Diese farbenfrohen Tonnen sind das Ergebnis der Juze-Aktion. Welche ist die schönste Tonne? In den kommenden zwei Wochen kann abgestimmt werden direkt am Lido
+
Diese farbenfrohen Tonnen sind das Ergebnis der Juze-Aktion. Welche ist die schönste Tonne? In den kommenden zwei Wochen kann abgestimmt werden direkt am Lido

Aktion „1000 Dank den Kindern“

Schongau: Jugendliche gestalten Tonnen am Lido und wünschen sich einen Plotter

  • Elke Robert
    VonElke Robert
    schließen

Jugendliche haben in Schongau Metall-Tonnen gestaltet, bis zum 26. September kann man abstimmen, welche die schönste ist. Auch an der Kulturwoche beteiligt sich das Juze. Dringend gesucht werden außerdem Spenden für einen Plotter.

Schongau – Gleich mehrere große Projekte sind derzeit im Schongauer Jugendzentrum am Laufen. Viel Kreativität freigesetzt hat gerade die Mülltonnen-Gestaltungsaktion. Dass das Bootshaus am Lido einen ganz eigenen Stil in puncto Einrichtung und Gestaltung pflegt, ist über die Grenzen hinaus mittlerweile bekannt – alles trägt die Handschrift des Betreibers Günter Schultz.

Die neueste Idee stammt natürlich auch von ihm. Seit Langem hat ihn genervt, dass immer wieder nachts die Standardmülltonnen von hungrigen Füchsen heimgesucht und durchwühlt werden (wir berichteten). „Es müssen Tonnen mit einem Metalldeckel her, die nicht mehr von den Tieren geöffnet werden können“, so sein Gedanke.

Hilfe vom Bauhof kam rasch und unkomliziert

Der Schongauer Bauhof hat schnell und unkompliziert reagiert: Sieben große Metalltonnen wurden angekarrt. „Die müssen irgendwie poppig werden“, so der Küchenmeister vom Lido. Irgendetwas mit Graffiti schwebte ihm vor. Er holte sich Christina Annibalini und Sebastian Kosler vom Schongauer Juze mit ins Boot. Die beiden haben Erfahrung damit, wie man das Ganze aufziehen könnte. „Wir machen einen kleinen Wettbewerb daraus“, so der Vorschlag Koslers. Jede Gruppe sollte eine Tonne gestalten.

Münchner erarbeitete mit den Jugendlichen die Ideen

Der Kontakt zu Andreas Villing, der in München an der Katholischen Hochschule das Fach Soziale Arbeit studiert, war rasch hergestellt. Seit seiner Kindheit begeistert sich Villing für die Graffiti-Technik.

Grundieren und dann gestalten: Unter Anleitung eines Münchners wurde am Lido einige Zeit hart gearbeitet.

Er erarbeitete mit den Jugendlichen das Thema, das farblich auf die Tonnen übertragen werden sollte. „Sonne, Sommer, Meer, und alles, was gute Laune macht, einfach farbenfrohe Motive“, waren die Schlagworte, die er in die lockere Runde warf.

Jetzt kann über die Tonnen abgestimmt werden

Schablonen wurden gestaltet und vorbereitet, während Annibalini und Kosler die Tonnen mit Lösungsmitteln säuberten und den Grund vorbereiteten – natürlich alles mit Spezialmasken. Sieben Tonnen wurden mittlerweile fertiggestellt. Fotos der Ergebnisse sind am Bootshaus zu sehen. Zwei Wochen lang – bis Sonntag, 26. September –, kann man direkt am Lido einen Zettel mit seinem Favoriten in eine Box werfen. Die Sieger werden vorgestellt, die Preise stiftet Günter Schultz.

Das ist aber nicht die einzige große Aktion, die derzeit im Juze läuft, Annibalini und Kosler haben alle Hände voll zu tun. Bei der Kreativen Woche steht zunächst am 4. und 5. Oktober die Graffiti-Kunst im Vordergrund, die Anmeldung läuft bereits. Die Jugendlichen können von Patrick Bastian aus Augsburg Tipps und Tricks erlernen.

Das nächste Graffiti-Projekt steht schon an

„Er hat ein großes Projekt in Peißenberg gemacht, so bin ich auf ihn aufmerksam geworden“, berichtet Annibalini. Sie freut sich, dass das Projekt durch das Schongauer Kunst- und Kulturfestival „KuKu“ (wir berichteten) gefördert wird.

Verschiedene Maltechniken und Materialien kommen dann vom 6. bis 8. Oktober zum Einsatz. „Die Jugendlichen haben sich das Thema ,Diversity’ gewünscht“, denn wir sind bunt im Jugendzentrum“, erklärt die Leiterin. Am Samstag, 9. Oktober, gibt es eine Ausstellung.

Spenden für Kinder und Jugendliche, die in der Corona-Zeit zu kurz gekommen sind

Und wer auch der Meinung ist, dass die Kinder und Jugendlichen während der Corona-Zeit zu kurz gekommen sind, kann sich finanziell engagieren. Für das Schongauer Juze soll ein Schneidplotter angeschafft werden, um das kreative Gestalten zu fördern. Damit können Shirts und Sticker hergestellt sowie Wandtattoos oder Logos entwickelt werden. Der Plotter soll nicht nur ein einmaliges Angebot sein, sondern dauerhaft in die tägliche Freizeitgestaltung eingebracht werden – zur Stärkung der Talente und Fähigkeiten.

Der Schneidplotter, eine Transferpresse und Material kosten insgesamt rund 2500 Euro. Ein erster Schritt ist bereits getätigt: Der Wunsch wurde aufgenommen bei dem gemeinnützigen Projekt „1000 Dank den Kindern“, wo aktiv um Spenden geworben wird. „Es kommen wirklich 100 Prozent der Spenden bei uns an“, so Annibalini.

Info:

Über die Internetseite www.1000-dank-den-kindern.de ist das Wunschprojekt für Schongau beschrieben. Wer sich für die Schongauer Kinder und Jugendlichen finanziell engagieren möchte, spendet unter Angabe des Stichworts „Schneidplotter“ an die Stadt Schongau (DE79 7035 1030 0190 0001 90).

Schongau-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Schongau-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Schongau – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Das Landkreiswetter

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare