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Schongauer Weibsdeifi-Markt soll renoviert werden

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Von: Elena Siegl

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Der Weibsdeifi-Markt in Schongau.
Der Weibsdeifi-Markt in Schongau. © Siegl

Der Weibsdeifi-Markt wurde vor sechs Jahren von der Initiative „Schongau belebt“ gestartet. Bald soll der Laden in neuem Glanz erstrahlen.

Schongau – „Hyggelig“ ist es im Schongauer Weibsdeifi-Markt. Das Modewort aus dem Norwegischen, das so viel bedeutet wie „gemütlich“, „angenehm“, „geborgen“ und „gut“, hat sich das Team für die aktuelle Schaufenstergestaltung zum Motto genommen, erzählt Beatrice Amberg vom Verein „Schongau belebt“. Ein Sitzsack, warme Pullover, Schals und Mützen – alles in Naturtönen – werden präsentiert. Es sind gebrauchte und selbst gemachte Waren, die Frauen hier für andere Frauen zum Kauf anbieten.

Doch wer sich im Geschäft ganz genau umschaut, entdeckt auch die eine oder andere unschöne Ecke und Kante. Als der Weibsdeifi-Markt, der vor sechs Jahren im Rahmen der Initiative „Schongau belebt“ gegründet wurde, den leer stehenden Laden in der Passage der Münzstraße übernommen hatte, war er bereits „ausgelebt“, so Amberg. Nun soll renoviert werden. 1500 Euro hat der Verein für das Vorhaben von der Bürgerstiftung Schongau erhalten.

Noch sei man in der Planungsphase, erklärt Amberg. Hier und da müsse gespachtelt, die Wände frisch gestrichen und die Theke hergerichtet werden, schildert sie. Auch ein Ladenschild würde sich das Team um Amberg wünschen. „Wir sind jetzt schon so lange in der Passage – aber manche kennen uns trotzdem noch nicht.“ Außerdem stehen ein großes Logo fürs Fenster und Schaufensterbeleuchtung auf der Wunschliste des Weibsdeifi-Teams.

„Wenn dann noch Geld übrig ist, wird wahrscheinlich noch die ein oder andere Kleiderstange ersetzt“, so Amberg. Die Einrichtung hatte man zu Startzeiten von anderen Geschäften in der Altstadt geliehen oder geschenkt bekommen.

Zwölf Frauen, jede nach ihren Möglichkeiten, engagieren sich regelmäßig ehrenamtlich in dem kleinen Geschäft. Alle sind mit Leidenschaft dabei und wollen auch sie Renovierung in Eigenarbeit stemmen, so Amberg.

Sechs Jahre Weibsdeifi-Markt in Schongau

Auch nach sechs Jahren ist der Weibsdeifi-Markt bei „Frauen jeden Alters“ beliebt, sagt Amberg. Es gebe schließlich nichts Vergleichbares. Im Weibsdeifi-Markt seien Unmengen Marken zu finden und jede Größe. Dementsprechend bunt sei auch die Kundschaft – vor allem Frauen natürlich, erzählt Amberg. Aber auch Männer werden ab und zu fündig. Neben Kleidungsstücken, die nach wie vor immer gefragt sind, gibt es im Weibsdeifi-Markt nämlich auch Dekoartikel, die gerne mitgenommen werden, und Kunsthandwerk. Aktuell zum Beispiel Taschen oder Makramee-Regenbögen, so Amberg. Sie könnte sich vorstellen, die Laden-Räume künftig noch mehr zu nutzen. Etwa für Malkurse.

Wer ehrenamtlich beim Verkauf helfen will oder gut erhaltene Kleidung und Co. loswerden möchte, kann sich gerne bei Beatrice Amberg und im Weibsdeifi-Markt melden. Teilnehmer zahlen eine kleine Gebühr, mit der letztendlich die Laden-Miete finanziert wird, erklärt Amberg. „Wir machen keinen Gewinn.“ Die Öffnungszeiten wurden vor etwa einem halben Jahr erweitert: Jeden Samstag ist von 10 bis 14 Uhr geöffnet, am ersten Samstag im Monat sogar bis 16 Uhr. Zusätzlich kann nun auch schon freitags eingekauft werden: Jeweils von 15 bis 18 Uhr.

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