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Am Mittwoch starten die Abiturprüfungen.

Wegen Corona

Abitur-Start im Landkreis Weilheim-Schongau: Prüfung in Socken

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Die Abiturprüfungen stellen die Gymnasien im Landkreis vor große Herausforderungen. Während in Schongau fast alles wie immer ist, sollten Abiturienten in Weilheim warme Füße haben.

Landkreis – Wo normalerweise fleißig geturnt und gespielt wird, stehen am Mittwoch rund 150 Tische und Stühle: Die Jahnhalle in Weilheim wird zum Prüfungsraum. 139 eigene Schüler sowie zehn Externe starten mit Deutsch in die Prüfungen am Weilheimer Gymnasium. „Weil unsere eigene Turnhalle gesperrt ist, hätten wir wegen der nötigen Abstandsregel viele kleine Räume gebraucht, da bekommen wir ein Aufsichtsproblem“, sagt Schulleiterin Beate Sitek. Schließlich müssen auch bei den Toilettengängen Lehrer auf den Gängen kontrollieren. In der Jahnhalle ist Platz genug, um die zwei Meter Abstand zu gewährleisten.

Der Zugang muss über die Umkleiden erfolgen, es wird ein Farbsystem geben, damit die Schüler gestaffelt in die Halle kommen. Und: „Die Abiturienten müssen leider die Schuhe ausziehen, sonst hätten wir noch großflächig Matten verlegen müssen“, bedauert Sitek.

Alles andere als einfach waren die Vorbereitungen auf die Abiturprüfungen heuer für die Schüler. Wir haben bei einer Abiturientin nachgefragt, wie sie mit der Situation umgegangen ist.

Schongau: Abiturprüfung in der Berufsschulturnhalle 

In Schongau wird auch in einer Turnhalle Abitur geschrieben, allerdings ist die Berufsschulhalle schon lange Domizil des Welfen-Gymnasiums. „Selbst mit noch größerem Hygieneabstand bringen wir unsere 104 Abiturienten sowie acht Externe der Weilheimer Oberlandschulen gut unter“, sagt Schulleiter Bernhard O’Connor. Nur zwei Notausgänge werden zusätzlich geöffnet, damit sich beim Rein- und Rausgehen kein Stau bildet. „Die Schulleitung wird morgen Früh komplett da sein, falls etwas nicht laufen sollte, aber ich mache mir keine Sorgen“, so O’Connor.

Lesen Sie auch: Die Abiturvorbereitung ist auch für Lehrer heuer eine Herausforderung. 

Abiturstart in Penzberg: Viel Aufsichtspersonal wird benötigt

Die Vorteile einer Halle hat Bernhard Kerscher, Leiter des Penzberger Gymnasiums, nicht: „Wir haben uns überlegt, in die Stadthalle zu gehen, aber das ist mit dem notwendigen Möbeltransport enorm aufwändig“, sagte er. Deshalb hat er für seine 106 Abiturienten sieben bis acht Zimmer im B-Bau freigehalten, die Abiturienten verteilen sich dort auf drei Stockwerke. Kerscher trifft das anfangs von Sitek angesprochene Aufsichtsproblem voll: „Je zwei Aufsichten pro Zimmer, dazu in den Fluren – ich brauche rund 25 Lehrer.“ Deshalb hat die Q11 für die Tage des schriftlichen Abiturs, also morgen (Deutsch), am 26. Mai (Mathe) und 29. Mai (drittes Abiturfach), zwangsfrei.

Und hier gibt es weitere Nachrichten aus Weilheim und Schongau.

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