Bei der Jahreshauptversammlung der Gebietsverkehrswacht Schongau wurden vom Vorsitzenden Werner Hoyer (2. von links) auch langjährige Mitglieder geehrt.
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Bei der Jahreshauptversammlung der Gebietsverkehrswacht Schongau wurden vom Vorsitzenden Werner Hoyer (2. von links) auch langjährige Mitglieder geehrt.

In kurzer Zeit sind 34 Mitglieder dazu gekommen

Gebietsverkehrswacht Schongau jetzt der „große Bruder“

Die Jahresversammlung der Gebietsverkehrswacht Schongau war mit Informationen über die Aktionen der Gebietsverkehrswacht Schongau vollgepackt. Trotz Corona und der damit verbundenen Auflagen war die Jahresversammlung in der Peitinger Zechenschenke sehr gut besucht.

  • Versammlung der Gebietsverkehrswacht Schongau gut besucht.
  • In kurzer Zeit 34 neue Mitglieder bekommen.
  • Langjährige Mitglieder geehrt.

Peiting/Schongau – Was den Gebietsverkehrswachts-Vorsitzenden Werner Hoyer besonders beeindruckte, war die steigende Zahl der Mitglieder. Im vorigen Jahr waren es noch 188. Binnen kurzer Zeit kamen 34 dazu. Der höchste Stand seit 69 Jahren. „Wir sind jetzt der große Bruder der Weilheimer Gebietsverkehrswacht, nicht mehr die kleine Schwester“, sagte Hoyer freudig.

Danach zählte er die Aktionen der vergangenen zwölf Monate auf. Vorneweg den Kauf eines Pkw-Fahrsimulators mit den dazu gehörenden Gerätschaften für 45 200 Euro. Für Hoyer „eine Investition für die Zukunft“. Die Stadt Schongau und die Gemeinden Altenstadt, Prem, Steingaden sowie Hohenfurch, Hohenpeißenberg und die Marktgemeinde Peiting haben mit ihren Spenden den Kauf des Fahrsimulators ermöglicht. Alle bekamen sie dafür einen Gutschein für ihre Feuerwehren zur kostenlosen Alarmfahrtschulung.

Dickes Lob an zahlreiche Gemeinden

Ein dickes Lob von Hoyer bekamen auch die Gemeinden Altenstadt, Ingenried, Hohenfruch, Schwabbruck und Schwabsoien dafür, dass sie wiederum pro Einwohner fünf Cent der Gebietsverkehrswacht spendierten. „Sie tragen damit zur Verkehrssicherheit im Landkreis bei“, ist der Vorsitzende überzeugt.

Bei mehreren Aktionen hat die Gebietsverkehrswacht die Notwendigkeit zum Tragen der Fahrradhelme vermittelt. Mit einer „Rauschbrille“ wurde eindrucksvoll demonstriert, wie Fahrer mit Alkohol am Steuer reagieren. Das geht schon beim Aufsperren des Autos los. „Wer besoffen ist, findet das Schlüsselloch nicht“, hat Hoyer genau beobachtet. Wenn doch, sei er ein geübter Trinker.

In der Kasse hat sich der neue Fahrsimulator niedergeschlagen

Bei der Aktion „Partnerschaft in Grün“ konnte die Gebietsverkehrswacht in Zusammenarbeit mit der AOK den Förderschulen 50 Überwürfe überreichen.

Thema Fahrräder: Hoyer machte klar, dass die Verkehrswacht keine Fahrräder repariert. „Das ist nicht unsere Aufgaben.“ Für die Kasse das Jahr über war indes Schatzmeister Josef Zeller zuständig. Die Einnahmen lagen danach bei 72 200 Euro. „So hoch wie noch nie“, meinte Zeller. Die Ausgaben allerdings mit 85 500 Euro auch nicht. Ursächlich dafür war der dicke Brocken für den Fahrsimulator.

Unter anderem 22 Schulweghelfer ausgezeichnet

An Ehrungen hat es in den vergangenen zwölf Jahren auch nicht gemangelt. Geehrt wurden beispielsweise 22 Schulweghelfer, die drei, fünf und zehn Jahre für die Sicherheit der Kinder auf deren Weg in die jeweilige Schule im Einsatz waren.

Geehrte wurden zudem bei der Jahresversammlung langjährige Mitglieder der Verkehrswacht. So hält beispielsweise Georg Empter (93) bereits seit 50 Jahren der Verkehrswacht die Treue. „Eine riesen Gschicht“, meinte Hoyer. Auf 40 Jahre bringen es Gebhard Schauer, Mathias Jörg, Josefine Beinberger und Theodor Jocher. 30 Jahre sind dabei Hans Keppeler und Udo Faller, zehn Jahre Luitpold Braun junior, Paul Ressle, Udo Mewes und Elvira Ressl-Treffny. Sie alle erhielten entsprechend der Treue-Jahre Urkunden in silber oder gold. Die „30-Jährigen“ bekamen einen Gurtschneider, der bei eingeklemmten Unfallopfern benötigt wird obendrein.

Walter Kindlmann

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