+
Horrorunfall im August 2019 bei Peißenberg: Auf der B 472 verlieren zwei jungen Menschen ihr Leben.

Verkehrsstatistik vorgestellt

Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Weilheim-Schongau steigt

  • schließen

Keine gute Bilanz: Im Landkreis gab es im vergangenen Jahr mehr Verkehrsunfälle als 2018. Elf Menschen verloren ihr Leben. Die Polizei legt nun die Verkehrsstatistik vor.

Landkreis – Es ist ein Horrorunfall an diesem Augustabend 2019 auf der B 472 bei Peißenberg: Ein Autofahrer (20) ist bergab unterwegs, als er in der lang gezogenen Linkskurve auf die Gegenfahrbahn gerät, dort mit einem Kleinlaster kollidiert und danach ihn ein weiteres Fahrzeug kracht. Der 20-Jährige und sein Bruder (13) starben noch an der Unfallstelle, ein weiterer Autofahrer wird schwer verletzt.

Es war der schwerste Unfall im vergangenen Jahr auf den knapp über 1600 Kilometern Straßen im Landkreis. Die nun von Polizeipräsident Robert Kopp vorgelegte Verkehrsbilanz für Weilheim-Schongau verzeichnet insgesamt 3864 Unfälle. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 41 Unfälle. Kopp bezeichnet dennoch die Zahl als „ziemlich konstant“. Denn seit 2015 haben diese sich auf vergleichbarem Niveau eingependelt. Allerdings verloren elf Menschen 2019 im Straßenverkehr ihr Leben (Vorjahr 15). Wenigstens sank die Zahl der Verletzten von 867 auf 685.

Als Hauptunfallursache werden von offizieller Seite „Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren“ genannt. Nicht immer stellen sich Verursacher ihrer Verantwortung und entfernen sich vom Ort des Geschehens: 861 Verkehrsunfälle wurden wegen einer Unfallflucht erfasst (Vorjahr 795).

66 Nötigungen und 22 Beleidigungen

Unterm Strich sieht der Polizeipräsident die Entwicklung dennoch positiv. „Die Menschen verhalten sich disziplinierter“, so Kopp. Wenn es da nicht ein immer noch zu hohes Aggressionspotenzial bei manchem Verkehrsteilnehmer gäbe: Allein 69 Straftaten wegen gefährlichem Eingriffs in den Straßenverkehr, 66 Nötigungen und 22 Beleidigungen liefen auf.

Am Ende zieht Kopp ein positives Fazit, was die eigene Arbeit betrifft: „Ich glaube, wir haben als Polizei einen guten Job gemacht.“ Der oberste Ordnungshüter im südlichen Oberbayern bezieht dabei ausdrücklich die Blaulichtorganisationen mit ein. Feuerwehren und Rettungsdienste werden das gern hören.

Lesen Sie auch:

Eine gefährliche Entdeckung hat ein Hohenpeißenberger am vergangenen Samstag gemacht. Beim Ausräumen einer Garage stieß der 74-Jährige auf eine Panzerabwehrgranate aus dem Zweiten Weltkrieg.

Ein Lamborghini-Fahrer ist am Sonntag mit seinem Sportwagen bei 250 km/h Richtung Weilheim gerast. Als Polizisten den Sportwagen stoppen wollten, fuhr er einfach weiter.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Landratsamt meldet nur noch neue Fälle
Die Zahl der an Coronavirus-Erkrankten im Landkreis Weilheim-Schongau steigt weiter, allerdings nur leicht. In diesem News-Ticker finden Sie immer alle aktuellen …
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Landratsamt meldet nur noch neue Fälle
TSV Schwabbruck plant Anbau und hofft auf Finanzspritze des Freistaats
Die Mitglieder rennen dem TSV Schwabbruck förmlich die Türen ein. Längst können nicht mehr alle Belegungswünsche für den Gymnastikraum im Vereinsheim erfüllt werden. Ein …
TSV Schwabbruck plant Anbau und hofft auf Finanzspritze des Freistaats
Peitinger Ferienprogramm trotzt Corona - mit Einschränkungen
Ein Peitinger Sommer ohne Ferienprogramm? Das soll es auch in Zeiten der Corona-Pandemie nicht geben. Dafür will das Organisationsteam um Sonja Zila sorgen. Um …
Peitinger Ferienprogramm trotzt Corona - mit Einschränkungen
Tatverdächtige weiter in Untersuchungshaft, Ermittlungen dauern an
Knapp fünf Monate nach der Festnahme von zwei mutmaßlichen Brandstiftern in Thaining (Landkreis Landsberg) ist noch nicht klar, ob und wann die Männer vor Gericht …
Tatverdächtige weiter in Untersuchungshaft, Ermittlungen dauern an

Kommentare