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Ein beeindruckendes Solo am Bariton-Saxophon lieferte Manuel Wolf ab. 

Schongauer Lehrer musizieren im Ballenhaus

Vom Elfentraum bis zu teuflisch guten Kombinationen

Jeder Schüler weiß, dass sein Lehrer Musik studiert hat, und deshalb ein oder mehrere Instrumente gut beherrschen muss. Wie hoch das Niveau der Lehrer der Musikschule Pfaffenwinkel tatsächlich ist, welche Perlen dort schlummern, davon konnten sich die rund 100 Zuhörer beim Lehrerkonzert im Ballenhaus überzeugen.

Schongau – Zwölf teils neue, teils langjährige Musiklehrer stellten ihre Instrumente und sich selbst mit perfekt gewählten Stücken vor.

„Meine Kollegen werden heute beweisen, warum sie leidenschaftlich für die Musik brennen“, versprach Musikschulleiter Marcus Graf, der informativ und humorvoll durch den Abend führte. Und das hielten sie alle auf eine wirklich eindrucksvolle Art und Weise. Außergewöhnliche, „teuflisch“ gute Kombinationen wie der „Devil´s Waltz“ auf Euphonium (Andreas Immler) und Tuba (Michael Schwarzfischer) gehörten ebenso zum Programm, wie ein klassisches Concerto in G-Dur der Violinisten Britta Platt van der Smagt, Reinhild Häcker, Angela Gilgenreiner und Helmut Spindler.

Thomas Huppertz bewarb die Altblockflöte als echte Alternative zur gängigen Sopranblockflöte und entlockte seinem Fagott alle Tonlagen in seiner „Fantasie über das Lied Im tiefen Keller“. Ebenfalls ganz im Zeichen der tiefen Töne brachte Bassbariton Matthias Utz, Musiklehrer am Gymnasium, drei wunderbare Lieder zu Gehör, begleitet von seiner Frau Cornelia am Klavier. Bei den meisten anderen Stücken saß Neuzugang Wolfram Gäfgen am Flügel, der Tuba und Posaune (Andreas Immler) ebenso harmonisch zu begleiten wusste wie Streicher und Fagott. Doch Gäfgen ist mehr als ein gefühlvoller Begleiter, er ist auch Komponist und brachte einen wunderbaren selbst geschriebenen „Elfentraum“ zu Gehör.

Für Gänsehaut, die sowohl einer tiefen Traurigkeit, als auch der Bewunderung für die Schönheit der Musik geschuldet war, sorgte der „Tango Suicide“ von Jerzy Petersburski, den Britta Platt van der Smagt (Violine) und Andreas Pyzik am Kontrabass so beeindruckend und gefühlvoll darbrachten – handelte es sich dabei doch um die Melodie, die in den Konzentrationslagern auf dem Weg zu den Gaskammern gespielt wurde. Ein gewagtes Stück, aber das Publikum honorierte es.

Gewagt, wenn auch auf eine gänzlich andere Art, war der Auftritt des neuen Drumcorps mit Schlagzeug-Lehrer Thomas Sporrer und seinen Schülern Matthias Graf und Felix Ruhland, die bewiesen, dass Percussion-Musiker mehr sind als Taktgeber oder Rhythmushalter. Sie entlockten ihren Instrumenten nicht nur mitreißende Rhythmen, sondern sogar verschiedene Töne, die das Publikum zu spontanen „Super!“-Rufen animierten.

Die erhielt auch Multitalent Manuel Wolf, der auf dem neu erworbenen Bariton-Saxophon ein Solo ablieferte, wie es selbst geneigte Musik-Fans so noch nicht gehört haben. Ein Wahnsinn! Diese Begeisterung färbt auch auf seine Saxophon-Schüler ab, die mit ihm zusammen die beiden letzten Stücke dieses tollen Konzerts auf die Bühne brachten.

Ein einmaliges Erlebnis, das den Schülern eindrucksvoll gezeigt hat, wo ihr Weg hinführen kann, wenn sie fleißig üben, und das den zahlreich anwesenden aktiven Musikern einen neuen Motivationsschub gab. Und alle anderen durften einfach nur genießen.
Christine Wölfle

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