Warnung für München: KATWARN löst wieder aus - Heftige Gewitter mit extremem Starkregen kommen

Warnung für München: KATWARN löst wieder aus - Heftige Gewitter mit extremem Starkregen kommen
+
Da ist auch der Schulleiter stolz: Rektor Bernhard O’Connor mit den beiden besten Abiturientinnen Kristin Seichter (li.) und Anna Hornung.

Welfen-Gymnasium

Trotz Corona zur Spitzennote 1,1: Das sind Schongaus beste Abiturienten

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
    schließen

Wegen Corona liefen die Abiturprüfungen heuer unter erschwerten Bedingungen ab. Doch Anna Hornung aus Denklingen und Kristin Seichter aus Burggen haben sich davon nicht beirren lassen. Im Gegenteil: Beiden gelang mit der Top-Note 1,1 der beste Abschluss am Schongauer Welfen-Gymnasium.

Schongau – Das Treffen mit den beiden jungen Abiturientinnen findet auf dem Pausenhof des Welfen-Gymnasiums statt – zwar ohne Maske, aber natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand. Dass ihr Jahrgang wegen der Corona-Pandemie ein Fall für die Geschichtsbücher ist: Anna Hornung und Kristin Seichter hätten darauf sicher verzichten können. Wochenlang kein Präsenzunterricht, kein Kontakt zu Freunden und Klassenkameraden. 

Am schlimmsten sei am Anfang der Krise die Ungewissheit gewesen, ob es überhaupt Abiturprüfungen geben würde, blickt Anna Hornung zurück. „Zum Lernen war die Zeit daheim aber besser“, verrät die 18-Jährige, die sich zudem die lange tägliche Busfahrt zwischen ihrem Heimatort Denklingen und Schongau sparte. Dass es am Ende mit 1,1 zum besten Notenschnitt ihrer Schule reichen würde, damit hatte freilich auch die Denklingerin nicht gerechnet. 

Volle Punktzahl in Biologie

Besonders in Mathematik (14 Punkte) und ihren beiden mündlichen Fächern Biologie (15) und Wirtschaft (14) hätten die Prüfungen kaum besser laufen können. Auch mit den Ergebnissen in Deutsch, wo sie 13 Punkte holte, und dem dritten schriftlichen Fach Französisch (12) sei sie mehr als zufrieden gewesen, sagt die 18-Jährige. Ihr eigentliches Ziel, nämlich eine Eins vor dem Komma, hat Anna Hornung damit weit übertroffen und sich auch ein Stück weit selbst überrascht. „Eigentlich bin ich nie eine Überfliegerin gewesen.“ Freunde zu treffen und Sport zu treiben, sei ihr immer wichtiger gewesen als alles der Jagd nach guten Noten unterzuordnen. „Das ist für mich auch ein Ausgleich, den ich brauche.“

Groß stressen lassen, das hat sich auch Kristina Seichter nicht – weder von der Corona-Krise („Ich habe eigentlich erst mit dem Lernen begonnen, als wir wieder in der Schule waren“) noch von ihrem Traum vom Medizinstudium, für das man bekanntlich eine sehr gute Abiturnote braucht. Mit einem Schnitt von 1,3 sei sie in die Prüfungen gegangen, erzählt sie. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich noch verbessere.“ Doch das tat die Burggenerin, die nicht nur in ihren Paradefächern Mathematik (15 Punkte) und Physik (14) brillierte, sondern auch in Wirtschaft die Höchstpunktzahl schaffte. Dazu zwölf Punkte in Deutsch und noch einmal 13 in der schriftlichen Lateinprüfung – und die Spitzennote von 1,1 war perfekt.

Ganz überraschend kommt das gute Abschneiden der 17-Jährigen, die in ihrer Freizeit leidenschaftlich gern Fußball spielt, nicht. In ihrer Schullaufbahn sei sie schon immer unter den Besseren gewesen, verrät die Abiturientin, die sich nun um einen Studienplatz für Medizin bewerben will. „Am liebsten in Augsburg oder Regensburg.“

Während für Kristin Seichter so möglicherweise schon im Herbst der nächste Lebensabschnitt beginnt, bleibt Anna Hornung noch etwas Zeit. Zwar steht für sie im Oktober die Aufnahmeprüfung fürs Studium bei der Polizei an, die Ausbildung selbst beginnt allerdings erst im folgenden Herbst. Den kommenden Winter will die 18-Jährige deshalb erst einmal ihrem Hobby Skifahren frönen und als Skilehrerin in Österreich arbeiten.

Nur die großen Feiern fehlen

Schade finden beide bei aller Freude über die guten Noten nur eines: Dass ihrem Jahrgang wegen der Corona-Pandemie ein richtiger Abschluss ihrer Schullaufbahn mit Abiball und gemeinsamer Abifahrt nicht vergönnt ist. Zumindest im kleinen Kreis werde man aber dennoch feiern, verraten die beiden Abiturientinnen. Für Anna Hornung geht’s mit ein paar Freunden nach Griechenland, und auch Kristin Seichter will noch einmal wegfahren, bevor wieder der Ernst des Lebens beginnt.

Lesen Sie auch:

„Leinen los“ schallte es vergangenen Samstag das erste Mal am Schongauer Lido. Das neue Lechfloß hat am Vormittag zu seiner Jungfernfahrt abgelegt.

Seit Mittwoch kann sich jeder Bürger kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Eine Umfrage unter Hausärzten im Landkreis Weilheim-Schongau ergab jedoch, dass das Angebot bisher kaum genutzt wird. Viel interessanter für die Bürger ist offenbar ein anderer Test.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Müllverbrennung in Altenstadt: Sogar in Fürth wird protestiert
Die Umweltinitiative Pfaffenwinkel (UIP) richtet sich auf ein volles Haus ein: Am morgigen Dienstag gründet die UIP in Peiting die Aktionsgemeinschaft gegen …
Müllverbrennung in Altenstadt: Sogar in Fürth wird protestiert
Gebietsverkehrswacht Schongau jetzt der „große Bruder“
Die Jahresversammlung der Gebietsverkehrswacht Schongau war mit Informationen über die Aktionen der Gebietsverkehrswacht Schongau vollgepackt. Trotz Corona und der damit …
Gebietsverkehrswacht Schongau jetzt der „große Bruder“
Horror-Unfall auf B 17 bei Peiting: Junger Audifahrer prallt frontal gegen Baum und stirbt
Peiting: Audi-Faher stirbt bei Unfall - B 17 gesperrt
Horror-Unfall auf B 17 bei Peiting: Junger Audifahrer prallt frontal gegen Baum und stirbt

Kommentare