlichen stillen Tag die Musikdarbietungen ausfallen mussten – was aber der Attraktivität der Veranstaltung keinen Abbruch tat. Da ohnehin die Läden an diesem Marktsonntag geöffnet hatten, rundete das kulinarische Angebot auf dem Marienplatz die Aktion der Geschäftsleute ab. Zudem zur winterlichen Atmosphäre Baumstriezel, Lebkuchen und Glühwein geradezu perfekt ins Bild passten.

„Die Winteredition des Street-Food Festival gehört unbedingt auf den Marienplatz“, ist Phillip Sebastian überzeugt, ebenso wie Mitorganisator Dominik Lohrmann aus Schongau. Einzig das Parkplatzproblem sei bei diesem Standort auch für die Anbieter nicht wirklich optimal zu lösen, „die parken sonst wo entfernt“. Die „Sommeredition“, wie sie heuer im Juni stattfand, wolle man aber weiterhin lieber auf dem Volksfestplatz veranstalten, „schon allein wegen des größeren Angebotes an Parkplätzen.

Myrjam C. Trunk

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