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Mit einer Textpassage aus einem Buch der Reihe „Die drei Ausrufezeichen“ konnte Magdalena Rosenauer schon einmal beim Vorlesewettbewerb gewinnen.

Vorlesewettbewerb im Welfen-Gymnasium

Magdalena aus Peiting liest beim Bezirksentscheid

Schongau - Sowohl in ihrer Klasse, beim schulinternen Vorlesewettbewerb des Welfen-Gymnasiums als auch bei dem des Landkreises Weilheim-Schongau hat sich Magdalena Rosenauer als beste Vorleserin durchgesetzt. Jetzt tritt sie beim Bezirksentscheid des südlichen Oberbayerns an.

 Knapp war es. Beim Klassenentscheid des Vorlesewettbewerbs entschied es sich zwischen Magdalena Rosenauer und einer Mitschülerin, wer beim Schulwettbewerb des Welfen-Gymnasiums teilnehmen darf. Die Lehrerin habe schließlich ihr den Vortritt gelassen, erzählt Magdalena stolz – und damit die richtige Entscheidung getroffen, denn Magdalena kam Runde für Runde als Siegerin weiter. Nach dem Schulwettbewerb hat sie sich auch im Kreisentscheid Weilheim-Schongau gegen andere Schulsieger der sechsten Klassen aus dem Landkreis durchgesetzt. Am Donnerstag, 12. April, darf sie deshalb beim Bezirkswettbewerb Oberbayern Süd in München teilnehmen. Sollte sie gewinnen, geht es mit dem bayerischen Landeswettbewerb und schließlich dem Bundeswettbewerb in Berlin weiter. „Das wäre toll, wenn ich wegen meinem Hobby nach Berlin reisen dürfte. Ich konzentriere mich jetzt aber auf den Bezirkswettbewerb“, sagt Magdalena.

Denn dass sie es dort hin geschafft hat ist eine große Leistung. Der Schulleiter des Welfen-Gymnasiums, Bernhard O’Connor, habe ihr erzählt, dass zuletzt vor über 25 Jahren ein Schüler des Gymnasiums am Bezirkswettbewerb teilnahm.

Die elfjährige Magdalena liest sowieso sehr gern und viel. Oft auch mehrere Bücher gleichzeitig. Dann liegt eins in ihrem Zimmer und ein oder zwei andere in der Küche. Je nachdem wo sie gerade ist oder worauf sie in dem Moment Lust hat, liest sie dann. Ob sie da nicht durcheinander kommt? „Nein, das klappt gut“, sagt sie und lacht. Auch bei Autofahrten sei Lesen ein guter Zeitvertreib, findet die Peitingerin. Im Winter ist sie oft zum Skifahren in Garmisch. Während der Autofahrt dorthin liest sie. Schlecht wird ihr dabei nicht.

Neben dem Lesen ist Sport Magdalenas großes Hobby. Fast jeden Wochentag macht sie eine andere Sportart: Sie fährt Ski, spielt Tennis, turnt und geht Reiten. Pferdebücher liest sie aber nicht so gerne. „Die sind meistens langweilig“, kritisiert sie. Andere Tier- und vor allem Detektivgeschichten findet Magdalena viel interessanter.

Seit 1959 organisiert der Börsenverein des Deutschen Buchhandels jedes Jahr den Vorlesewettbewerb. Für jeden Wettbewerbsrunde dürfen sich die Teilnehmer einen Buchausschnitt aussuchen. Außerdem legt die Jury einen unbekannten Text vor. „Der ist sogar leichter zu lesen“, findet Magdalena. Den selbst gewählten Text lese sie in der Vorbereitung nämlich so oft, dass sie irgendwann gar nicht mehr wisse, was sie noch verbessern könne. „Den Text von der Jury lese ich einfach“, erklärt Magdalena. „Zwar bin ich davor immer ein bisschen aufgeregt, aber dann kommt die Freude dazu, und dann klappt das“.

Wichtig sei, dass „nicht voll rasig durch den Text gegangen wird“, sagt Magdalena. Stattdessen liest sie laut und deutlich mit Betonung. Vor allem spannende Stellen dürfen auf keinen Fall runtergeleiert werden.

Welchen Text sie beim Bezirkswettbewerb vorlesen will, weiß Magdalena noch nicht. „Das such ich immer nach Gefühl aus“, erzählt sie. Am Besten funktionieren spannende Textstellen, schließlich soll das Publikum aufmerksam zuhören und sich nicht langweilen. Ob der ausgesuchte Text dann tatsächlich gut ankommt, testet Magdalena im Vorfeld mit ihrer Familie. Dann liest sie ihren Eltern und ihrer Schwester vor, die müssen beurteilen, ob der Text interessant ist und ob sie der Handlung gut folgen können. Ein Text, der diese kritische Auswahlrunde übersteht, kann auch für das Publikum beim Vorlesewettbewerb nicht verkehrt sein, denkt sich Magdalena. Und bis jetzt hat sich dieses Vorgehen schließlich auch bestens bewährt.

Zur Unterstützung beim Bezirkswettbewerb wäre ihre Klasse gerne mitgekommen nach München. Allerdings ist das Café, in dem der Wettbewerb stattfindet, nicht groß genug. Jeder Teilnehmer darf nur wenige Personen mitbringen. Magdalena hofft, dass zumindest ein bis zwei gute Freunde schulfrei bekommen und sie begleiten.

Elena Siegl

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