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„Besser geht es nicht“: Ein Jugendbeirat für Schongau - Kandidaten gesucht

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Von: Elke Robert

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In Schongau wird bald ein Jugendbeirat gewählt. (Symbolbild)
In Schongau wird bald ein Jugendbeirat gewählt. (Symbolbild) © DPA

Schongau bekommt seinen ersten Jugendbeirat. Bewerber zwischen 12 und 18 Jahren sind gesucht, die sich bei der Jungbürgerversammlung gleich vorstellen können.

Schongau – Wer möchte sich in Schongau engagieren und die Jugend vertreten? Damit junge Menschen in der Stadt eine stärkere Stimme bekommen als bisher, hatte der Stadtrat im Juni eine Satzung verabschiedet und damit den Weg bereitet für den ersten Jugendbeirat der Lechstadt. Darin ist festgehalten: Jeweils zwei Schongauer Schüler von Mittelschule, Realschule, Gymnasium und Schönach-Schule Altenstadt sollen in dem Gremium vertreten sein.

Wichtig war dem Stadtrat, dass diese nicht einfach nur benannt, sondern auch demokratisch gewählt werden. „Die Schulleiter sind schon aufgefordert worden, uns die Namen plus Nachrückerliste zu melden“, erklärt Bettina Schade, geschäftsleitende Beamtin der Stadt Schongau. Bis zum heutigen Mittwoch sollen die Namen vorliegen.

Schongauer zwischen 12 und 18 Jahren können sich für Jugendbeirat bewerben

Neben diesen acht Schülern hat der Jugendbeirat drei weitere Mitglieder, die die jungen Bürger frei aus ihrer Mitte wählen können. Alle Schongauer, die zwischen 12 und 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in Schongau wohnen, können sich bewerben. Eingegangen sein muss diese Bewerbung bis spätestens Mittwoch, 27. Oktober, also bis einen Tag vor der Jungbürgerversammlung (28. Oktober).

An alle jungen Schongauer - Jugendbeirat wird gewählt

Wer sich für die Mitarbeit im Jugendbeirat bewerben will, kann bis Mittwoch, 27. Oktober, eine Nachricht mit Namen und Adresse senden an das Jugendzentrum Schongau (Bürgermeister-Lechenbauer-Straße 2, E-Mail: juze-schongau@gmx.de. Die Bewerber können auch direkt an die Stadt schreiben (Münzstraße 1-3. Die E-Mail lautet: vorzimmer@schongau.de.

Die Jungbürgerversammlung im Ballenhaus am Donnerstag, 28. Oktober, beginnt um 17 Uhr. Es gelten die 3G-Regeln, Schüler, die regelmäßig getestet werden, müssen nur ihren Schülerausweis mitbringen.

Die Wahl des Jugendbeirats ist am 10. und 11. November im Juze (13 bis 19 Uhr). Es gelten die 3G-Regeln und bitte den Ausweis mitbringen.

Bei diesem Termin haben dann die Kandidaten die Gelegenheit, sich vorzustellen – und nicht nur das: Alle jungen Bürger können bei diesem Termin im Schongauer Ballenhaus einmal ihre Angelegenheiten loswerden, berichten, wo sie der Schuh drückt und mit Bürgermeister Falk Sluyterman ins Gespräch kommen.

Schongauer Jugendbeirat bekommt Budget in Höhe von 2500 Euro

Die Amtszeit des ersten Jugendbeirats startet ab dem 1. November und dauert zwei Jahre, im Oktober 2023 sollen dann die nächsten Jugendbeiratswahlen stattfinden. Die beiden Jugendreferenten Mona Maucher und Thomas Schleich sind ebenfalls mit eingebunden, denn sie sollen dem Beirat beratend zur Seite stehen. Ganz mit leeren Händen steht der Jugendbeirat auch nicht da, immerhin hat er ein Budget in Höhe von 2500 Euro zur Verfügung.

Übrigens findet nur die Vorstellung der Bewerber im Rahmen der Jungbürgerversammlung statt, die Wahlen erfolgen dann erst nach den Herbstferien. Sein Kreuzchen kann man im Jugendzentrum abgeben.

„Das ist Teilhabe am öffentlichen Leben, besser geht es nicht“

Angeschoben worden war der Jugendbeirat in Schongau von Stadtrat Hans Rehbehn (CSU) schon kurz nach den Stadtratswahlen 2020, sein Antrag war überwiegend positiv aufgenommen worden. Bettina Buresch (Grüne) hatte vorgeschlagen, dass sich auch ältere Jugendliche zur Wahl stellen können – nämlich bis zu einem Alter von 21 Jahren, was aber mehrheitlich vom Gremium abgelehnt worden war, nur die Grünen votierten dafür.

Im Jugendzentrum freut man sich über die neue Möglichkeit der Jugendlichen: „Das ist Teilhabe am öffentlichen Leben, besser geht es nicht“, so Juze-Leiterin Christina Annibalini. Juze-Mitarbeiter Sebastian Kosler sieht es auch so: „Besser kann man politische Bildungsarbeit nicht unterstützen.“

Bürgerversammlung in Schongau

Erstmals seit zwei Jahren findet wieder eine Bürgerversammlung statt. Die diesjährige Bürgerversammlung im Ballenhaussaal ist für Donnerstag, 28. Oktober, im Anschluss an die Jungbürgerversammlung geplant und beginnt um 19 Uhr. Nach dem Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Falk Sluyterman haben die Bürger die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Für die Aussprache gibt es aber Regeln: Das Wort bekommen nur Bürger der Stadt Schongau. Auch sollen nur Probleme von allgemeinem Interesse vorgetragen werden, heißt es in der Einladung zur Bürgerversammlung. Persönliche Einzelfälle wie Nachfragen zu Baugenehmigungen oder Gebührenbescheiden können nicht behandelt werden. „Solche Fragen sind direkt mit der Stadtverwaltung oder im Rahmen meiner Bürgersprechstunde zu klären“, so Bürgermeister Falk Sluyterman. Für die Teilnahme an der Bürgerversammlung gilt die 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet).

Die letzte Präsenz-Bürgerversammlung fand im März 2019 im Ballenhaus statt. Im März 2020 war ein Termin wegen Corona dann gar nicht erst anberaumt worden, man hatte auf Herbst 2020 gehofft. Warum nicht eine virtuelle Bürgerversammlung abhalten, wie auch der jüngste Wirtschaftsempfang als Liveübertragung stattfand? Diese Anregung war nicht aufgegriffen worden, jedoch beantwortete Sluyterman heuer Anfang des Jahres im Rahmen eines digitalen Bürgerdialogs vorher eingegangene Fragen der Bürger in einer Reihe Videobotschaften.

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