+
Sind bald wieder in Schongau zu Gast: (v.li.) Gerd Anthoff, Conny Glogger und Michael Lerchenberg.

Theaterverein Schongau

„Opern auf Bayrisch“ sind zurück

„Endlich kommen sie wieder nach Schongau“, freut sich Peter Mahl, Erster Vorsitzender des Theaterstadls. Dem Schongauer Theaterverein ist es erneut gelungen, die beliebten „Opern auf Bayrisch“ nach Schongau zu holen.

Schongau – Bereits vor zwei Jahren begeisterte die Veranstaltung die Besucher im ausverkauften Jakob-Pfeiffer-Haus. Im Januar 2018 kommt das Ensemble um die Protagonisten, Gerd Anthoff, Conny Glogger und Michael Lerchenberg erneut nach Schongau.

Auf dem Programm stehen dieses Mal drei neue Opern, die Autor Paul Schallweg in originelle Mundartverse übersetzt hat. Zu den dargebotenen Opernparodien gehören „Aida – Das Liebesdrama am Nil“, „Die Meistersinger von Miesbach – Wia da Oberförster Stolz den Stadtschreiber Beck ausgstocha hat“ und „Der Lohengrin von Wolfratshausen – Weil d’Weiber oiwei ois wißn müaßn“.

Die Szenerie wird genauso wie die Dialoge und die Musik nach Bayern verlegt. Der Zuschauer kennt die Orte, auf die Bezug genommen wird. Er versteht die Sprache. Nicht selten kommt es deshalb vor, dass Besucher mit einem strahlenden Lächeln aus dem Saal gehen, begeistert, dass sie „jetzt endlich mal verstehen um was es geht“, weiß Peter Mahl.

Begeistert erzählt er, „wie die drei Protagonisten mit ihrer Gestik und Mimik die Opern verkörpern ist phänomenal“. Der Zuschauer sei im Jakob-Pfeiffer-Haus sehr nah am Geschehen, nicht zu vergleichen mit größeren Bühnen in München, wo das Ensemble sonst auftritt, hebt Peter Mahl die Vorteile des vergleichsweise kleinen Veranstaltungsraums hervor, der maximal 400 Personen Platz bietet.

Unterstützt wird das Trio von Musikern aus der Bayerischen Staatsoper und der Münchner Philharmoniker. Sie spielen Auszüge aus den Originalopern, schwenken dabei aber auch immer wieder gekonnt zu bayerischen Stücken über. So verschmilzt beispielsweise der Triumphmarsch aus Aida auf amüsante Art und Weise mit dem Gassenhauer „Ja, mir san mit’m Radl da“.

Der Theaterstadl möchte den Schongauer Bürgern neben einem jährlichen Theaterstück, das der Verein selbst auf die Bühne bringt, weitere kulturelle Ereignisse bieten. Immer wieder holt der Verein deshalb Ensembles für Gastspiele nach Schongau.

Wichtig war den Veranstaltern um Peter Mahl, dass die Preise für das Ensemble, das sonst im Münchner Residenztheater beheimatet ist, erschwinglich bleiben. „Das Event soll für alle Interessierten zugänglich sein und keinen elitären Charakter entwickeln“, so Mahl. Die Eintrittskarten werden zu einem Preis von 29 Euro angeboten.

Karten für „Opern auf Bayrisch“ am Sonntag, 21. Januar, um 19 Uhr im Jakob-Pfeiffer-Haus sind im Vorverkauf bei Café Müller sowie unter www.theaterstadl.jimdo.com oder per email an theaterstadl.schongau@gmail.com erhältlich. 

 Elena Siegl

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

VdK ein Kämpfer für soziale Gerechtigkeit
Vor 70 Jahren haben 18 wackere Böbinger den VdK-Ortsverein gegründet. Anlass dafür, dieses Jubiläum mit einem Festakt gebührend zu feiern. Viel Lob gab es dabei für den …
VdK ein Kämpfer für soziale Gerechtigkeit
Klaus Bauer im Interview: „Weilheim braucht eine Westumfahrung“
Der IHK-Regionalleiter Klaus Bauer äußert sich im Gespräch mit Redaktionsleiter Boris Forstner zu Verkehrsthemen, Siedlungsplänen und der Wahl.
Klaus Bauer im Interview: „Weilheim braucht eine Westumfahrung“
Kneipenfestival: 17 Lokale, 14 Bands, 3 DJs
Nur noch zwei Tage, dann rumpelt es in der Stadt: Die letzten Vorbereitungen für das zweite „Sound in the City“ laufen. 14 Bands aus der Region und 3 DJs sind für …
Kneipenfestival: 17 Lokale, 14 Bands, 3 DJs
UKM-Connection zieht in Landtag ein
Seit Dienstagabend steht endgültig fest: Der Stimmkreis Weilheim-Schongau schickt drei Abgeordnete in den Landtag. Neben dem wiedergewählten CSU-Direktkandidaten Harald …
UKM-Connection zieht in Landtag ein

Kommentare