Gespräch in München

Erster Austausch mit dem MVV - Planungen dürfen nicht an Landkreisgrenze enden

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Im Gespräch mit dem MVV-Chef hat sich eine Abordnung aus dem Landkreis über einen möglichen MVV-Beitritt informiert. Anfang Mai soll ein Gespräch bei der Landesregierung stattfinden. 

Landkreis – So langsam wird es ernst mit den Überlegungen, wie es in Sachen „Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs“ im Landkreis Weilheim-Schongau in Zukunft weitergehen soll.

Wie der Pressesprecher des Landratsamtes, Hans Rehbehn, auf Anfrage der Heimatzeitung mitteilte, war eine Abordnung aus dem Landkreis dieser Tage zu einem ersten Informationsgespräch bei MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch. Neben Rehbehn selbst seien noch der stellvertretende Landrat Karl-Heinz Grehl (Grüne/Weilheim) und Manfred Plonner, der beim Landratsamt für den ÖPNV zuständig ist, nach München gefahren. Landrätin Andrea Jochner-Weiß habe sich entschuldigen lassen, weil sie an diesem Tag einen anderen Termin hatte, so Rehbehn.

Erst einmal muss ein Nahverkehrsplan erarbeitet werden

Im Gespräch habe MVV-Chef Rosenbusch die Besucher grundsätzlich über das Vorhaben, den MVV auf die Landkreise Weilheim-Schongau, Landsberg am Lech, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen zu erweitern, informiert. Zahlen seien dabei allerdings noch nicht genannt worden, so Rehbehn.

Es sei aber klargestellt worden, dass vor einem möglichen Beitritt zum MVV erst einmal ein Nahverkehrsplan für den Landkreis Weilheim-Schongau erarbeitet werden müsse. Die Beratungen darüber sollen nun zeitnah beginnen. Dabei sei den Beteiligten natürlich klar, dass diese Planungen nicht an der Landkreisgrenze enden dürften.

„Wir müssen dann auch über Linien wie beispielsweise Schongau-Landsberg oder Schongau-Marktoberndorf-Kempten reden“, so Rehbehn. Zudem müsse darüber nachgedacht werden, den ÖPNV im Landkreis generell attraktiver zu machen.

Mehr zum Thema: ÖPNV im Landkreis: Warum ein MVV-Beitritt für den Landkreis Weilheim-Schongau sinnvoll wäre.

Gespräch mit Landesregierung im Mai

Anfang Mai finde ein Gespräch bei der Landesregierung statt, zu dem auch Vertreter der anderen genannten Landkreise geladen seien – Bad Tölz und Miesbach haben sich bereits für den MVV-Beitritt ausgesprochen. Bei dieser Beratung soll auch über die finanziellen Rahmenbedingungen und mögliche Zuschüsse des Freistaats beraten werden. Erst wenn dies alles geklärt ist und der Nahverkehrsplan durch den Kreistag verabschiedet wurde, sei es an der Zeit, über mögliche Partner nachzudenken, so Rehbehn weiter.

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Dann müsse man sich entscheiden, ob man sich an einem Verbundticketsystem für das Oberland beteiligen oder doch dem MVV beitreten wolle. Bis dahin kann es aber noch eine ganze Weile dauern. Die Entscheidung wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erst der neue Kreistag fällen, der im kommenden Jahr gewählt wird.

set

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Rubriklistenbild: © dpa / Amel ie Geiger

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