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Schritttempo ist angesagt: Vor dem Überfahren des Übergangs vor dem UPM-Werkgelände drosselt der Lokführer die Geschwindigkeit. Links im Bild der neu aufgestellte Container für den Schrankenwärter .

UPM-Bahnübergang in Schongau

Ein Mini-Container für den Schrankenwärter

Genau vor vier Wochen ist es am Schongauer UPM-Bahnübergang zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Seitdem ist dort ein Mitarbeiter an einer Hilfsschranke eingesetzt - bei Dauerfrost kein Zuckerschlecken. 

Schongau – Bei dem Unfall missachtete ein Lkw-Fahrer das Rotlicht der Ampel und kollidierte mit einem Zug der Bayerischen Regiobahn. Seitdem sperrt bei einem ein- und ausfahrendem Zug ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma eine Hilfsschranke per Handschaltung, um ein sicheres Durchfahren der Züge zu gewährleisten. Und das so lange, bis die Reparaturmaßnahmen an der Signalanlage abgeschlossen sind.

Dem aufmerksamen Verkehrsteilnehmer ist dabei sicherlich ein kleiner Pkw aufgefallen, der nahe an der Gleisanlage des Bahnübergangs stand. Meistens mit laufendem Motor und einer Person besetzt. Vier bis fünf Mal pro Stunde stieg dieser Mitarbeiter einer Gleissicherheitsfirma aus, um den Übergang bei sich näherndem Zug zu sperren. Bei den frostigen Temperaturen bestimmt kein Zuckerschlecken.

Seit Ende vergangener Woche steht aber am Übergang ein grauer beheizter Container, in dem der Mitarbeiter seine Telefonanlage stehen hat. Von hier aus kann er die Gespräche führen, die notwendig sind, bevor er die Ampeln auf Rot schaltet und die Schranke herunterfährt. Auf die Frage, wie lange diese Situation noch so zu bewältigen ist, bekommt man nur Schulterzucken. Aus anderer Quelle ist zu erfahren, dass die Versicherung zwischen Unfallverursacher und Bahn noch nicht abgeklärt sind. Deshalb kann sich die derzeitige Situation noch länger hinziehen. Aber wenigstens muss der Bahnwärter nicht mehr im laufenden Auto sitzen. 

Hans-Helmut Herold

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