Reisen wie nach Colmar sind wieder gut möglich, auch wenn der Zutritt selbst zur Außengastronomie nur unter strengen Auflagen funktioniert. Für die Schongauer Städtepartnerschaften stehen nun einige Jubiläen an
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Reisen wie nach Colmar sind wieder gut möglich, auch wenn der Zutritt selbst zur Außengastronomie nur unter strengen Auflagen funktioniert. Für die Schongauer Städtepartnerschaften stehen nun einige Jubiläen an

Abingdon, Colmar, Lucca, Gogolin, Sint-Niklaas

Viele Jubiläen bei den Schongauer Städtepartnerschaften

  • Elke Robert
    VonElke Robert
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Mit fünf Städten verbindet Schongau eine Partnerschaft, bei allen steht ein kleines Jubiläum vor der Tür: In den Jahren 2022/2023 können 60, 50 bzw. 25 Jahre Verschwisterung gefeiert werden. In Zeiten von Corona gar nicht so einfach, insgesamt etwas zu planen. Verbindung hält man derzeit digital.

Schongau – Eine Städtepartnerschaft ohne Reisen und die Möglichkeit, Besuchern aus den Partnerstädten Unterkunft bieten zu können – in Zeiten von Corona ist einiges flachgefallen. Viele Programmpunkte aus diesem Jahr waren verschoben worden, berichtet Ursula Diesch, bei der Stadt Schongau für die Städtepartnerschaften zuständig. Nur ein paar wenige Sachen konnten stattfinden.

Eine Verbindung schuf 2021 beispielsweise die Musik: Der Schongauer Organist Andreas Wiesmann bot im Mai eine musikalische Reise in die Schongauer Partnerstädte Abingdon (England), Colmar (Frankreich), Lucca (Italien), Gogolin (Polen) und Sint-Niklaas (Belgien) an. Zwar konnte die Orgelnacht nicht vor Publikum stattfinden, aber die Werke aus allen Ländern der Partnerstädte konnte und kann man sich als Mitschnitt anschauen und anhören.

Kontakt überwiegend online gehalten

Kontakt gehalten wurde überwiegend digital über die regelmäßigen Zoom-Meetings mit Mitgliedern der Freundeskreise aus allen Partnerstädten – organisiert von den Mitgliedern der Twin Town Society in Abingdon. Außerdem gibt es einen monatlichen Newsletter mit Informationen aus allen Partnerstädten online unter www.adtts.eu.

Der aktuelle Newsletter von September ist bereits abrufbar, auch die bisher veröffentlichten sind verfügbar. Und wer sich in Schongau für die Städtepartnerschaften interessiert, kann sich das nächste Präsenz-Treffen des Freundeskreises vormerken. Dieses ist für den 19. Oktober geplant (19 Uhr, Gasthaus Lindauer). Es ist eine offene Gruppe, Interessierte können also jederzeit dazukommen und sich informieren. Immerhin 78 Mitglieder hat der Schongauer Freundeskreis der Städtepartnerschaften. In dieser festen Form gibt es den Freundeskreis nun mittlerweile bereits seit 20 Jahren.

Zwei Fahrten jetzt im Herbst

Immerhin zwei Fahrten stehen für diesen Herbst nun an: Bei der Bildungsreise der Evangelischen Gemeinde Schongau mit 35 Teilnehmern ist ein Tag in Colmar fest eingeplant: Am 22. September stehen unter anderem eine Stadtführung, der Besuch des Unterlinden-Museums und ein Empfang im Rathaus an.

Mit 60 Teilnehmern reist dann der Bergsteigerchor in die französische Stadt und wird auch gemeinsam mit einer Musikgruppe aus Colmar musizieren. Das Kulinarische darf in Frankreich nicht fehlen, auf Einladung des Freundeskreises Colmar Les Amis du Jumelage wird gemeinsam gespeist.

Mit an Bord ist bei dieser Fahrt auch Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman, wie Ursula Diesch verrät: „Er trifft erstmals den neuen Oberbürgermeister von Colmar, Éric Straumann, zu einem Gespräch.“

Vorsichtig mit den Planungen für das kommende Jahr

Mit den Planungen für das kommende Jahr ist man noch recht vorsichtig, „Wir machen uns zwar Gedanken, aber etwas fest zu planen, ist aufgrund der aktuellen Corona-Situation sehr schwierig“, so Diesch. Bisher gibt es erst eine ganz fixe Veranstaltung – und die war schon 2020 geplant. In der Hoffnung, dass die Passionsspiele in Oberammergau stattfinden, gibt es einen Termin im Juli, an dem Gäste aus Abingdon nach Schongau kommen und, bis auf die Nacht in Oberammergau, in Schongau in Gastfamilien untergebracht sind.

Und dann möchte man natürlich auch noch in die Planungen gehen für die anstehenden Jubiläen: Bei der nächsten Konferenz der Partnerstädte, die 2022 in Sint-Niklaas stattfinden soll, wird die 60-jährige Verschwisterung sicherlich Thema sein, schätzt Diesch. An dieser Konferenz nehmen in der Regel die Bürgermeister aller Partnerstädte, die Partnerschaftsreferenten und Vertreter der Freundeskreise teil. Einen genauen Termin für die Konferenz gibt es noch nicht, aber es sind verschiedene Möglichkeiten ins Auge gefasst.

60, 50 und 25 Jahre Verschwisterung

Rückblick: Der Schongauer Stadtrat hatte am 6. Dezember 1961 beschlossen, sich den bereits verschwisterten Städten Sint-Niklaas, Colmar und Lucca anzuschließen. 1962 und 1963 fanden hierzu verschiedene Feierlichkeiten statt, weshalb die Schongauer Partnerschaftsreferentin davon ausgeht, dass die Feiern zum Jubiläum dann 2022 und 2023 erfolgen. Für die Städtepartnerschaft mit den Engländern kann ein 50-jähriges Jubiläum gefeiert werden. Die Freundschaftsverträge mit Abingdon – zuvor schon mit Sint-Niklaas verschwistert – wurden 1970 unterzeichnet, die Feierlichkeiten folgten ebenfalls erst 1972. Die jüngste Verbindung unterhält Schongau mit Gogolin, nämlich seit 1996. Für das 25-Jährige seien ebenfalls Begegnungen angedacht in 2022, dies müsse aber erst im Detail besprochen werden.

Die letzte Bürgermeisterkonferenz der Partnerstädte fand 2019 in Schongau statt, die nächste soll im kommenden Jahr in Sint-Niklaas sein.

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