So wie hier an den Glas- und Kleidungscontainern schaut es an mehreren Wertstoffinseln im Landkreis aus. Unbekannte entsorgen einfach dort ihren Müll, statt ihn zum Wertstoffhof zu bringen. 
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So wie hier an den Glas- und Kleidungscontainern schaut es an mehreren Wertstoffinseln im Landkreis aus. Unbekannte entsorgen einfach dort ihren Müll, statt ihn zum Wertstoffhof zu bringen.  

Großes Ärgernis

EVA klagt über immer mehr illegalen Abfall

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
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Es sind zwar nur 460 Gramm pro Einwohner im Jahr. In der Summe ist es dennoch ein großes Ärgernis, auf das die EVA hinweist: Die illegalen Ablagerungen von Sperrmüll und anderem Unrat.

Landkreis – „Es ist sehr unschön und kostet einen Haufen Geld“, sagt Friedrich Raab, Geschäftsführer der Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft (EVA), mit Blick auf den Verhau an den Wertstoffinseln im Landkreis, den seine Mitarbeiter immer öfter entdecken und aufräumen müssen. Die Zahlen sprechen für sich: 2017 wurden laut EVA noch 51,2 Tonnen Unrat an den Containern abgelagert, 2018 waren es schon 54,8 Tonnen. Und im vergangenen Jahr ging die Zahl noch einmal kräftig nach oben und stieg auf 61,7 Tonnen, die den EVA-Beschäftigten reichlich Mehrarbeit bescherten.

Geschäftsführer Raab ist es völlig schleierhaft, welche Motivation hinter den illegalen Ablagerungen steckt. Zum Beispiel, wenn jemand neben einem Glascontainer eine alte Waschmaschine abstellt. „Wenn er sie sowieso transportiert, dann kann er sie doch gleich zum Wertstoffhof bringen“, meint der EVA-Chef. Die Entsorgung der Waschmaschine koste schließlich nichts. Und auch der Sperrmüll, den die EVA immer wieder findet, wird nach Auskunft Raabs „für ganz schmales Geld“ angenommen.

Illegale Müllentsorgung: Das sind die Brennpunkte im Landkreis Weilheim-Schongau

Nach Angaben des Geschäftsführers gibt es im Landkreis mehrere Brennpunkte. Während man in kleineren Orten wie Ingenried, Pähl oder Burggen vielleicht alle 14 Tage mal ein auf dem Container falsch abgestelltes Glas aufräumen müsse, wartet in den Städten und größeren Gemeinden reichlich Arbeit. Als Beispiele nennt Raab den V-Markt-Parkplatz in Schongau sowie den Narbonner Ring und die Container beim Realmarkt in Weilheim. „Und auch in Peiting an der Schloßberghalle schaut’s nicht immer gut aus.“

Die EVA sagt den illegalen Entsorgern jetzt einmal mehr den Kampf an. „Wir nehmen jede Information, die wir kriegen können“, betont der Geschäftsführer, der von 50 bis 70 Bußgeld-Fällen pro Jahr spricht. Für die Erwischten wird es dann weitaus teurer, als sie die legale Entsorgung gekostet hätte. „Wir stellen den Arbeitsaufwand in Rechnung, der liegt bei 50 bis 80 Euro“, rechnet Raab vor. Dazu komme die Entsorgung, für die er 20 bis 30 Euro veranschlagt. Und obendrauf kommt dann noch das Bußgeld: „zirka 100 Euro“.

Trotz dem Ärger um die zunehmende illegale Müllentsorgung, zieht die EVA insgesamt eine positive Bilanz für das vergangene Jahr: Demnach gibt es keine Gründe für höhere Müllgebühren. 

VON JÖRG VON ROHLAND

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