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Die Kooperationsvereinbarung ist besiegelt. Von links: Andreas Schmid (Förster WBV), Ludwig Rabl (Forstrevierleiter SOG-West), Hermann Strobel (2. Vorstand WBV), Markus Hildebrandt (Bereichsleiter Forsten LRA W-Sog), Jürgen von der Goltz (Förster WBV), Martin Klein (erster Vorstand WBV), Thomas Nuscheler (Aufsichtsrat und zweiter Vorsitzender WBV), Florian Riedl (Geschäftsführer WBV) und Silke Hartmann (Forstrevierleiterin Murnau-Nord).

WBV und AELF wollen zusammenarbeiten

Wälder fit machen für den Klimawandel

Eine Kooperationsvereinbarung soll für die nächsten fünf Jahre die Zusammenarbeit und Arbeitsaufteilung zwischen der Waldbesitzervereinigung Schongau (WBV) und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim (AELF) regeln. Ziel ist eine bestmögliche Unterstützung der Waldbesitzer.

Weilheim-Schongau – Der Wald ist nicht nur Erholungsgebiet und wichtiger Faktor in der CO2-Speicherung, sondern auch Wirtschaftsfaktor und Holzlieferant. Um den Kreislauf zwischen Aufforstung und Ernte sinnvoll am Leben zu erhalten, ist eine maßvolle Waldbewirtschaftung wichtig. Die Kooperationsvereinbarung soll – auch im Hinblick auf die besondere Herausforderung Klimawandel – die Wälder fit machen für künftige Klimaanforderungen, die Strukturen im Wald verbessern, einen Plan zur Katastrophenbewältigung liefern, die Öffentlichkeitsarbeit fördern, eine gute Beratung zum Beispiel bezüglich Mischbaumarten, Maßnahmen gegen Tannen-Verbiss sowie einem Waldverträglichen Wildbestand bieten und auch das Bewusstsein für die biologische Funktion der Wälder im Sinne von Naturschutz fördern.

Bisher auch schon gut zusammengearbeitet

„Bisher war die Zusammenarbeit auch schon sehr gut“, so WBV-Vorsitzender Martin Klein. Die WBV Schongau, eine Selbsthilfeeinrichtung der Waldbesitzer, sei professionell aufgestellt und beschäftige drei ausgebildete Förster, die eine neutrale Beratung gewährleisten.

Auch Ludwig Rabl vom AELF zeigte sich stolz, dass die tägliche Zusammenarbeit mit Kunden reibungs- und lückenlos funktioniere. Kostenlos und mit wenig bürokratischem Aufwand werde für jeden Waldbesitzer eine für ihn und seine Vorstellungen passende Lösung und Vorgehensweise gefunden.

Hilfe, etwas Wertvolles aus dem Wald zu machen

Martin Klein ergänzte, dass gerade auch der demografische Wandel bei den Waldbesitzern, die z.B. durch Erbe an ein Waldgrundstück gekommen sind, Beratung bei der Bewirtschaftung und Ernte erforderlich mache. „Wir helfen, etwas Wertvolles daraus zu machen“, so WBV-Chef Martin Klein.

8200 Waldbesitzer im Landkreis

„Wir wollen die Selbsthilfeeinrichtungen unterstützen. Im Landkreis gibt es 8200 Waldbesitzer, die durchschnittlich über 2,5 Hektar Wald verfügen“, erklärte Markus Hildebrandt, Bereichsleiter Forsten beim AELF. Früher war die Forstverwaltung für die Beratung der Waldbesitzer zuständig. Seit 2005 regelte der Waldpakt, der dieses Jahr ausläuft, die Beratung der Waldbesitzervereinigungen, die mehr eingebunden werden sollten, durch das Forstamt. Jetzt wolle man bayernweit eine Kooperation auf Augenhöhe schaffen und eine neue Form der Zusammenarbeit finden. Dies wurde durch die Kooperationsvereinbarung besiegelt.

Ursula Fröhlich

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