Einfach grandios war auch die zweite Serenade der Musikschule Pfaffenwinkel im Innenhof des Heiliggeist-Spitals in Schongau.
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Einfach grandios war auch die zweite Serenade der Musikschule Pfaffenwinkel im Innenhof des Heiliggeist-Spitals in Schongau.

Begeisternde zweite Serenade der Musikschule Pfaffenwinkel im Klosterhof

„Tragen Sie die Melodien in Ihren Herzen“

Von Vivaldi bis Gershwin, von verträumt bis groovig, von der Blockflöte bis zur Posaune: Auch das zweite Serenaden-Konzert der Musikschule Pfaffenwinkel im Schongauer Klosterhof war ein voller Erfolg, der keine Wünsche offen ließ. Da war definitiv für einen jeden was dabei.

Schongau – „Tragen Sie die Melodien in Ihren Herzen mit nach Hause“, forderte Musikschulleiter Marcus Graf die knapp 150 Besucher der Serenade auf. Nichts leichter als das. Denn die 32 Musizierenden, vom Zwölfjährigen bis zum Lehrer in den besten Jahren, boten in sieben Ensembles alles, was das Herz eines Musikliebhabers höherschlagen lässt.

Man merkte einem jedem einzelnen Musiker an, dass er nicht nur nichts verlernt hat während des „Lockdowns“, sondern, dass alle richtig Lust darauf hatten, ihr Können auch einmal wieder zu zeigen. Und das kulturell hungrige Publikum dankte es ihnen.

Den epochalen Einstieg übernahm das sechsköpfige Posaunenensemble. Und da danach die Mauern des Klosterhofs noch standen, konnte das Blockflötenquartett übernehmen. Ganz leise wurde es dann beim Cello-Duo, bei dem der Jüngste im Bunde, Tilmann Schellenberger brillierte.

Zum Träumen und leicht Mitwippen waren die ausgewählten Stücke des vierköpfigen Holzbläserensembles, die sich ganz dem „Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach“ verschrieben hatte. Die acht Querflötistinnen überzeugten mit vier „Variationen über das berühmte Menuett“ von Luigi Boccherini. Bemerkenswert hierbei: Sie brachten die Stücke ganz ohne Hilfe eines Lehrers auf die Bühne, und das wirklich unglaublich gut.

Dann hieß es, an sich halten: Denn bei „Selections“ von George Gershwin des Saxophonensembles, unterstützt von E-Bass und Piano, konnte man kaum mehr ruhig auf seinem Stuhl sitzen bleiben. Getoppt noch vom folgenden Stück, bei dem Erik Rehbehn (selbst am Tenor-Sax) ein Stück des jungen Electronica-DJs „Flume“ für sein Ensemble arrangiert hatte. Einfach grandios.

Ein Meister der Arrangements ist auch Marcus Graf: Dieser hatte für das Trompetenquartett, das immer zwischen den Ensembles zum Einsatz kam, altbekannte Stücke in einer Art und Weise neu gefasst, wie man sie noch nicht gehört hat. Oder kennt irgendjemand „Horch, was kommt von draußen rein“ als Swing-Version? Die Zuhörer jetzt schon.

Derart musikalisch perfekt eingestimmt, hatten auch alle Lust, am Ende des Konzerts zusammen die Bayernhymne aus vollem Hals zu schmettern. Noch so ein wundervoller Gänsehautmoment.

Christine Wölfle

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