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Sie sind begeistert vom Oberland: Herbert und Margit Müller mit Tochter Eva und „Aika“ aus Geiselwind (Franken) machen zum ersten Mal Urlaub im Pfaffenwinkel und besuchten gestern den Hohen Peißenberg. 

Tourismus im Pfaffenwinkel

Verregnete Sommer haben Spätfolgen

Landkreis - Der Pfaffenwinkel ist als Ferienziel im August sehr gefragt, doch der viele Regen könnte negative Folgen haben. Die Heimatzeitung hat sich umgehört:

Trotz des wechselhaften Wetters ist der Landkreis Weilheim-Schongau bei Urlaubern aktuell sehr gefragt. Das berichtet Susanne Lengger, Geschäftsführerin des „Tourismusverbands Pfaffenwinkel“. Diese Erfahrung machen aber auch Iris Echtler vom Campingplatz in Rottenbuch und Alois Schmid, zweiter Vorsitzender der Anbietergemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof im Pfaffenwinkel“.

„Es gibt noch keine genauen Zahlen, aber für August ist auch in diesem Jahr gut gebucht worden“, sagt Lengger. Das unsichere Wetter spiele in der Statistik keine Rolle, weil die meisten Urlauber „die Sommerferien lange im Voraus buchen“, erklärt Lengger.

Für den Pfaffenwinkel gebe es keine „Schön-Wetter-Garantie“ und dessen seien sich die Besucher auch bewusst. „Und wenn es dann doch mal regnet, dann sind die meisten Gäste flexibel und unternehmen etwas wetterunabhängiges“. Sie fahren dann zum Beispiel zum Einkaufen nach Weilheim, Schongau, Penzberg oder gleich nach München, so die Geschäftsführerin.

Mittelfristig könnten die Urlauberzahlen wegen des wechselhaften Wetters aber doch sinken: „Wenn es tagelang durchregnet, dann bleibt das bei den Gästen natürlich im Hinterkopf. Dann kann es sein, dass diese ihren nächsten Urlaub nicht mehr in den Pfaffenwinkel planen, sondern in Regionen, in denen im Sommer relativ sicher die Sonne scheint“, sagt Lengger. Denn für viele Freizeitaktivitäten, für die sich der Landkreis anbiete, sei ein verregneter Sommer Gift. Die Urlauber, die in den Pfaffenwinkel kommen, suchen Ruhe und wollen in der Nähe der Berge sein, sagt Lengger.

Doch auch Camping und Urlaub auf dem Bauernhof sind zwischen Auerberg und Osterseen sehr gefragt. „Wir sind für die ganzen Sommerferien ausgebucht“, sagt Alois Schmid, der auf seinem Hof in Grasleiten Platz für bis zu zehn Familien gleichzeitig hat. Genauso gefragt sei „Urlaub auf dem Bauernhof“ auch bei den anderen Landwirten, die mit in der Anbietergemeinschaft sind, berichtet er.

Die meisten seiner Urlauber kommen aus Deutschland, sagt Schmid, und davon komme ein großer Teil immer wieder. Für seine Gäste hat Schmid sich ein eigenes Programm überlegt: „Es ist jeden Tag was geboten – auch wenn es mal regnet.“

Abhängig vom Wetter sind die Campingplätze im Landkreis: „Die Leute ziehen weiter, wenn es regnet. Die suchen in der Wetter-App raus, wo es schön ist und dann fahren sie los“, sagt Iris Echtler, die mit ihrem Mann Christof Echtler einen Campingplatz in Rottenbuch betreibt.

Aktuell ist Iris Echtler jedoch zufrieden: „Im Moment läuft das Geschäft besser als im vergangenen Jahr. Wir haben hauptsächlich Gäste aus Deutschland aber auch aus Frankreich, Holland und Spanien.“ Hinzu kämen immer wieder Pilger, die den Meditationsweg von der Wieskirche nach Schloss Linderhof oder den Jakobsweg gehen – beide verlaufen durch Rottenbuch. Pilgern, Wandern und Radeln – vor allem mit dem E-Bike – ist bei den Urlaubern im Pfaffenwinkel immer mehr gefragt, sagt Lengger vom Tourismusverband.

von Jonas Regauer

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