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Ein Spiegel mit vielen Möglichkeiten schmückt die Wand im Proberaum des Theatervereins Treibhaus. 

Theaterverein Treibhaus

Professionell im Proberaum

Einen eigenen Proberaum hat sich der Theaterverein Treibhaus Ende vergangenen Jahres an der Pöllandtstraße in Schongau eingerichtet. Zur Zeit probt man dort das Stück „Stationen eines Lebens“, das am 24. und 25. März im Schongauer Ballenhaus aufgeführt wird.

Schongau – Betritt man die Räume des ehemaligen Friseursalons an der Pöllandtstraße, steht man in einem großen Raum. Hier herrscht kreatives Chaos. Requisiten und Kostüme zieren die Wände sowie das ausladende Sofa und den großen Holztisch. Eine Längswand ist wie in einem Ballettstudio komplett verspiegelt. Davor ist genug Platz, um die einzelnen Szenen zu proben. Ein Beamer ist ebenfalls vorhanden.

Das aktuelle Stück „Stationen eines Lebens“ ist wieder eine echte Eigenproduktion des Theatervereins Treibhaus, wie der Vorsitzende Michael Boos erzählt. Ein junges Paar kramt auf einem Dachboden und entdeckt zahlreiche Erinnerungsstücke, zu denen es einzelne Sketche und Spielszenen gibt. Diese sind ein bunter Mix aus verschiedenen Genres, wie Regisseur Dominik Nierer erläutert.

„Es wird ein Bogen vom Mittelalter über Friedrich Schiller und den Wilden Westen bis hin zu Charlie Chaplin und einem Sketch à la Grit Boettcher und Harald Juhnke gespannt“, so Nierer. „Was Witziges und was Trauriges, was mit Musik und Tanz“ soll es laut Dominik Nierer werden.

Die Zuschauer dürfen sich also auf einen unterhaltsamen Theaterabend im Rahmen der VHS-Literaturtage freuen. Zum Beispiel mit dem witzigen Stück um zwei Ritter, die um die Hand einer Prinzessin buhlen und dem Plan, einen von ihnen mit einem Gift-Trank außer Gefecht zu setzen. Nur ob die böse Pille jetzt im Kelch mit dem Elch oder dem Becher mit dem Fächer oder dem Pokal mit dem Portal gelandet ist? Wer weiß das schon?

Die Darsteller, die sich auch abends mal gerne im Probenraum treffen, tun jedenfalls ihr Bestes, um die Verwirrung komplett zu machen. Neben dem Proberaum gibt es noch ein kleines Büro, eine Küche und einen Lagerraum für die Kostüme. Perfekt also für professionelle Theaterarbeit für den Theaterverein Treibhaus, der seinen Namen von der Musiklehrerin Christiane Treib ableitet, die in den Gründern zu deren Schulzeit Theaterlust geweckt hat.

Finanziert werden die Räumlichkeiten durch Einnahmen aus den Stücken, mit denen der Theaterverein rund ums Jahr präsent ist, wie Michael Boos erklärt. Zusätzlich zu den Aufführungen im Ballenhaus gibt es am Sonntag, 26. März, noch eine Sondervorstellung im AWO-Seniorenzentrum in Peiting, die aus einer Spende in Höhe von 500 Euro aus der Schongauer Bürgerstiftung finanziert wird. 

Karten für die Theater-Revue „Stationen eines Lebens“ zum Preis von 12 Euro können neben dem Vorverkauf in der Bücher Galerie in Schongau auch unter der Telefonnummer 08861/214191 bei der Stadt Schongau, Ursula Diesch, reserviert und dann an der Abendkasse abgeholt werden.

Ursula Fröhlich

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