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Glücklich und bereichert durch die Nepal-Reise: Die Schüler des P-Seminars des Schongauer Welfen-Gymnasiums berichteten in der Schulaula über ihre Erlebnisse in Nepal. Der Spruch auf den T-Shirts bezieht sich auf ein traditionelles Gericht, das fast jeden Tag auf dem Speiseplan stand und zu einem geflügelten Wort wurde.

Vortrag über Nepal-Reise

Bereichernder Auslands-Arbeitseinsatz

Eine Schülergruppe des Schongauer Welfen-Gymnasiums hat an den Projekten der Nepal-Initiative Schongau in Nepal teilgenommen. Im Rahmen eines Vortragsabends haben sie jetzt von ihren Eindrücken berichtet.

Schongau – Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Das kann man auch an den Schülern des P-Seminars sehen, die förmlich übersprühten vor Begeisterung. Vom 22. März bis 10. April dieses Jahres waren sie in Begleitung der Lehrer Veronika Dietzel und Gerald Neumeier in Nepal unterwegs. Vorangegangen waren diverse Aktionen, um Spendengelder zu sammeln.

So hatten die Schüler Nikoläuse aus Holz geschnitzt und auf einem Weihnachtsmarkt verkauft, einen Spendenlauf organisiert und waren bei Banken bezüglich Spenden vorstellig geworden. Von den Geldern wurden Mitbringsel für die Kinder an der Lophel Ling Boarding School im Manangtal und dem Kinderheim Rangeen Home in Bhaktapur gekauft. Jedes Kind sollte ein eigenes Kissen mit aufgesticktem Namen bekommen.

Mit Spielzeug, Bällen, Mandala-Malbüchern, Buntstiften und Malkreiden, darüber hinaus mit von Schülern des Gymnasiums Geretsried gestrickten Pullovern, Schals und Mützen sowie einem Akkuschrauber und viel Tatkraft im Gepäck, war die Gruppe ins ferne Land gestartet. Auf dem Programm stand nämlich nicht nur Sightseeing, sondern ein richtiger Arbeitseinsatz an der Lophelling Schule. Dort haben die Schüler unter anderem Betten repariert und Wände bunt gestrichen. Zudem hatte eine Gruppe überlegt, was sie mit den Kindern im Rahmen des Unterrichts machen könnte.

Angekommen in der Rush Hour in Kathmandu, mussten sich die Schüler erst einmal akklimatisieren und trafen dort auf Dr. Philip Wagner mit Familie, der die Tour medizinisch begleitet hat.

Es wurden Farben und Werkzeug eingekauft und dann das neu eröffnete Kinderheim New Rangeen Home besichtigt, das zwar noch nicht fertiggestellt, aber schon bezogen ist. Danach ging es in einer fünftägigen Trekking-Tour an die 3300 Meter hoch gelegene Lophelling-Schule. Zuerst mit einem Jeep, danach vier Tage lang in zwei bis fünfstündigen Fußmärschen. Nur gut, dass man sich mit einer Tour auf die 2588 Meter hoch gelegene Hexensee-Hütte bei Serfaus vorbereitet hatte. Atemberaubende Panoramen entschädigten für die Mühen.

Vier Tage lang werkelten die Schongauer Schüler dann an der Schule, spielten und sportelten mit den Kindern. Erschwerend kam hinzu, dass sie in einer Lodge übernachteten, die gut eine Stunde Fußmarsch von der Schule entfernt lag, der zweimal täglich zurückgelegt werden musste. Zum Abschied gab es mitden Schulkindern ein großes Lagerfeuer mit traditionellen Tänzen, wobei die Gymnasiasten mit einer Sternpolka und der Bayernhymne auftrumpften.

Danach stand noch ein Besuch im Rangeen Home in Pokhara auf dem Programm, bevor es zurück nach Kathmandu ging, wo noch viele Erdbeben-Schäden zu sehen sind. „Liebe, Anerkennung und Aufmerksamkeit kann eigentlich jeder von uns geben“, war das Resümee der Reise, wie bei dem Vortrag deutlich wurde. Zudem ein großer Dank an die Nepal-Initiative Schongau, die diese besonderen Eindrücke möglich gemacht und mit dem Mitarbeiter Phuntsok vor Ort unterstützt hatte.

Wer die Arbeit der Nepal- Initiative Schongau unterstützen möchte, findet alle Informationen zu Spenden oder Patenschaften unter www.nepal-initiative.de.

von Ursula Fröhlich

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