Auch Sie gehören zur Feuerwehr im Landkreis Weilheim-Schongau: 24  Maschinisten aus Schongau, Peiting, Bernbeuren Herzogsägmühle, Ingenried, Rottenbuch, Schönberg, Steingaden und Wildsteig.

25 Jahre Kreisfeuerwehrverband

Vertretung für 3300 Feuerwehrler - am Samstag wird das Kreisverbands-Jubiläum gefeiert

  • schließen

Den Kreisfeuerwehrverband gibt es seit 25 Jahren. Er kümmert sich um die Interessen der vielen ehrenamtlichen Helfer – auch, wenn ihn kaum jemand wahrnimmt. Am Samstag wird das Jubiläum in Schongau gefeiert.

Landkreis – Er arbeitet eher im Verborgenen und wird von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, ist aber wichtig für viele ehrenamtliche Helfer im Landkreis: Der Kreisfeuerwehrverband begeht heuer sein 25-Jähriges. Dazu gibt es nach dem Jugendtag an diesem Samstag, 25. Mai, in Schongau einen Festabend.

Mit der Wahl der Örtlichkeit schließt sich der Kreis: Im Schongauer Feuerwehrhaus wurde der Verband am 8. April 1994 aus der Taufe gehoben. Ein paar Tage später, zum 1. Mai, wurde die Vereinssatzung wirksam. Damit hatten die Ehrenamtlichen – sowie die Kameraden der Werksfeuerwehren – in Weilheim-Schongau eine eigene Interessensvertretung. Für derzeit 57 Wehren, rund 3000 Aktive und 300 Jugendliche. Endlich gab es „eine Klammer“ zwischen den Hilfsorganisationen und ihren Gemeinden mit den übergeordneten staatlichen Instanzen von Landratsamt und Bezirk, wie Rüdiger Sobotta sagt. Der Penzberger, seit 2009 Kreisbrandrat, steht dem Kreisverband per Amtswegen vor. In der Vergangenheit wurde diskutiert, ob der Vorsitz nicht gewählt werden sollte, Sobotta findet die jetzige Lösung besser. Die Verknüpfungen beider Posten seien eh so eng, dass sich dies anbieten würde. „Das ist praktikabler.“

Feuerwehr: Die Gründung des Kreisverbands Weilheim-Schongau

Der Kreisverband war eine Neuerung. Sobotta: „Es war schon ein langer Weg.“ Den Landes-Feuerwehrverband gab es bereits von 1868 bis 1938, ebenso Bezirks- und Regionalstrukturen, die von den braunen Machthabern aufgelöst wurden. Nach dem Krieg 1945 verhinderten die US-Behörden aufgrund historischer Bedenken eine Wiedergründung. An die Stelle der Verbände trat im Freistaat ein Sprechergremium als Interessengemeinschaft. Erst 1993 wurde der Landesverband offiziell reaktiviert, ein Jahr nach den Weilheim-Schongauern folgte im Jahr 1995 der Bezirksverband.

Rüdiger Sobotta ist als Kreisbrandrat auch Kreisverbandschef

„Es ist eine wichtige Einrichtung“, sagt der Kreischef über die Organisation. „Auch wenn es nicht ständig präsent ist, aber es gibt uns Strukturen.“ Zwei mal im Jahr tagt der Ausschuss, in dem Vertreter der Kreisbrandinspektion und der Wehren sitzen. Nächster Termin ist im Herbst im Oberhausener Gerätehaus.

Der Verein verfügt Sobotta zufolge über einen Jahresetat von rund 100 000 Euro. Das Geld stammt von Mitgliedsbeiträgen der Kommunen und Betriebe, die eine Wehr unterhalten. Eingezahlt wird nach einem Größenschlüssel. Dazu kommen Spenden, die „immer anlassbezogen sind“ – zum Beispiel für die Ausbildung im Brandcontainer.

Feuerwehr-Kreisverband Weilheim-Schongau: Das sind die Aufgaben des Verbands

Der Kreisverband hat sich Förderung des Feuerwehrwesens vor Ort auf die Fahne geschrieben. Von den Erwachsenen bis zur Jugend. So hilft er bei Materialbeschaffungen bis zu Lehrfahrten und Jugendausflügen. Aktuell steht eine praktische Unterstützung an: Für den Schaumlösch-Trainer, der bei den Schongauer Kameraden gelagert ist, schafft man einen Anhänger an. Damit möglichst viele Wehren das Gerät für Ausbildung und Infotage nutzen können.

Für besonderes Engagement ehren Feuerwehrverbände verdiente Bürger, gern langjährige Kommunalpolitiker. 2014 hatte der scheidende Penzberger Bürgermeister Hans Mummert aus Sobottas Händen vom Landesverband die bayerische Feuerwehr-Ehrenmedaille überreicht bekommen.

Am Samstag steht vor dem offiziellen Festabend der Nachwuchs im Mittelpunkt. 18 Teams haben sich zu den Jugendtag-Wettkämpfen angemeldet. Kreisbrandrat und Verbandschef Sobotta rechnet mit rund 250 Teilnehmern. Bei der letztjährigen Auflage in Raisting waren 21 Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis mit insgesamt 166 Teilnehmern angetreten. Den Titel holte sich Pähl.

So läuft der Jugendtag der Feuerwehr am Samstag in Schongau ab:

Jugendtag am Marienplatz in Schongau: 12 Uhr: Ankunft der Teilnehmer und Mittagessen im Feuerwehrgerätehaus. 13.15 Uhr: Aufstellung am Lindenplatz. 13.30 Uhr: Marsch zum Marienplatz. 14 Uhr: Begrüßung und Grußworte. Danach Wettbewerbe. 17 Uhr: Ende der Wettbewerbe. 17.30 Uhr: Siegerehrung am Marienplatz (bei Regen im Feuerwehrgerätehaus). Historische Übungen am Ballenhaus: 18 Uhr: Beginn Übung. Danach Besichtigung der beteiligten historischen Fahrzeuge am Marienplatz. Festabend: 20 Uhr: Beginn im Jakob-Pfeiffer-Haus mit Grußworten, Vortrag, Ehrungen und der Hohenfurcher Feuerwehrmusik.

Außerdem interessant: Der Hochwasserschutz im Landkreis Weilheim-Schongau hat sich bewährt

Lesen Sie auch: Hangrutsch durch Starkregen: Verkürzte Überholspur an Hohenpeißenberger Umfahrung

Und hier lesen sie weitere Nachrichten aus Schongau und Umgebung

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Neue Gewerbehallen für Bus-Unternehmen
Im Gewerbegebiet „Ehemaliges Deponiegelände“ im Äußeren Westen von Schongau tut sich etwas: Enzian Bustouristik plant den Neubau von zwei Hallen mit Werkstatt, Büro und …
Neue Gewerbehallen für Bus-Unternehmen
Schongauer Fußballer sammeln 3600 Euro für Opfer der Hausexplosion in Rettenbach
Das Unglück der verheerenden Gasexplosion von Rettenbach im Mai hat die Menschen erschüttert und zu vielen Spendenaktionen für die vom Schicksal schwer getroffene …
Schongauer Fußballer sammeln 3600 Euro für Opfer der Hausexplosion in Rettenbach
Park+Ride: Kostenlos ist Trumpf im Landkreis
Auch im Landkreis setzen Kommunen auf Park+Ride. Die Plätze sind in der Regel kostenfrei - was vorerst so bleiben soll.
Park+Ride: Kostenlos ist Trumpf im Landkreis
„MachArt“-Ausstellung beeindruckt mit „Leben in Begegnung“
„Leben in Begegnung“ Ist das Motto der diesjährigen Ausstellung „MachArt“ im Foyer der Deckerhalle. Bis zum 31. Oktober zeigen Künstler und Hobbykünstler ihre Arbeiten, …
„MachArt“-Ausstellung beeindruckt mit „Leben in Begegnung“

Kommentare