Die Traumnote 1,0 erreichten: (oben v.l.) Aileen Kämmerer (Kauffrau im Groß- und Außenhandel), Elena Gerwert (Kauffrau für Büromanagement), Luna Mahlstedt (Kauffrau im Einzelhandel), Magdalena Echter (Kauffrau im Einzelhandel), Marco Berklmeir (Automobilkaufmann) sowie (unten v.l.) Maximilian Lory (Industriekaufmann), Sarah Krüger (Kauffrau für Büromanagement), Laura Eßbach (Kauffrau im Einzelhandel), Margit Heiland (Industriekauffrau) und Sarah Utschneider (Kauffrau für Büromanagement).
+
Die Traumnote 1,0 erreichten: (oben v.l.) Aileen Kämmerer (Kauffrau im Groß- und Außenhandel), Elena Gerwert (Kauffrau für Büromanagement), Luna Mahlstedt (Kauffrau im Einzelhandel), Magdalena Echter (Kauffrau im Einzelhandel), Marco Berklmeir (Automobilkaufmann) sowie (unten v.l.) Maximilian Lory (Industriekaufmann), Sarah Krüger (Kauffrau für Büromanagement), Laura Eßbach (Kauffrau im Einzelhandel), Margit Heiland (Industriekauffrau) und Sarah Utschneider (Kauffrau für Büromanagement).

Berufsschule Schongau

Zehn mal 1,0: Virtuelle Abschlussfeier für Top-Absolventen

  • vonKatrin Kleinschmidt
    schließen

Wer im Arbeitsleben Erfolg haben will, muss auch schwierige Situationen meistern: Dass sie das können, haben Absolventen der Berufsschule Schongau unter Beweis gestellt. 41 Mal steht diesmal eine 1 vor dem Komma. Und selbst die Traumnote 1,0 gibt‘s mehrfach.

Schongau – Ein Abschluss ist immer ein besonderer Moment. Einer, den man mit Freunden und Familie feiern möchte. Und bei dem man „Servus“ sagt zu vielen, die einen in den Jahren zuvor begleitet haben. Doch in Zeiten von Coronavirus-Pandemie und Lockdown gibt’s kein geselliges Beisammensein. Die Abschlussfeier des Winter-Prüfungsjahrgangs ausfallen zu lassen, war für Andreas Streinz, Schulleiter am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Schongau, trotzdem keine Option. „Vor allem, weil wir höchsten Respekt vor den Leistungen haben“, sagt Streinz. Und tat das, was man in diesen Zeiten eben so macht: Er lud zu einer Online-Feier ein. Mit Musik, Ehrengästen und einem Teil der Schüler – den besten.

Dass nicht alle Absolventen sowie keine Vertreter der Ausbildungsfirmen der Konferenz beiwohnen konnten, „hatte technische Gründe“, erklärte Streinz im Vorfeld. Zu groß war die Gefahr, dass das System dem nicht standhält. Und so trafen sich letztlich rund 50 Teilnehmer in Microsoft Teams, um die erfolgreichsten Absolventen zu verabschieden.

118 Schüler haben bestanden, 41 haben eine Eins vor dem Komma.

118 Schüler haben ihre Abschlussprüfung in diesem Winter bestanden – und damit 89,4 Prozent. 41 von ihnen erreichten einen Notendurchschnitt von 1,99 und besser. „Ein herausragender Erfolg“, sagte Streinz vor dem Bildschirm. Diese Absolventen erhielten den Schulpreis. „Sie haben unter Beweis gestellt, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen exzellente Leistungen und Ergebnisse bringen können.“ 37 von ihnen bekamen sogar den Staatspreis, weil sie mit einem Schnitt von 1,5 und besser ihre Ausbildung abschlossen. Acht Schülerinnen sowie zwei Schüler erreichten die Traumnote 1,0.

Alle 41 Bestschüler wurden in der Online-Feier vorgestellt. Wer eingeloggt war und seine Kamera einschaltete, war in diesem Moment auch zu sehen. „Vor Corona hätten wir gesagt: Wir bitten auf die Bühne“, sagte Lehrer Gerhard Schmid. „Heute aber bitten wir ins Spotlight.“ So mancher Absolvent verfolgte den besonderen Moment mit Familie oder dem Partner vor dem Bildschirm und grüßte freundlich in die Kamera.

Virtuelle Feier mit Musik und Grußworten

Eine Schülerin war gleich mehrfach im Bild: Magdalena Echter. Die Altenstadterin ist nun Kauffrau im Einzelhandel – und das mit einem 1,0-Abschluss. Weil sie auch richtig gut singt, sorgte sie mit zwei zuvor gedrehten Videobeiträgen für einen schönen musikalischen Rahmen.

Und wie es sich für einen offiziellen Akt gehört, gab’s auch Grußworte. Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) hatte ihres vorab aufgenommen. „Sie gehören zu einem ganz besonderen Jahrgang. Sie haben unfreiwillig Geschichte geschrieben“, sagte sie in dem eingespielten Video. Trotz der schwierigen Bedingungen hätten sich die Auszubildenden auf sich konzentriert – und „ihren Job ausgezeichnet gemacht. Sie dürfen stolz sein und das genießen“, sagte sie. „Nur eins dürfen sie nicht: Feiern. Aber auch diese Zeit kommt.“ Der Landtagsabgeordnete Harald Kühn (CSU) war live in der Konferenz. „Ich bin zutiefst überzeugt, dass sie mit ihrer fundierten Ausbildung einen Schlüssel für ihren Beruf und das weitere Leben in der Hand haben“, sagte er.

Einige der Absolventen wollen ihren Schlüsselbund noch erweitern – mit einer weiteren Ausbildung, einem Studium oder dem Techniker. Da passte das Zitat Mahatma Gandhis, das ihnen Schulleiter Streinz zum Abschied über die Kamera mitgab: „Lebe, als würdest du morgen sterben. Lerne, als würdest du ewig leben.“

Auch interessant:
Zwei Stunden lang sprachen am Freitag die oberbayerischen Landräte per Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Nachgang machte Landrätin Andrea Jochner-Weiß ihrem Unmut Luft.
Daran, den Löffel abzugeben, hat Gastronomin Monika Pummer aus Peiting trotz aller Krise noch keinen Gedanken verschwendet. Im Gegenteil: Die neueste öffentlichkeitswirksame Aktion von Wirtin Monika Pummer zeugt von Kampfgeist. Pummer, die in Peiting das Hotel und Restaurant Dragoner und die Bar-Lounge Xaver betreibt will dafür kämpfen, dass Gastronomie und Hotellerie nicht vergessen werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare