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Groß war der Andrang beim jüngsten Street Food-Festival, das direkt am Marienplatz stattfand.

Street Food-Festival

Lieber ausweichen, als für Ärger sorgen

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In wenigen Tagen startet das mittlerweile dritte Street Food-Festival in Schongau. Was viele bedauern, nicht zuletzt die Werbegemeinschaft Altstadt: Besucher müssen sich zum Schlemmen an den Volksfestplatz begeben. Das Konzert auf der Open-Air-Bühne hätte sonst eventuell eine Veranstaltung in der Stadtpfarrkirche gestört.

Schongau– „Wir bedauern, dass das Street Food-Festival nicht in der Altstadt ist, denn wir versprechen uns davon ja auch Frequenz für die Fußgängerzone.“ Franz Köpf, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Altstadt bezieht klar Stellung. Über Gerüchte zur Verlegung der Veranstaltung vom 2. bis zum 5. Juni an den Volksfestplatz möchte er sich lieber nicht äußern. Philipp Sebastian aus Peißenberg, der das Festival gemeinsam mit dem Schongauer Domenic Lohrmann aufzieht, spielt aber mit ganz offenen Karten. „Da gab es mehrere Faktoren“, so Sebastian. „Ein paar Gastronomen haben sich beschwert, sie würden wegen uns Umsatzseinbußen haben.“ Darüber ist in der Stadt Schongau nichts bekannt, wie Sprecherin Yvonne Voigt betont, im Gegenteil: „Es hat im Vorfeld Gespräche gegeben, ob es Konkurrenz ist oder nicht, und eigentlich waren sich alle Beteiligten einig, dass es auch für die hiesigen Gastronomen eine gute Gelegenheit ist, Werbung zu machen – man kann da auch aufspringen.“

Den Ausschlag, die Veranstaltung an den Volksfestplatz verlegen zu wollen – Sebastian: „Gezwungen hat uns niemand“ –, gab für die Veranstalter dann aber letztlich eine andere Sache: „Wir hätten am Sonntag kein Programm machen dürfen auf der Open-Air-Bühne, weil in der Stadtpfarrkirche ein Konzert stattfindet“, bringt es der Peißenberger Sebastian auf den Punkt. Dort ist ab 19 Uhr die große Orgelnacht geplant – was sich mit dem musikalischen Rahmenprogramm des Street Food-Festivals mit Bands aus dem Oberland eher nicht so gut verträgt. „Bei der Anmeldung haben wir das nicht gewusst“, so Sebastian. Daher seien die Planungen so weit fortgeschritten gewesen, dass man auch nicht mehr zurückkonnte. Weil man aber auch keinen Ärger wollte oder gar auf Konfrontation gehen – schließlich soll die Veranstaltung Zukunft haben – also die Idee, an den Volksfestplatz auszuweichen. Wenn auch mit einem kleinen Bedauern seitens der Veranstalter. „Das letzte Mal waren 7000 bis 8000 Auswärtige da, von denen viele vorher von Schongau nichts gehört hatten, das ist schon auch für die Geschäftsleute interessant.“

Das weiß auch Franz Köpf. Die Werbegemeinschaft Altstadt war beim zweiten Street Food-Festival mit im Boot, und will es auch beim nächsten wieder sein. Im November will man das Schlemmer-Angebot wieder mit dem Verkaufsoffenen Sonntag in Einklang bringen und auf diese Weise zusätzliche Kaufkraft in die Altstadt locken. Nur der Termin steht noch nicht ganz fest. Hatte die Stadt Schongau die Satzung erst für den verkaufsoffenen Sonntag im November geändert und diesen auf den dritten Novembersonntag terminiert, steht dies nun vielleicht wieder an. Denn die Werbegemeinschaft wünscht sich diesmal den vierten Sonntag im November. Je näher dieser Tag an Weihnachten, sprich am Advent, liegt, desto mehr Kunden kommen vielleicht zum Einkaufen. Yvonne Voigt: „Ich gehe davon aus, dass das keine große Angelegenheit ist.“

Für künftige Veranstaltungen gibt sie mit auf den Weg, dass sich jeder über den Online-Kalender der Stadt über anstehende Termine informieren könne und diese dort auch eintragen solle. Dies entbinde zwar nicht davon, sich alles ordnungsgemäß genehmigen zu lassen, aber zumindest verhindere dies Missverständnisse.

Info:

Das dritte Street Food-Festival ist vom 2. bis zum 5. Juni am Volksfestplatz in Schongau. Beginn ist am Freitag ab 17 Uhr, an den anderen Tagen ab 11.30 Uhr. Über 15 verschiedene Schlemmer-Angebote sind vorgesehen plus Rahmenprogramm.

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