So leer wird man sie so schnell nicht wieder sehen: Der Verkehr auf der Lechtalbrücke soll am morgigen Samstag wieder freigeben werden. Die Sanierung der B17 auf dem Teilabschnitt zwischen Peiting-West und Schongau-West ist abgeschlossen.
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So leer wird man sie so schnell nicht wieder sehen: Der Verkehr auf der Lechtalbrücke soll am morgigen Samstag wieder freigeben werden. Die Sanierung der B17 auf dem Teilabschnitt zwischen Peiting-West und Schongau-West ist abgeschlossen.

Sanierung der Schongauer Umgehung

Verschnaufpause für Schongau: Die B17 ist ab Samstag wieder offen, aber die Blechlawine kommt bald zurück in die Stadt

  • Jörg von Rohland
    VonJörg von Rohland
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Die nächste Etappe ist geschafft: Das längste Teilstück der B17 ist saniert. Die 4,6 Kilometer zwischen Peiting- und Schongau-West werden wie geplant am Samstag, 10. Juli, für den Verkehr freigegeben. Danach ist eine Woche Ruhe, bevor neue Umleitungen eingerichtet werden und wieder Staus drohen.

Schongau/Altenstadt – Die Leidenszeit für viele vom Durchgangsverkehr geplagten Anwohner in Peiting und Schongau hat ein vorläufiges Ende. Im Laufe des Samstages soll der Verkehr wieder über die Lechtalbrücke rollen.

Ein Woche lang ist die Stadt die Blechlawine los

Der sanierte Teilabschnitt der Bundesstraße 17 zwischen Peiting-West und Schongau-West wird für den Verkehr freigegeben. Für eine gute Woche ist die Lechstadt die Blechlawine dann komplett los. Am 19. Juli kommt ein großer Teil von ihr aber wieder zurück nach Schongau. Die andere Hälfte bekommt dann die Gemeinde Altenstadt ab.

Die Ruhepause verdanken die Schongauer dem Triathlon am nächsten Wochenende

Die einwöchige Umleitungs- und Ruhepause haben Autofahrer und Anwohner dem Schongau-Triathlon zu verdanken, der am 17. und 18. Juli in der Lechstadt veranstaltet wird. Mehrere Bereiche der Innenstadt werden dann zeitweise gesperrt sein, eine Umleitung durch Schongau ist nicht möglich.

Zeit wird genutzt, um an der Anschlussstelle Altenstadt zu arbeiten

Die Woche vor dem Triathlon wird nach Auskunft des Staatlichen Bauamts in Weilheim dafür genutzt, an der Anschlussstelle Altenstadt zu arbeiten.

Bundesstraße bleibt durchgängig befahrbar, ist aber verengt

Wie berichtet, wird sie entschärft, weil es in den vergangenen Jahren immer wieder zu teils schweren Unfällen mit Linksabbiegern gekommen war. Die Anschlussstelle erhält im Zuge des Umbaus jetzt auf beiden Seiten Auf- und Abfahrten, das Linksabbiegen ist danach in allen Richtungen Geschichte. Die Bundesstraße bleibt während der nun anstehenden Arbeiten durchgängig befahrbar, laut Bauamtsmitarbeiter Alois Stapf wird es aber Einengungen und damit verbundene Geschwindigkeitsbegrenzungen geben.

Ab 19. Juli müssen die Autofahrer wieder Umleitungen fahren

Am 19. Juli werden die Absperr-Baken wieder auf die B17 geschoben, die Sanierung des nächsten Teilabschnitts beginnt. In Angriff genommen werden dann die 2,5 Kilometer zwischen den Anschlussstellen Schongau-West und Altenstadt. Drei Wochen hat das Staatliche Baumt für die Sanierung der Strecke eingeplant, die Umleitungen werden beschildert: Der aus dem Süden kommende Verkehr wird durch Altenstadt rollen.

Vom Süden kommender Verkehr rollt durch Altenstadt

Er verlässt die B17 an der Anschlussstelle Schongau-West. Von dort geht es nach Westen bis zur Abzweigung der Triebstraße (WM 6) und dann in Richtung Altenstadt. Über die Burglachbergstraße und die Franz-Josef-Strauß-Straße führt die Umleitung zur Anschlussstelle Altenstadt und zurück auf die B17.

Verkehrsteilnehmer aus Richtung Norden müssen wieder durch Schongau

Die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Norden müssen wieder durch Schongau. Sie verlassen die B17 an der Anschlussstelle Altenstadt und fahren über Franz-Josef- und Altenstadter Straße zur Spinne. Von da ab geht es auf der Marktoberdorfer Straße zurück zur Bundesstraße.

Im August wird es für Schongau wieder besonders bitter

Ab 9. August bekommt Schongau nochmal den kompletten B17-Verkehr ab, wenn das letzte Teilstück zwischen Altenstadt und Schongau-Nord saniert wird. Dann rechnet das Staatliche Bauamt auch wieder mit größeren Behinderungen. Alois Stapf rät deshalb dazu, die Baustelle großräumig zu umfahren. Die Bitte gilt auch für die Wochen danach. Die Arbeiten an und auf der B17 werden sich bis in den Herbst hinein ziehen.

Wie mehrfach berichtet, werden in Sanierung und Ausbau der Umgehungsstraße rund drei Millionen Euro investiert. Profitieren werden davon nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Anwohner. So hat zum Beispiel die Lechtalbrücke nicht nur „Flüsterasphalt“ erhalten, sondern auch neue Kappen an Brückenanfang und -ende. Sie sollen beim Darüberfahren keine so lauten Schläge mehr erzeugen wie die alten. Ob es tatsächlich so ist, können die Bürger in Schongau-West ab dem morgigen Samstag mit eigenen Ohren hören. Oder, wie gewünscht, eben nicht.

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