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Straßenmeistereien und Bauhöfe im Landkreis sind für den Winterdienst gerüstet

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Von: Christoph Peters, Theresa Kuchler

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Der Schnee kann kommen: Wie hier in Peiting sind die Winterdienste im Landkreis für die kalte Jahreszeit gerüstet.
Der Schnee kann kommen: Wie hier in Peiting sind die Winterdienste im Landkreis für die kalte Jahreszeit gerüstet. © Hans-Helmut Herold

Der Winter ist da, am Freitag sind auch im Landkreis die ersten weißen Flocken gefallen. Doch die Straßenmeistereien sind gerüstet und auch die Bauhöfe in Peiting und Schongau haben sich schon für den Winterdienst gewappnet.

Landkreis – Für 475 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen ist das Staatliche Bauamt Weilheim im Landkreis Weilheim-Schongau zuständig. Die ersten Winterdienst-Einsätze haben die rund 40 Beschäftigten der Straßenmeistereien in Weilheim und Peiting bereits hinter sich. „Das waren vor allem Vorbeugestreuungen, denn wenn sich der Nebel auf die Straße legt, wird’s schnell glatt“, sagt Betriebsdienststellenleiter Martin Dondl. Mit den angekündigten Schneefällen – am gestrigen Freitag gab es bereits den ersten Vorgeschmack – wird das Arbeitspensum in den nächsten Tagen deutlich steigen. Bange ist Dondl deshalb nicht. Die Salzlager sind voll, die Fahrzeuge stehen parat.

Die meisten Winterdienst-Einsätze beginnen schon vor 4 Uhr in der Früh

Mehr als die Hälfte der Winterdiensteinsätze beginnen laut Dondl bereits vor 4 Uhr morgens, um in der Nacht einsetzende Straßenglätte infolge von Schnee, Reif oder Eis noch vor dem Beginn des Berufsverkehrs beseitigen zu können. Zwischen 6 und 22 Uhr sei dann die Haupteinsatzzeit. Auf Bundes- und Staatsstraßen, wo viel Verkehr herrsche, seien die Räumfahrzeuge bei Bedarf sogar rund um die Uhr im Einsatz, erklärt Dondl.

Doch selbst der beste Winterdienst könne nicht gewährleisten, dass alle Straßen jederzeit schnee- und eisfrei sind. „Wenn zum Beispiel starker Schneefall erst kurz vor dem einsetzenden Berufsverkehr beginnt, wird es für die Mitarbeiter schwierig, im dichten Verkehr oder im Stau den festgefahrenen Schnee wie gewohnt zu beseitigen.“

So wird die 3G-Regel am Arbeitsplatz beim Winterdienst umgesetzt

Wie schon im vergangenen Jahr stellt die Corona-Pandemie die Straßenmeistereien vor Herausforderungen. Gearbeitet wird tagsüber im Schichtbetrieb mit zeitversetztem Arbeitsbeginn, um bei einem positiven Fall nicht einen Komplettausfall zu riskieren. Beim Winterdienst seien die Mitarbeiter allein in den Fahrzeugen unterwegs, sagt Dondl, was die Kontaktvermeidung erleichtere. Viele Mitarbeiter seien zudem mittlerweile geimpft. Das helfe auch bei der Einhaltung der 3G-Regel am Arbeitsplatz. Wer ungeimpft sei, werde nach seiner Rückkehr unter Aufsicht getestet. „Um 3 Uhr morgens können wir das nicht überwachen.“ Man wolle aber einführen, dass die Mitarbeiter bei Dienstantritt zur Sicherheit einen Selbsttest durchführen, so Dondl.

Auch in Schongau ist man bereits bestens für den Winter gewappnet. „Es sind schon alle Fahrzeuge aufgerüstet und die Salz- und Splittbehälter gefüllt“, erzählt Guido Schneider, Leiter des Schongauer Bauhofs. Im Salzlager vor Ort habe man 60 bis 70 Tonnen Streusalz parat, bei Bedarf stehen weitere 300 Tonnen in einem Augsburger Lager zur Verfügung. Auch die Schneezäune und -stangen seien bereits gesetzt, sodass man „absolut vorbereitet“ in die neue Saison starten könne. Wann die Winterdienstler an die Arbeit müssen, hängt von der Wetterlage ab. „Bei wenig Schnee geht es um 4.30 Uhr los“, so Schneider. Bei einem größeren Schneeaufkommen werden die Fahrer hingegen schon um 2.30 Uhr kontaktiert, damit sie um 3 Uhr mit den Räum- und Streuarbeiten beginnen können.

Bevor die rund 30 Bauhof-Mitarbeiter frühmorgens in ihre Räum- und Streufahrzeuge steigen können, muss ihr Chef sicher gehen, dass auch die aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden. „Ich kontrolliere die 3G-Nachweise, wenn die Fahrer in der Früh kommen“, sagt der Bauhof-Leiter. Das sei ein deutlicher Mehraufwand, aber „es hilft ja nichts“.

Auch in Peiting steht der Dienstplan für den Winterdienst schon

In der Nachbargemeinde Peiting ist der Bauhof ebenfalls bereits gerüstet für den Winterdienst. Vier Traktoren und sechs große und kleine Lkw stehen bereit. Für den gestrigen Freitagnachmittag rechnete Chef Tim Osterhaus aufgrund der Wetterverhältnisse mit den ersten Einsätzen. Das bauhofeigene Silo ist mit Salz gefüllt, dank Lieferverträgen sei für Nachschub während der Wintermonate gesorgt, so Osterhaus. In 14 Räumgebiete ist die Marktgemeinde aufgeteilt, eine Tour dauert im Normalfall vier Stunden.

Auch der Dienstplan steht bereits, und natürlich hat man sich in der Marktgemeinde ebenfalls Gedanken über die 3G-Regelung gemacht. Ungeimpfte Mitarbeiter werden täglich zwischen 7 und 9 Uhr im Sparkassensaal getestet. „Für unsere Fahrer heißt das, dass sie dort einen Stopp einlegen, bevor sie zum Bauhof zurückkommen“, erklärt Osterhaus das Prozedere.

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