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Christbaum aufgestellt: Eine Weißtanne mit besonderer Geschichte ziert den Schongauer Marienplatz

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Der Christbaum wurde auf dem Schongauer Marienplatz aufgestellt.
Der Christbaum wurde auf dem Schongauer Marienplatz aufgestellt. © HANS-HELMUT HEROLD

Den Schongauer Marienplatz ziert nun eine Weißtanne und sorgt für Weihnachtsstimmung in der Stadt. Der Baum hat heuer eine besondere Geschichte.

Schongau – Exakt vier Wochen vor dem Weihnachtsfest wurde auf dem Schongauer Marienplatz der Christbaum aufgestellt. Durch die Coronasituation wird heuer einiges anders sein: Kein Weihnachtsmarkt, keine Buden, keine Bläser, kein Glühweinzauber. Trotzdem soll die Altstadt durch weihnachtliche Lichterketten stimmungsvoll erstrahlen. Natürlich inklusive des Christbaumes, der wie jedes Jahr an seinem Stammplatz ein Blickfang werden wird.

Christine und Frank schlendern am Mittwoch händchenhaltend durch die Altstadt. Am Marienplatz bleibt das frisch verliebte Pärchen stehen, um den gerade aufgestellten Weihnachtsbaum zu bewundern. Ihr gemeinsames Urteil: „Wunderbar dicht gewachsen, ein Schmuckstück an Baum.“

Da kommt der Schongauer Christbaum her

Dieser Baum hat eine besondere Geschichte: Vor 29 Jahren hat Markus Schwarz vor seinem Elternhaus in der Altenstadter Straße als 13-jähriger Bub diese Weißtanne eigenhändig gepflanzt, war immer sein ganzer Stolz. Doch mittlerweile ist für den kleinen Vorgarten der Baum zu groß geworden, sodass ihn Schwarz für dieses Weihnachtsfest der Stadt zur Verfügung gestellt hat.

Und setzte noch eins drauf. Schwarz, der bei der Stadtgärtnerei arbeitet, fällte seinen Baum selbst. Das Team der „Holzer“ ist perfekt eingespielt. Während Bernd Pietruschka im Geäst das Halteseil anbringt, geht Konrad Gruber mit dem Kran auf Spannung. Das Durchtrennen des Stammes ist Routine für Markus Schwarz, obwohl diesmal schon etwas Wehmut aufkommt.

Verladen auf die Lafette, Transport durch die Altstadt, Einsetzen in die Verankerung im Boden. Alles geht ratzfatz. Sogar das Verkeilen geht im Handumdrehen. Das Prachtstück an Weißtanne steht wie im Bilderbuch. In einer Stunde ist alles vorbei. Ein letzter Kommentar aus Richtung Verankerungsschacht von Bernd Pietruschka, der sogar den lateinischen Namen der Weißtanne kennt: „Abies Alba“, ruft er aus dem Untergrund. Die Lichterkette kann kommen.

HANS-HELMUT HEROLD

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