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Komplett entwurzelt: Diesen Baum in der Nähe der Alfons-Peter-Volksschule hat der starke Wind samt Wurzeln umgeweht.
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Um Haaresbreite verfehlte die Fichte das Hexenhaus im Schongauer Märchenwald.
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Weniger Glück hatten die Bärenfiguren. 
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Am Samstag wurde der Peitinger Feuerwehr dieser Schaden gemeldet: Ein umgestürzter Baum am Spielplatz in der Jahnstraße.
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Ein weiterer Sturmschaden in der Peitinger Jahnstraße.
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In Hohenfurch deckte der Sturm ein Dach ab. Die Feuerwehr beseitigte die Ziegel, die auf der Schönachstraße landeten.
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Ebenfalls in der Hohenfurcher Schönachstraße: Die Floriansjünger müssen diesen umgestürzten Baum beseitigen.

Unwetter-Bilanz

Umgestürzte Bäume und Stromausfälle

Erneut wütete ein schweres Unwetter im Schongauer Land. Die Bilanz: Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer und Stromausfall.

Landkreis – Es ging schnell. Der Wind frischte auf, grelle Blitze zuckten am verdunkelten Himmel – dann brach das Unwetter los: Gegen 20.45 Uhr rückt die Schongauer Feuerwehr am Freitagabend zu ihrem ersten Einsatz aus. Da muss den rund 30 Feuerwehrlern bereits klar gewesen sein, dass es wieder eine lange Nacht werden würde. Bis halb ein Uhr waren sie im Einsatz, berichtet Schongaus Feuerwehrkommandant Werner Berchtold und zieht dieses Fazit: „Nicht ganz so schlimm wie beim vergangenen Unwetter – die Schäden halten sich in Grenzen.“ Die größte Einsatzstelle der Freiwilligen Feuerwehr Schongau war das Klärwerk. Hier stürzte ein Baum auf eines der Gebäude und drückte einen Zaun nieder. „Ansonsten waren wir entlang der B17 und im Stadtgebiet gefordert“, auch hier wehte der starke Wind Bäume um, schildert Kommandant Berchtold. Die Rösenaustraße musste gesperrt werden. „Das muss sich der Förster anschauen, bevor die Straße wieder frei gegebene werden kann“, erklärt Berchtold und weist auf die große Gefahr in den Wäldern hin, denn auch jetzt noch können Bäume umstürzen, die der Sturm beschädigt hat.

Sturmschäden hat auch der Schongauer Märchenwald zu beklagen. Florian Hallmann befand sich gerade auf einer letzten Kontrollrunde durch den Park und wollte nach den Ponys sehen. „Wir sahen die Wetterwand auf uns zukommen. Dann kam die erste Sturmböe und der erste Baum lag.“ Um Haaresbreite verfehlte er das Hexenhaus. Die Bärenfiguren nebenan hatten weniger Glück.

Auch in Peiting rückten rund 30 Floriansjünger aus. Die erste Alarmierung erfolgte kurz vor 21 Uhr. Umgestürzte Bäume und Bauzäune im gesamten Marktgebiet. „Aber zum Glück so gut wie kein Niederschlag“, sagt der erste Kommandant Klaus Straub etwas erleichtert. Das sei nämlich die große Befürchtung gewesen. Also insgesamt nicht so schlimm wie befürchtet, „aber das reicht schon, wenn man sieht, wie es im Ort ausschaut“.

Die Schongauer Polizeiinspektion verzeichnete 21 unwetterbedingte Einsätze. Auf der Strecke Pürgen-Hofstetten übersah ein 57-jähriger Reichlinger einen umgestürzten Baum und setzte auf diesem mit seinem Wagen auf. Auf der B17 Höhe Unterdießen stürzte einer 54-Jährigen ein Baum auf die Front ihres VW Passats. Eine 78-Jährige Huglfingerin kollidierte mit einem quer über der Huglfinger Hauptstraße liegenden Baum und musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Auf die Gleise der Bahnstrecke Huglfing-Uffing stürzte ebenfalls ein Baum. Trotz Schnellbremsung bei verringerter Ausgangsgeschwindigkeit konnte der Lokführer nicht mehr rechtzeitig bremsen. Er trug Verletzungen durch die gesplitterte Frontscheibe davon – die 73 Fahrgäste blieben unverletzt. In einigen Gemeinden fiel der Strom aus. 

Vor allem in Bernbeuren, Burggen, Steingaden und Lechbruck gab es längere Stromausfälle. Auslöser dafür waren, durch abgeknickte Äste und entwurzelte Bäume, beschädigte Mittelspannungsleitungen. Während die meisten Haushalte im Laufe der Nacht wieder versorgt waren, mussten einige abgelegen Weiler länger ohne Strom auskommen.

Von Franziskus Reich

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