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Ab Montag ist die Peitinger Straß e stadtauswärts für den Verkehr gesperrt – es geht nur noch über die Umgehung. Nur der Verkehr von Peiting nach Schongau kann weiter fließen, nämlich über die Behelfsbrücke.

Umleitung ab Montag in Kraft

Wegen Baustelle an der Kanalbrücke: Von Schongau nach Peiting nur noch über die B17

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Wer mit dem Auto von Schongau nach Peiting will, der sollte ab Montag mehr Zeit für seinen Weg einplanen. Wegen der engen Straßenverhältnisse an der Kanalbrücken-Baustelle wird der Verkehr in Richtung Marktgemeinde fünf Wochen lang über die B17 umgeleitet.

Schongau – Von „Marathon-Sitzungen mit allen Beteiligten“ spricht Christoph Prause, Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt Weilheim, wenn es um die Baustelle an der Schongauer Kanalbrücke geht. Wie berichtet, hat sich der ursprüngliche Plan, den Verkehr während der laufenden Arbeiten stets in beide Richtungen laufen zu lassen, in den Osterferien zerschlagen – lange Lkw und Busse kamen in Fahrtrichtung Peiting wegen der engen Straßenverhältnisse vor der Behelfsbrücke einfach nicht durch. Deshalb kommt jetzt die Radikal-Lösung: Ab Montag wird voraussichtlich für fünf Wochen die Fahrt von Schongau nach Peiting nur noch über die Umfahrung (B 17) möglich sein.

Man hätte diese Maßnahme, die laut Prause „im Schongauer Rathaus keine Beifallsstürme ausgelöst hat“, gerne vermieden. Doch alle Beteiligten hätten keine andere Möglichkeit gesehen. Denn wenn ein Bus oder Lkw vor der engen Behelfsbrücken-Zufahrt rangieren muss, ergeben sich lange Verzögerungen auf der vielbefahrenen Straße. Aus dem selben Grund wurde auch eine Ampellösung nicht mehr in Betracht gezogen: „Das hatten wir zwischendurch zwei Mal ausprobiert und das hat zu nicht unerheblichen Verkehrsproblemen in Schongau geführt“, sagt es Prause verharmlosend – die Folge waren große Rückstaus und ein Verkehrschaos.

Ab Montag also wird nur noch der direkte Weg von Peiting nach Schongau möglich sein. Der wird über die Behelfsbrücke geführt – „da kommen wirklich alle Fahrzeuge drüber, das haben wir ausgiebig getestet“, sagte Prause. Nur in Gegenrichtung nicht – doch auch dagegen will das Staatliche Bauamt etwas tun: Denn in den voraussichtlich fünf Wochen, in denen beidseitig des Kanals Bohrpfahlarbeiten für die Herstellung der Brückenwiderlager stattfinden sowie die bestehende Brücke in der Mitte durchgesägt, verstärkt und eine Hälfte abgerissen wird, soll das im Weg stehende Trafohäuschen verlegt werden. „Das ist noch nicht hundertprozentig spruchreif“, sagt Prause, aber er sei guter Dinge, sich mit den zuständigen Lechwerken zu einigen.

Ohne das Trafohäuschen wäre genug Platz, die Schleppkurve so auszuweiten, dass Busse und Lkw auch in Fahrtrichtung Peiting problemlos über die Behelfsbrücke rollen können. Nicht unwichtig, schließlich wird die Baustelle noch bis Ende 2019 bestehen bleiben – erst dann ist die Brücke komplett erneuert.

Auch der Busverkehr ist betroffen

Aufgrund der Bauarbeiten an der Mühlkanalbrücke kommt es ab Montag, 9. April, zu Fahrplanänderungen auf der Linie 9822 in Richtung Peiting, teilt der RVO mit. Betroffen ist die Fahrt um 6.05 Uhr ab Schongau Bahnhof, die neu um 5.50 Uhr stattfindet. Auf dieser Fahrt entfallen die Haltestellen Peitinger Straße, Schongauer Straße und Obere Straße. Die Haltestelle Meierstraße wird um 6.10 Uhr bedient. Auf der Fahrt um 13.13 Uhr ab Schongau Bahnhof entfällt der Halt am Volksfestplatz. Fahrgäste werden gebeten, an der Haltestelle Marktoberdorfer Straße einzusteigen. Ab da entfallen alle Haltestellen bis Peiting-Ramsau. 

Busse dürfen ansonsten – neben Einsatzfahrzeugen im Notfall – auch weiterhin den direkten Weg von Schongau nach Peiting nehmen. Für sie wird an der Behelfsbrücke händisch eine Ampel geschaltet, so Christoph Prause vom Staatlichen Bauamt Weilheim. „Alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen die Umleitung über die Umfahrung nutzen“, betont Prause.

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