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Telefonieren gehört zum Geschäft: Wirtschaftsförderer Martin Weidehaas ist seit April im Amt. 

Diverse Projekte geplant

Kreisentwicklung wird angekurbelt: Azubi-Offensive und ein Wirtschaftspreis

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Der Landkreis Weilheim-Schongau kurbelt die Kreisentwicklung an. Diverse Projekte sind geplant. Wirtschaftsförderer Martin Weidehaas muss allerdings eine Enttäuschung verdauen.

Landkreis – Martin Weidehaas ist seit April als Leiter der Stabsstelle „Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung“ in der Kreisbehörde in Amt und Würden. Der 49-Jährige, von Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) als „unglaublicher Glücksfall“ gewürdigt, legt nun die Schwerpunkte für nächste Zeit vor.

Weidehaas, der heuer auf Justina Eibl nachgefolgt war, setzt dabei auf Bewährtes seiner Vorgängerin. Die Jobmessen in Weilheim und Schongau, das Hochschulforum, die Azubi-Akademie und die Infobroschüre „Ausbildungskompass“ sollen weitergeführt werden. Doch der Großweiler will neue Duftmarken als Wirtschaftsförderer setzen. Im Projektbudget stehen ihm nach eigener Aussage rund 90 000 Euro im Haushalt zur Verfügung.

Wirtschaftsförderer plant Ausbildungs-Offensive für das Handwerk im Landkreis Weilheim-Schongau

Geld fließt unter anderem in eine herbstliche Radio-Werbekampagne: Unter dem Motto „Made im Oberland“ können sich jeweils 26 Firmen aus Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen präsentieren. Weniger Marketing, mehr fachliche Inhalte haben die neuen Formate auf seiner Liste. So das Fachkräfte-Forum „0812“, dass von einer Penzberger Agentur im Landkreis angeboten wird. Zielgruppe: Frauen, die wieder in einen Beruf einsteigen wollen. Termine sind am 12. November in Weilheim und am 21. November in Peißenberg. Für 2020 ist eine Ausdehnung auf Schongau geplant.

Ebenfalls im kommenden Jahr möchte Weidehaas „eine Ausbildungs-Offensive für das Handwerk“ starten. Die Idee: Die Kreisbehörde organisiert Busse, um alle Mittelschüler der 8. Klassen zwischen Lech und Loisach zum Infotag in das Ausbildungszentrum der Handwerkskammer in Weilheim zu fahren. Mit dabei ist die Agentur für Arbeit. Vielleicht, so der Wirtschaftsförderer, könne die Aktion 2021 auf Realschüler und Gymnasiasten ausgeweitet werden.

Im kommenden Frühjahr will Weidehaas Unternehmer fit für die Firmennachfolge machen: Im Rahmen des bundesweiten IHK-Aktionstages will sich die Weilheimer Stabsstelle bei der Beratung einklinken. Ein Termin steht aber noch nicht fest.

Landkreis Weilheim-Schongau: Ab 2020 soll ein Wirtschaftspreis vergeben werden

Bereits gestartet ist das „Puregio“-Projekt (wir berichteten). Der Regionalmarkt soll im kommenden Jahr erneut aufgelegt werden. Für Oktober ist ein Auftritt auf der Weilheimer Orla-Messe vorgesehen. Im Raum steht zudem 2020 eine Teilnahme an der Landwirtschaftsschau „Grüne Woche“ in Berlin.

Weidehaas will zudem verschütt gegangene Strukturen wieder aufleben lassen. Dazu gehört der Wirtschaftsbeirat, der seit 2017 eingeschlafen ist, und im Herbst zusammenkommen soll. In diesem sitzen Experten aus verschiedenen Branchen und beraten den Kreistag sowie die Ausschüsse. Der Beirat ist auch an der Vergabe des neuen Wirtschaftspreises beteiligt, den Weidehaas ab 2020 verleihen möchte: „Jeder kann Firmen vorschlagen.“ Der Vorgänger „Standortprofi“ war 2017 nach sechs Auflagen eingestellt worden.

Landkreis Weilheim-Schongau: Wirtschaftsförderer musste Niederlage hinnehmen

Doch bei allem Tatendrang: Der Wirtschaftsförderer musste unlängst eine Niederlage hinnehmen. Bekanntlich hat der Kreisausschuss mit deutlicher Mehrheit entschieden, dass der Landkreis aus dem Verein „Europäische Metropolregion München“ (EMM) austritt.

Weidehaas hatte in der Sitzung vehement, aber erfolglos für einen Verbleib geworben. „Das war schon ein bisserl enttäuschend“, räumt der Wirtschaftsförderer auf Nachfrage der Heimatzeitung ein. Die Tür sei nicht endgültig zu, ist von ihm zu hören: Schließlich sei man zumindest bis Jahresende dabei. „Wir beteiligen uns noch“, verspricht er. Auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die selbst für einen Austritt gestimmt hatte, bemüht sich um Schadensbegrenzung: „Der Kontakt wird mit Sicherheit nicht abbrechen.“

Lesen Sie auch: Vollkommen zufrieden ist Manfred Wodarczyk heuer mit dem Historischen Markt in Schongau. 40 000 Besucher begaben sich auf Zeitreise. Die Planungen für 2020 laufen bereits. Dann steht ein großes Jubiläum an. Und vielleicht Änderungen.

Außerdem interessant: Ein Biber hielt die rauschenden Fischbecken von Peter Kunath in Paterzell wohl für einen Bach. Der Nager fiel in eines der Betonbecken und kam nicht mehr heraus. Die Biberberater mussten ihn aus seiner misslichen Lage befreien. Die Biber sind im Landkreis Weilheim-Schongau generell auf dem Vormarsch.

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