Trickbetrüger am Telefon.
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Trickbetrüger am Telefon.

Bekannte Masche

Polizei warnt vor Betrügern: Senioren im Landkreis Weilheim-Schongau reagierten bisher richtig

  • Elena Siegl
    VonElena Siegl
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Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei wieder vor Trickbetrügern. Senioren aus Schwabbruck und Schongau erhielten typische Anrufe, reagierten aber richtig.

Schongau - Am Mittwoch gegen 11 Uhr kam es im Dienstbereich der Polizeiinspektion Schongau, in Schwabbruck und in Schongau, erneut zu betrügerischen Anrufen bei Senioren. Die Anrufe erfolgten laut Polizei mit unterdrückter Telefonnummer. In diesen Fällen wurde versucht, das angerufene Opfer mit der Masche einzuschüchtern, dass der vermeintliche Verwandte angab, er hätte einen schweren Autounfall verursacht, bei dem jemand verstorben sei. Dies wird durch die weinerliche Stimme des Anrufers noch unterstrichen und das Telefon wird an einen Polizeikommissar übergeben. Dieser versucht dann das Opfer einzuschüchtern, indem er mitteilt, dass der Verwandte direkt in Haft muss, sollte nicht über die Staatsanwaltschaft eine Vergleichszahlung an die Angehörigen des verstorbenen Autofahrers gezahlt werden.

In den gestrigen Fällen war den Angerufenen sofort klar, dass es sich hier um betrügerische Anrufe handelt, da ihnen die Masche bekannt war. Die Angerufenen haben deshalb auch richtig reagiert: Schnell das Gespräch beendet und aufgelegt.

Polizei warnt vor Betrügern und gibt Tipps

Da insbesondere Senioren Opfer dieser Betrugsmasche werden, rät in diesem Zusammenhang nochmals die Polizei:

  • Setzen Sie bitte Familienangehörige und Nachbarn über diese Masche in Kenntnis!
  • Reden Sie offen in der Familie, insbesondere mit älteren, möglicherweise alleinstehenden Angehörigen, über dieses Phänomen!
  • Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über persönliche Verhältnisse!
  • Staatliche Stellen fordern niemals auf diese Art und Weise Bargeld!
  • Rufen Sie Ihre örtliche Polizei zurück und erkundigen Sie sich! Verwenden Sie hierfür niemals die im Display angezeigte Rufnummer, sondern die Ihnen bekannte.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110. Haben Sie keine Angst anzurufen! Lieber einmal zu oft den Notruf genutzt, als Opfer der Betrüger zu werden!

Fast Opfer von Betrügern wurde vor wenigen Tagen auch eine Kinsauerin. Eine angebliche Mitarbeiterin vom Impfzentrum hatte sich bei ihr gemeldet - kurz darauf wurden 2000 Euro vom Konto der Kinsauerin abgebucht.

Lesen Sie auch: „Über so einer Nummer steht schon Opfer drüber“: Die große Abzocke der Telefon-Mafia - und wie man sich wehrt

Alle Polizeimeldungen aus der Region Weilheim-Schongau finden Sie in unserem Blaulichtticker.

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