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„Unser Land“-Eier aus dem Weilheim-Schongauer Land können bedenkenlos genossen werden - die Eier stammen allesamt vom Hohenfurcher Geflügelhof Fischer, der bei engmaschigen Kontrollen stets einwandfreie Qualität nachweisen konnte.

„Unser Land“

Eiergenuss im Weilheim-Schongauer-Land ungetrübt

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    VonBarbara Schlotterer-Fuchs
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Entwarnung für Verbraucher aus dem Weilheim-Schongauer Land: Der Eierrückruf von bakteriell verunreinigten „Unser Land“-Eiern in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg betrifft in keinster Weise die „Unser Land“-Eier, die im Weilheim-Schongauer Land verkauft werden.

Landkreis – Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Eier, die im gesamten Landkreis Weilheim-Schongau unter dem Siegel „Unser Land“ in den Geschäften vertrieben werden, kommen alle vom Hohenfurcher Geflügelhof Fischer. Bei den engmaschigen Kontrollen, denen sich auch dieser heimische Betrieb unterziehen muss, sind zu keinem Zeitpunkt Verunreinigungen festgestellt worden. Dies betonen Geflügel-Bauer Jürgen Fischer und „Unser Land“-Geschäftsführer Steffen Wilhelm auf Anfrage der Schongauer Nachrichten.

Nur bei Engpässen des eigenen Lieferanten, könne es vorkommen, dass Eier aus Nachbarlandkreisen den Weg ins heimische „Unser Land“-Regal finden. Dies sei jedoch die Ausnahme und nicht die Regel. Der Gedanke von „Unser Land“ sei schließlich die Regionalität. „Für den Verbraucher gibt es keinen Grund zur Verunsicherung beim Eierkauf“, betont Wilhelm.

Für den Verbraucher gibt es keinen Grund zur Verunsicherung

Der Hintergrund: Die „Unser Land“ GmbH hatte Eier aus Bodenhaltung der Geflügelhof Dinkel aus Malching in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg zurückgerufen. Auf Eierschalen war bei einer Routinekontrolle des Veterinäramts Fürstenfeldbruck ein Fäkalbakterium festgestellt worden, das Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Fieber auslösen kann. Das Bakterium sitzt auf der Schale und kann nicht ins Ei selbst eindringen.

„Man isst nicht die Schale, sondern das Innere des Eis“: Das betont auch Geflügel-Bäuerin Barbara Fischer auf Anfrage der Schongauer Nachrichten. Wer die normale Küchenhygiene einhält, der habe bei Eiern generell nichts zu befürchten.

Hühner-Fachmann Jürgen Fischer erklärt des Weiteren: „Campylobacter gibt es, seit es das Huhn gibt.“ Jedes Tier könne ihn in sich tragen, sagt er und vergleicht das Bakterium mit Salmonellen. Auf Campylobacter würden Eier ausschließlich in Bayern geprüft, weiß Fischer. Er sagt: „Wir werden regelmäßig überprüft und sind bestrebt, saubere Eier in den Handel zu bringen.“ Ebenso würden die Nester sauber gehalten, damit sich kein Ei kontaminieren könne.

Kritik an Rückrufaktion in den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck

Apropos Kontaminierungszeit: Der Campylobacter-Erreger ist laut Fischer bereits nach fünf Tagen abgestorben. Sprich: Wenn die Fischer-Eier als „Unser Land“-Eier in den Handel kommen, ist der Erreger bereits abgestorben. Ein Grund für Fischer, die Rückruf-Aktion in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg als „unsinnig“ zu bezeichnen.

Und Fischer legt noch mehr Fakten rund um die Campylobacter-Bakterien auf den Tisch: Nur 1,3 Prozent der Erkrankungen in Deutschland werden über das Ei auf den Menschen übertragen. Fast alle Infektionen sind hingegen auf den Genuss von Rohmilch oder rohem Schweine- und Geflügelfleisch zurückzuführen oder Verunreinigungen in pflanzlichen Lebensmitteln, mit denen der Verbraucher in Berührung kommt.

Hygiene-Tipp aus dem Hause Fischer

Kleiner Hygiene-Tipp aus dem Hause Fischer: Nicht nur nach dem Aufschlagen eines Eis – beim Backen beispielsweise – sei das Händewaschen wichtig. Wer ein Ei in der Hand hatte, ist angehalten sich die Hände zu reinigen. Und auch was das Frühstücksei anbelangt, gibt Barbara Fischer gerne Entwarnung: Dem Genuss steht nichts im Wege, denn hier sei ja sogar noch die Eierschale abgekocht.

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